Konferenz zur Cybersicherheit in Bayern

München, 25. Juni 2013 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat gegen Gefahren aus dem Internet eine enge Vernetzung zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft gefordert.

Angriffsziel Server und Netze
© Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverwarbeitung

Bei einer Konferenz zur Cybersicherheit in Bayern, veranstaltet von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), hat der Innenminister herausgestellt, wie wichtig auch in der virtuellen Welt ein hohes Sicherheitsniveau für Bayerns Bürger und Unternehmen sowie die kritischen Infrastrukturen und die Handlungsfähigkeit des Staates ist.

Innenminister Joachim Herrmann: "Besonders gefährdet durch Hackerangriffe oder schädliche Software sind Einrichtungen der sogenannten kritischen Infrastrukturen wie Telefonnetze oder Elektrizitätswerke. Unser Ziel ist ein starkes Netzwerk, wir wollen eine Allianz für Cybersicherheit schaffen - zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, unseres Staates und der Wirtschaft." Zum Schutz der Wirtschaft habe das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz eine hohe Kompetenz im Bereich der Abwehr von Wirtschaftsspionage entwickelt. "Das wollen wir weiter ausbauen", so der Innenminister.

Cybersicherheit kennt viele Akteure. Das wurde in der Konferenz deutlich: Neben Innenminister Herrmann erläuterten Wirtschaftsminister Martin Zeil und der IT-Beauftragte der Staatsregierung, Finanz-Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, die Initiativen der Staatsregierung für mehr Sicherheit in der virtuellen Welt. Das Thema IT-Sicherheit beschäftigt auch die Wirtschaft, wie die Vorstellung des Sicherheitsclusters München und eine Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsvertretern zeigten. Die zunehmende Digitalisierung eröffnet der Wirtschaft große Chancen, birgt aber auch Risiken. Die vbw schätzt den Schaden der deutschen Wirtschaft durch Cyberangriffe auf bis zu 50 Milliarden Euro jährlich.

Unternehmensstrategien zur IT-Sicherheit müssen laut vbw unbedingt durch koordinierende Maßnahmen des Bundes und des Freistaats für einen verbesserten Schutz vor virtuellen Überfällen flankiert werden. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Staatsregierung ein Cyber-Abwehrzentrum beim Landesamt für Verfassungsschutz eröffnet. Diese Stelle bietet nicht nur unseren Unternehmen ein Höchstmaß an Vertraulichkeit, sondern erleichtert auch die Kooperation mit den bestehenden Einrichtungen des Bundes sowie den Landeskriminalämtern und spezialisierten Staatsanwaltschaften. Hier wächst eine schlagkräftige Cybersicherheits-Infrastruktur heran."

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