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TARANIS 2013

Salzburg, 29. Juni 2013 (stmi). Katastrophen machen nicht an Landes- oder Staatsgrenzen halt.

Internationale Katastrophenschutzübung TARANIS 2013 in Salzburg vom 27. bis 29. Juni: Landung Rettungshubschrauber am mobilen Krankenhaus © Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Bei überregionalen Naturkatastrophen muss die internationale Zusammenarbeit reibungslos funktionieren. Mit dem Gemeinschaftsverfahren zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit bei Katastropheneinsätzen gibt es in der EU einen Mechanismus zur raschen und effizienten Hilfeleistung. Die internationale Katastrophenschutzübung TARANIS 2013 in Salzburg bot die ideale Möglichkeit, bestehende Konzepte zu prüfen und zu optimieren.

Nach fast zwei Jahren Vorbereitungszeit startete die Übung am 27. Juni. Das Szenario: Nach starken Regenfällen kommt es zu einem gewaltigen Erdrutsch in der Pass-Lueg-Gegend in Österreich. Als der Damm dem massiven Druck der aufgestauten Wassermassen nachgibt, wird die Region in und um Salzburg so stark getroffen, dass die Lage durch die nationalen Einsatzkräfte nicht mehr beherrscht werden kann. Internationale Hilfe wird notwendig.

Auf Anforderung der nationalen Regierung eilten Spezialteams aus Bulgarien, Deutschland, Kroatien, den Niederlanden, Rumänien und Tschechien nach Österreich, um die lokalen Einsatzkräfte zu unterstützen. Fast 1.000 Einsatzkräfte waren vor Ort.Die internationalen Helfer wurden in einer Basisstation untergebracht, der „Base of Operation“. Von dort aus starteten die Teams zu ihren Einsätzen, die ihnen durch die lokale Einsatzleitung zugewiesen wurden. Im Umkreis von 40 Kilometern in und um Salzburg waren etwa 20 verschiedene Szenarien vorbereitet.

Nach drei fordernden Tagen endete die Übung am 29. Juni. In den kommenden Monaten werden die Ergebnisse zusammengetragen und ausgewertet. TARANIS 2013 hat aber schon heute bewiesen, dass das EU-Gemeinschaftsverfahren eine verlässliche Stütze in der Abwehr von Katastrophen ist.