Planungswettbewerb für den Neubau eines Dienstgebäudes der Bayerischen Landespolizei in Passau
Mit dem geplanten Neubau eines Polizeidienstgebäudes in Passau werden die im Stadtgebiet verteilten und zum Teil in unzureichenden Räumlichkeiten untergebrachten Dienststellen der Polizei zur Optimierung der Arbeitsabläufe in einem Gebäude zusammengeführt.
Das Staatliche Bauamt Passau hat 2010 für den Neubau des Polizeidienstgebäudes in Passau einen nicht offenen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren europaweit ausgelobt. Aus 35 abgegebenen Arbeiten zeichnete das Preisgericht am 3. August 2010 den Entwurf des Architekturbüros Wulf & Partner, Stuttgart, mit dem ersten Preis aus. Der Entwurf, der sich durch seine Höhenstaffelung angenehm zurückhaltend in die natürliche Topografie einfügt, bietet auf rund 7.100 m² Nutzfläche Platz für ca. 350 Bedienstete.
Das Bauvorhaben ist auf einem ehemaligen Bundeswehrgrundstück an der Karlsbader Straße, auf dem sich bis zur Auflösung der Pionierkaserne die dazugehörige Standortverwaltung befand, geplant. In einem späteren zweiten Bauabschnitt soll der Neubau um zusätzlich zwei Dienststellen erweitert und damit alle Dienststellen aus dem Stadtgebiet Passaus am Standort Karlsbader Straße zusammengeführt werden.
Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen und dem Klimawandel war bei der Bewertung der Entwurfsarbeiten im Preisgericht über die funktionalen, gestalterischen und wirtschaftlichen Anforderungen hinaus auch die energetische Qualität ein besonderes Kriterium. Die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit setzt hier auf oberflächennahe Geothermie, Wärmepumpen und eine Holzpelletsheizung.
Bilder: Architekturbüro Wulf & Partner, Stuttgart