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Neues Cyber-Allianz-Zentrum

München, 1. Juli 2013 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann und Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel haben heute das Cyber-Allianz-Zentrum beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz in München eröffnet.

Angriffsziel Server und Netze © Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverwarbeitung

Die Sicherheit im Internet ist ein Kernthema des 21. Jahrhunderts. Die Möglichkeiten der Spionage und Sabotage sind anonymer und für den Angreifer risikoloser geworden. Besonders gefährdet sind Unternehmen. Der Staat muss auch Schutz im Cyberraum gewähren. Das Cyber-Allianz-Zentrum ist ein ganz wesentlicher Meilenstein, diesen Schutzanspruch zu erfüllen. Es wird künftig als zentraler und kompetenter Ansprechpartner Unternehmen sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen bei der Prävention und Abwehr von Bedrohungen aus dem Netz unterstützen. Wenn es erforderlich ist, übernimmt das Cyber-Allianz-Zentrum auch die sehr wichtige Rolle des Vermittlers zu Ermittlungsbehörden, Justiz und Polizei.

Für die Ausgestaltung des Cyber-Allianz-Zentrums waren drei wesentliche Anliegen der Wirtschaft maßgebend:

  1. Klare Organisation
    Die Unternehmen müssen wissen, wer ihr Ansprechpartner beim Staat ist. Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel: "Das Cyber-Allianz-Zentrum ist der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen bei Cyberangriffen auf Unternehmen in Bayern und koordiniert die weiteren Schritte."
  2. Vertraulichkeit
    Vertraulichkeit ist aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen möglicher Angriffe ein zentrales Anliegen der befragten Unternehmen. Staatsminister Herrmann: "Wir betreten Neuland, indem wir den Verfassungsschutz mit dieser Aufgabe betrauen. Hier können wir die Vertraulichkeit am besten garantieren."
  3. Schnelle Rückmeldung
    Die Wirtschaft muss aus dem Kontakt zum Staat einen Mehrwert haben. Innenminister Joachim Herrmann: "Mit einer möglichst schnellen Rückmeldung ermöglichen wir den Unternehmen, die Gefahren einzuschätzen. Durch die Voranalyse von Angriffen im Landesamt für Verfassungsschutz und die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik können wir diesem Wunsch der Unternehmen nachkommen."
Startschuss für das Cyber-Allianz-Zentrum in München: Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel, Innenminister Joachim Herrmann und Dr. Burkhard Körner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz © Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz

Das Cyber-Allianz-Zentrum ist auch ein kompetenter staatlicher Ansprechpartner für die Betreiber kritischer Infrastrukturen. Staatsminister Herrmann erläutert: "Nehmen wir an, ein Unternehmen ist möglicherweise von einem gezielten Angriff betroffen. Der Sicherheitsbeauftragte wendet sich vertrauensvoll und vertraulich an das Cyber-Allianz-Zentrum.

Das Besondere daran ist: Die Ergebnisse unserer Analyse werden nicht nur gesammelt und intern weiterverarbeitet. Wir informieren auch andere, möglicherweise von einem Angriff betroffene Unternehmen aus der gleichen Branche. Sie erhalten die technischen Informationen zum Angriff um selbst agieren zu können - selbstverständlich in anonymisierter Form. Damit erzielen wir einen echten Mehrwert für eine Vielzahl von Unternehmen."