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Hochwasser in Bayern

München, 13. Juni 2013 (stmi). In den Hochwassergebieten wird aufgeräumt. Einsatzkräfte, Bürgerinnen und Bürger, Behörden - alle arbeiten daran, die Flutschäden zu sichten und zu beseitigen.

Hilfepaket für Hochwasseropfer

Hochwasser-Evakuierung © Christian Kolb

Das Bayerische Kabinett hat am 5. Juni ein Hilfepaket für Hochwasseropfer beschlossen. Die Hochwasserhilfsprogramme wurden am 11. Juni erweitert und stark vereinfacht. In dem Programm enthalten sind 1.500 Euro Sofortgeld für jeden betroffenen Haushalt und 5.000 Euro für Kleingewerbe. Erster Ansprechpartner ist das zuständige Landratsamt beziehungsweise die kreisfreie Stadt. Dort erhalten Sie die entsprechenden Formulare.

Finanzhilfen für Gemeinden

In den betroffen Gemeinden müssen zerstörte Straßen, Wege, Plätze, Brücken, Parkflächen und Grünanlagen so schnell wie möglich wieder in Ordnung gebracht werden. Auch durch das Hochwasser beschädigte Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime gilt es, zügig zu sanieren. Am 12. Juni gab Innenminister Joachim Herrmann bekannt, dass Städten und Gemeinden Finanzhilfen zur Wiederherstellung der geschädigten Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Die Förderanträge können ab sofort von den Kommunen bei den zuständigen Sachgebieten für Städtebauförderung der Bezirksregierungen eingereicht werden. Weitere Informationen sind dem Schreiben der Obersten Baubehörde vom 11. Juni 2013 zu entnehmen.

Dank an ehrenamtliche Helfer

Landrat Christian Bernreiter, Innenminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Christian Moser und Staatssekretär Bernd Sibler in Deggendorf © Armin Weigel/dpa

Mehr als 60.000 Einsatzkräfte waren und sind im Verlauf der letzten Tage von den Sicherheitsbehörden bei der Hochwasserbekämpfung eingesetzt.

Staatsminister Joachim Herrmann dankte den vielen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Helferinnen und Helfern: "Sie haben sich hochprofessionell und selbstlos im Kampf gegen das Hochwasser engagiert und eingesetzt. Und Sie haben erneut bewiesen, dass unser Hilfeleistungssystem hervorragend funktioniert. Die Kräfte waren rechtzeitig alarmiert und frühzeitig in den Katastrophengebieten präsent. Die Unterstützung kam aus ganz Bayern."

Seinen Dank richtet Herrmann auch an die Arbeitgeber, die den hochprofessionellen und selbstlosen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte insbesondere von Feuerwehr, freiwilligen Hilfsorganisationen und THW durch die Freistellung vom Dienst ermöglicht haben: "Ohne das Verständnis und die Unterstützung der Arbeitgeber für unsere ehrenamtlichen Retter und Helfer wäre dieser erfolgreiche Einsatz zum Schutz und Sicherheit unserer Bevölkerung nie möglich gewesen."

Auch Ministerpräsident Horst Seehofer dankte allen, die sich am Kampf gegen die Fluten und ihre Folgen beteiligten: "Meinen herzlichen Dank und meinen Respekt spreche ich all denen aus, die sich der Gefahr entgegengestemmt haben. Zahllose Frauen und Männer aus den verschiedenen Organisationen, unsere Soldaten und viele Freiwillige waren pausenlos im Einsatz. Jeder einzelne hat seinen Teil zum Rettungswerk beigetragen. Das bleibt unvergessen. Wir können stolz sein auf unser Bayern!"

Sie wollen helfen?

Im Bayerischen Landesportal finden Sie eine Auswahl an Möglichkeiten, wie Sie die Opfer der Flutkatastrophe unterstützen können.

Zudem hat die Bayerische Staatsregierung für Hochwassergeschädigte in Bayern ein zentrales Spendenkonto „Hochwasserhilfe Bayern“ unter der Kontonummer 82 000 bei der Bayerischen Landesbank BLZ 700 500 00 eingerichtet. Näheres dazu erfahren Sie beim Bayerischen Sozialministerium.

Aktuelle Informationen zu Hochwasser und Straßensperrungen

Aktuelle Informationen zur Lage an den einzelnen Flüssen und in den Regionen erhalten Sie auf der Internetseite des Bayerischen Umweltministeriums.

Einen Überblick über Straßensperrungen und Behinderungen durch das Hochwasser finden Sie in Bayerninfo, dem interaktiven Verkehrsinformationsdienst der Obersten Baubehörde. Diesen können Sie auch als App herunterladen, um sich von unterwegs zu informieren.