Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in München

München, 10. Juli 2013 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute Manfred Hölzlein die Kommunale Verdienstmedaille in Gold für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung verliehen. 23 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber geehrt.

Manfred Hölzlein (71), Bezirk Niederbayern

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Gold für Manfred Hölzlein
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Manfred Hölzlein ist seit 41 Jahren Mitglied des Stadtrats Landshut. Dem Bezirkstag Niederbayern gehört er seit 1974 an. 1998 wurde er einstimmig zum Präsidenten des Bezirkstags Niederbayern gewählt und ist heute der dienstälteste unter den bayerischen Bezirkstagspräsidenten. Seit 2003 bekleidet er zudem das Amt des Präsidenten des Verbands der bayerischen Bezirke. Manfred Hölzlein hat in dieser langen Zeit seines kommunalpolitischen Wirkens Hervorragendes geleistet. Er hat sich nie gescheut, schwierige Themen aktiv anzupacken. Er ist ein Politiker, der wegen seiner Geradlinigkeit, seiner Verlässlichkeit und seinem sicheren Gespür für das Machbare allseits hohes Vertrauen und  Ansehen genießt. Als Bezirkstagspräsidenten ist ihm eine möglichst gute stationäre und ambulante Versorgung der psychisch Kranken und Behinderten ein vorrangiges Anliegen. Für die Verbesserung der Lebensqualität dieser Menschen war er immer wieder Impulsgeber und Initiator. Konsequent hat er die Ausweitung der Frühversorgung von psychisch Kranken durch ambulante Dienste und die notwendige Nachsorge vorangetrieben. Neben der Erfüllung des  sozialen Auftrags der Bezirke gilt sein besonderer Einsatz dem Ausbau des regionalen Kulturangebots. Konsequent tritt er für eine sparsame Haushaltspolitik und eine möglichst geringe Belastung der umlagepflichtigen Landkreise und kreisfreien Städte ein. Als Präsident des Verbandes der bayerischen Bezirke vertritt Manfred Hölzlein die Interessen aller sieben bayerischen Bezirke. Diesen Spitzenverband repräsentiert er mit seiner großen kommunalpolitischen Erfahrung und im steten Bemühen um Ausgleich. Er hat entscheidend dazu beigetragen, die Position der Bezirke durch grundsätzliche Reformen erheblich zu verbessern. Akzente hat er durch seine geschickten Verhandlungen insbesondere beim Finanzausgleich und bei der Übertragung aller ambulanten Leistungen der Eingliederungshilfe auf die Bezirke gesetzt. Auf Gemeindeebene setzt sich Herr Hölzlein seit über vier Jahrzehnten mit herausragendem Engagement und hoher Kompetenz für die Belange der Stadt Landshut ein. Als langjähriger stellvertretender Fraktionsvorsitzender und dann als Fraktionsvorsitzender hat er viele wichtige Beschlüsse mitgetragen. Den Bau des städtischen Tunnels, der eine wesentliche Verkehrsentlastung für die historische Altstadt bedeutet, hat er stets befürwortet. Wichtig war ihm als ehemaligem Vorsitzenden und jetzigem Ehrenvorsitzenden der Spielvereinigung Landshut der Bau des Sportzentrums West. In all seinen Ämtern gilt seine besondere Fürsorge den sozial schwachen und bedürftigen Mitbürgern. Dieses soziale Engagement setzt er auch in zahlreichen ehrenamtlichen Organisationen fort.

Martin Bayerstorfer (47), Landkreis Erding

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Martin Bayerstorfer
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Landrat Martin Bayerstorfer vertritt seit 23 Jahren mit großem persönlichen Einsatz die Belange der Region Erding. Als erster Bürgermeister der Gemeinde Hohenpolding war er zwölf Jahre lang ein erfolgreicher Gestalter seiner Heimatgemeinde. Von den zahlreichen Maßnahmen, die in dieser Zeit initiiert und ausgeführt wurden, ist besonders die Mehrzweckhalle hervorzuheben. Sie wurde für ihre ökologische Bauweise mit einem Architekturpreis ausgezeichnet und ist zum kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde geworden. Der Verein „Nachbarschafts- und Haushaltshilfe“, den Martin Bayerstorfer unter der Trägerschaft der Gemeinde ins Leben gerufen hat, trägt bis heute zum guten bürgerlichen Miteinander im Ort bei. 1996 bis 1998 gehörte Martin Bayerstorfer als Abgeordneter dem Bayerischen Landtag an und konnte hier politische Erfahrungen über die Landkreisgrenzen hinaus sammeln. Als Landrat des Landkreises Erding setzte er anschließend in dieser durch die Nähe des Flughafens bedingten Wachstumsregion Schwerpunkte insbesondere in den Bereichen Verkehr, Bildung und Energie. Die geplante Nordumfahrung Erding geht auf seine Initiative zurück. Nachdrücklich setzt er sich für den Bahnausbau Markt Schwaben - Mühldorf und den S-Bahn-Ringschluss zum Flughafen ein. Auf schulischem Gebiet konnte mit zahlreichen Neu- und Erweiterungsbauten das Bildungsangebot im Landkreis erheblich gesteigert werden. Das wegweisende Geothermie-Projekt in Erding und der Neubau der Fach- und Berufsoberschule im Passivhausstandard sind Beispiele für eine gelungene Umsetzung des Klimaschutzes. Ein ganz besonderes Anliegen ist Herrn Bayerstorfer seit jeher das Thema Musik und Musikausbildung. Auch in seiner Funktion als Präsident des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen wirbt er mit großem persönlichen Einsatz dafür, dass in Bayern Musikschulangebote flächendeckend ausgebaut werden.

Manfred Becker (78), Landkreis Erding

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Manfred Becker
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Manfred Becker ist seit 1972 Mitglied des Kreistags Erding. Obwohl er im Jahr 1986 eine berufliche Tätigkeit mit erheblicher Belastung außerhalb des Landkreises aufnahm, engagierte er sich weiterhin im Kreistag. Mehr als drei Jahrzehnte bestimmte er als Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Kreisausschusses die Kreispolitik an entscheidender Stelle mit. Der Zweckverband für Geowärme Erding, für den er seit dessen Gründung als Verbandsrat tätig ist, und die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Erding sind Beispiele für wichtige Vorhaben, die Herr Becker mit auf den Weg gebracht hat. Aufgrund seines fachlichen Wissens und seiner politischen Erfahrung wurde er als Verwaltungsrat zahlreicher Zweckverbände berufen. Mit großem Einsatz engagiert sich Herr Becker seit vielen Jahren im kulturellen Bereich. Lange Jahre gehörte er dem Vorprüfungsgremium für den Kulturpreis des Landkreises Erding an, einer Auszeichnung, die auf sein Betreiben hin ins Leben gerufen wurde. Sein besonderes Engagement gilt dem Orchester „Klassische Philharmonie Erding“, das einen wichtigen kulturellen Akzent im Landkreis setzt. Als Gründer und Vorsitzender des dafür geschaffenen Fördervereins gelingt es Herrn Becker immer wieder Sponsoren für die Konzerte zu gewinnen und den Bestand des Orchesters zu sichern.

Helmut Böller (71), Lindenberg i.Allgäu

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Helmut Böller
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Helmut Böller engagiert sich seit 41 Jahren mit großem persönlichen Einsatz für die kommunalpolitischen Belange der Stadt Lindenberg. 21 Jahre lang hat er die verantwortungsvolle Aufgabe des Fraktionssprechers übernommen. Sechs Jahre gestaltete er als dritter Bürgermeister die Stadtpolitik an verantwortlicher Stelle mit. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er im sozialen Bereich. Wichtige Anliegen sind ihm dabei die Fragen des sozialen Wohnungsbaus und der Kinderbetreuung. Als Sportreferent übernahm der die Funktion eines wichtigen Bindeglieds zwischen der Stadt und den zahlreichen Vereinen in Lindenberg. Im Kreistag Lindau setzt sich Herr Böller seit 17 Jahren auch über die Grenzen der Stadt hinaus verantwortungsvoll für die Region und ihre Bürgerinnen und Bürger ein. Als Fraktionsvorsitzender gestaltet er die Kreispolitik entscheidend mit und vertritt im Kreisausschuss, im Haushaltsausschuss und im Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung engagiert die Interessen seiner Heimat. Im Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten und im Aufsichtsrat der Kreis-Wohnbau-GmbH ist er ein geschätztes Mitglied.

Josef Fischer (72), Stadt Bad Wörishofen

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Josef Fischer
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Josef Fischer bringt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit vorbildlichem Engagement für die Belange der ehemaligen Gemeinde Kirchdorf und der Stadt Bad Wörishofen ein. Seit 35 Jahren wirkt er als Referent in den verschiedensten Ausschüssen. Als zweiter Bürgermeister gestaltet seit 11 Jahren das Bild der Stadt entscheidend mit. Besonders setzte er sich für den Bau der Autobahn München – Lindau ein und führte einen Großteil der notwendigen Grundstücksverhandlungen. Auch die Flurbereinigung hat er maßgeblich begleitet. Die Belange der Jugendlichen und junger Familien sind ihm ein großes Anliegen. Besonders hat er sich dafür eingesetzt, dass jungen Familien günstiges Bauland zur Verfügung gestellt wird, um ihnen den Verbleib  am Ort zu ermöglichen. Bei den Besuchen von Altersjubilaren, die er in Vertretung des ersten Bürgermeisters wahrnimmt, zeichnete er sich in besonderem Maß durch seine menschliche Zuwendung aus. Die Vereine des Ortsteils Kirchdorf, denen er allen als Mitglied angehört, unterstützt er nach Kräften und trägt damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Josef Fischer ist wegen seiner stets verlässlichen, ehrlichen und humorvollen  Art allseits geschätzt.

Altbürgermeister Hans Gschwendtner (67), Stadt Vilshofen an der Donau

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Altbürgermeister Hans Gschwendtner
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Hans Gschwendtner stellt sich seit 41 Jahren in den Dienst der kommunalen Selbstverwaltung. Als Mitglied des Stadtrats, zweiter Bürgermeister und 18 Jahre als erster Bürgermeister hat er bis zum Jahr 2008 die Entwicklung der Stadt Vilshofen entscheidend geprägt. Eine parteiübergreifende Zusammenarbeit war für ihn eine wichtige Grundlage seiner erfolgreichen Amtsführung. In besonderem Maße hat er sich dafür eingesetzt, Arbeitsplätze vor Ort bereit zu stellen; mit der Ausweisung von 30 Hektar Industrie- und Gewerbegebieten konnte er hierfür die Voraussetzungen schaffen. Wichtige Anliegen waren ihm Städtebausanierung und Denkmalschutz. Die Sanierung der Vilshofener Altstadt und der Umbau des Rathauses sind hierfür gelungene Beispiele. Von seinem großen Engagement für den Natur- und Umweltschutz zeugen die Ausweisung des Vilstals als Naturschutzgebiet und die Umsetzung des Projekts „Lebendige Vils“. Auch auf kulturellem Gebiet hat Herr Gschwendtner Akzente gesetzt. Zahlreichen innovativen künstlerischen Projekten hat er im Atrium am Gymnasium und in der Stadtturm- und Rathausgalerie Raum gegeben. Die Veranstaltungsreihe Skulpturenpark „Kunst in der Altstadt“ hat er durch Ankäufe der Stadt tatkräftig unterstützt. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt setzt Hans Gschwendtner sein verdienstvolles Wirken im Kreistag Passau fort, dem er seit 17 Jahren angehört.

Manfred Herrle (76), Gemeinde Emmerting

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Manfred Herrle
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Manfred Herrle gehörte 42 Jahre dem Gemeinderat Emmerting an. Als zweiter Bürgermeister gestaltete er die Gemeindepolitik 36 Jahre lang maßgeblich mit. Mehr als drei Jahrzehnte führte er den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss. Während seiner Mandatszeit verzeichnete die Gemeinde eine aufstrebende Siedlungstätigkeit, die zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen erforderlich machte, vom Straßen- und Kanalbau bis hin zum Neubau von Kindergarten und Schulhaus. Bei all diesen Investitionen hatte für Herrn Herrle ein ausgeglichener Gemeindehaushalt hohe Priorität. Große Bedeutung hat er dem Sport und insbesondere dem Schulsport beigemessen. Der Bau einer Turnhalle und der Ausbau des Sportgebäudes gehen auf seine Initiative zurück. Durch seine berufliche Tätigkeit als Schulrektor war ihm eine gute schulische Bildung ein ganz besonderes Anliegen. Deshalb hat er den Erweiterungsbau der Grund- und Hauptschule nachhaltig gefördert und sich mit großem persönlichen Engagement für eine gute Ausstattung der Einrichtung eingesetzt. Der Erforschung der Geschichte seiner Heimat galt seit jeher sein besonderes Interesse. Als Mitautor eines Heimatbuches ist er in jüngster Zeit für Beiträge zur Emmertinger Ortsgeschichte verantwortlich. Mit der Theatergruppe, die er in den 90er-Jahren als Spielleiter wiederbelebt hat, und durch seine Mitwirkung in verschiedenen Musikgruppen hat er wesentlich zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde beigetragen.

Thomas Karmasin (50), Landkreis Fürstenfeldbruck

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Thomas Karmasin
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Thomas Karmasin gestaltet seit 17 Jahren als Landrat maßgeblich die Geschicke des Landkreises Fürstenfeldbruck. Mit seiner verantwortungsvollen und innovativen Amtsführung hat er wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung dieses Landkreises, der durch seine einerseits ländliche andererseits städtische Ausrichtung besondere Herausforderungen birgt. Hohen Stellenwert hat für Landrat Karmasin die Bildungspolitik. Der Landkreis bietet in insgesamt 17 Schulen über 16.000 Schülern und über 1.000 Lehrern Lernort und Arbeitsplatz. Für das zusammen mit dem Freistaat Bayern errichtete „Grüne Zentrum“, in dem Kompetenzen rund um die Land- und Forstwirtschaft gebündelt sind, konnte der Landkreis 2011 mit der Eröffnung der neuen Landwirtschaftsschule Puch den ersten Baustein setzen. Als Modelllandkreis für die Agenda 21 in Bayern hat Fürstenfeldbruck ein Leitbild mit zukunftsweisenden Zielen und Konzepten erarbeitet. Von Anfang an war Landrat Karmasin eine effiziente und bürgerorientierte Landkreisverwaltung wichtig; auf seine Initiative erfolgten eine grundlegende Umstrukturierung und die Einrichtung des ersten Bürgerservicezentrums in Bayern. Eine weitere Vorreiterrolle hat der Landkreis unter seiner Regie mit der flächendeckenden Einführung eines mit dem Bayerischen Nahverkehrspreis ausgezeichneten Anrufsammeltaxisystems übernommen, das mittlerweile jährlich von etwa 80.000 Fahrgästen in Anspruch genommen wird. Die Förderung des Betriebs von vier Tafeln für Bedürftige, das Besuchsprogramm „Wellcome“ und das Projekt „Willkommen im Leben“ für junge Familien und Eltern sind Beispiele für die Initiativen von Herrn Karmasin auf sozialem Gebiet. Die vom Landkreis und der Bürgerstiftung ins Leben gerufenen Schülerstreitschlichterprojekte sind ihm ein ganz persönliches Anliegen. Auch überörtlich vertritt Landrat Karmasin engagiert die Belange der Kommunen im Bayerischen und Deutschen Landkreistag und im Kongress der Gemeinden und Regionen Europas im Europarat.

Urban Kiener (73), Gemeinde Emmering

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Urban Kiener
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Urban Kiener kann auf ein 47jähriges Wirken als Mit-glied des Gemeinderats Emmering zurückblicken. 1966 wurde er als damals jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt und gehört diesem Gremium seiner Heimatgemeinde noch immer als mittlerweile dienstältestes Mitglied an. In dieser langen Zeit hat er viele Projekte engagiert mitgetragen und die Gemeinderatsarbeit mit seiner stets humorvollen Art bereichert. Aufgrund seiner beruflichen Kompetenz als Bauleiter konnte er im Bauausschuss entscheidende Akzente bei der Vorplanung für ein Sport- und Bürgerzentrum setzen, die in das heutige Bürgerhaus und die Freisportanlage eingeflossen sind. Als aktivem Sportler gilt allen Fragen rund um den Sport sein besonderes Interesse. Neben seinem Engagement als Sportreferent gleich zu Beginn seiner Gemeinderatszeit hat er sich in besonderem Maße als Kreisjugendleiter im Bayerischen Landessportverband ehrenamtlich eingebracht. Im Sonderausschuss für Kulturarbeit im ländlichen Raum und als Kulturreferent der Gemeinde hat er dem kulturellen Leben neue Impulse gegeben. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei die St. Georgskapelle in Gut Roggenstein, für die er auch als Mitglied des Vereins zur Erhaltung der Kapelle enormen ehrenamtlichen Einsatz leistet. Die lange Zugehörigkeit zum Gemeinderat Emmering von nahezu fünf Jahrzehnten ist Ausdruck des großen Vertrauens, das ihm die Bürgerinnen und Bürger entgegenbringen.

Anton Knapp (58), Markt Gaimersheim

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Anton Knapp
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Anton Knapp ist seit 35 Jahren kommunalpolitisch aktiv. Erste Erfahrungen erwarb er als Mitglied des Marktgemeinderats Gaimersheim. Nach sechs Jahren wurde er als erster Bürgermeister an die Spitze des Marktes gewählt. In den 24 Jahren seiner Amtszeit hat er wichtige Weichen gestellt für die Entwicklung der Marktgemeinde zu einem attraktiven Wohnort und einem prosperierenden Wirtschaftsstandort. Mit der Erweiterung der Gewerbe- und Wohngebiete, dem Ausbau einer hervorragenden Infrastruktur und der Einbindung des Marktes in das Ingolstädter Stadtbusverkehrsnetz wurden gute Voraussetzungen für eine Ansiedlung sowohl von Betrieben als auch von Neubürgern geschaffen. Bei allen Baumaßnahmen legte Anton Knapp großen Wert auf hohe Energieeffizienz und eine umweltschonende Bauweise. Seit dem Jahr 2008 ist Anton Knapp Landrat des Landkreises Eichstätt. Unter seiner kompetenten Füh-rung ist es gelungen, im Landkreis den Spagat zwischen sinnvollen zukunftsweisenden Investitionen und einem ausgeglichenen Haushalt zu realisieren. Anton Knapps Schwerpunktthemen sind Gesundheit und Bildung. Durch einen überregionalen Zusammenschluss von Kliniken konnte auf Initiative von Landrat Knapp die stationäre Krankenversorgung auf lange Sicht sichergestellt werden. Intensiv ist er für Investitionen in die Bildungseinrichtungen eingetreten. Sein besonderer Einsatz galt der Errichtung eines neuen Gymnasiums in Gaimersheim, mit dem eine Versorgungslücke im südlichen und östlichen Landkreis geschlossen werden konnte. Nachdrücklich setzt sich der Landrat für den Fremdenverkehr ein, dessen Attraktivität er mit dem Umbau des Informa-tionszentrums Naturpark Altmühltal zu einem modernen Service-Center, mit dem Ausbau des Radwegenetzes und mit dem Neubau eines gut ausgestatteten Zeltplatzes steigern konnte.

Albert Lex (75), Markt Gangkofen

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Albert Lex
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Albert Lex engagierte sich über vier Jahrzehnte auf Gemeinde- und Landkreisebene in der Kommunalpolitik. Als zweiter Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Obertrennbach und nach der Gebietsreform des Marktes Gangkofen gestaltete er 15 Jahre die Gemeindepolitik maßgeblich mit. In den Jahren der Gebietsreform galt es, die eingegliederten sechs Gemeinden und drei Gemeindeteile zu integrieren und den Zusammenhalt untereinander zu stärken. Albert Lex war dabei eine tragende und verbindende Persönlichkeit zwischen Gremienarbeit und der Bevölkerung. Am Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen und der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen der kommunalen Daseinsvorsorge hatte er wesentlichen Anteil. Die Errichtung eines neuen Bauhofes, die Aufstellung neuer Konzepte zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie die Zusammenführung der Schulstandorte im Schulzentrum Gangkofen sind Beispiele für Projekte, an denen Albert Lex maßgeblich mitgewirkt hat. Engagiert begleitet hat er auch die Ortskernsanierung Gangkofen und die Dorferneuerung in vier Ortsteilen.Auf Kreisebene hat sich Albert Lex vorbildlich dafür eingesetzt, den durch die Landkreisreform neu gebildeten Landkreis Rottal-Inn zu gestalten. Mehr als drei Jahrzehnte wirkte er als Mitglied und Stellvertreter im Kreisausschuss an allen wichtigen Entscheidungen des Landkreises mit. Als langjährigem Mitglied des Krankenhausausschusses waren ihm Fragen rund um die Gesundheitsvorsorge besonders wichtig.

Klaus Peter Noll (76), Stadt Neu-Ulm

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Klaus Peter Noll
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Peter Noll gehört seit 41 Jahren dem Stadtrat Neu-Ulm an. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender gestaltet er die Stadtpolitik maßgeblich mit. Er ist ein kompetenter Ansprechpartner und gefragter Mittler zwischen Bürgerschaft, Stadtrat und Verwaltung, der über alle Parteigrenzen hinweg Respekt und Anerkennung für sein kommunalpolitisches Wirken genießt. Kompetent und bürgernah hat er viele städtische Maßnahmen und Projekte kritisch, aber immer sachbezogen begleitet. Am Gelingen der Landesgartenschau in Neu-Ulm war er als Mitglied im Aufsichtsrat beteiligt. Ein besonderes Anliegen sind ihm die Belange des Stadtteils Ludwigfeld. Peter Noll ist ein starker Verfechter der Straßenbahn für Neu Ulm und tritt insbesondere für die Verbesserung des Nahverkehrs durch die Weiterführung einer Linie nach Ludwigsfeld ein. Die Reduzierung des Geschosswohnungsbaus zugunsten von Einfamilienhäusern in einem neugeplanten Baugebiet geht auf seine Initiative zurück. Auch als Vorsitzender des örtlichen Rechnungsprüfungsausschusses vertritt Herr Noll nachdrücklich die Interessen der Stadt. Durch seine Mitgliedschaft in zahlreichen örtlichen Vereinen trägt er zum gesellschaftlichen Miteinander bei.

Michael Pelzer (66), Gemeinde Weyarn

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Michael Pelzer
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Michael Pelzer vertritt seit 41 Jahren sachkundig und engagiert die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung auf Gemeinde- und Kreisebene. Als erster Bürgermeister ist er seit 23 Jahren ein engagierter Gestalter der Gemeinde Weyarn. In seiner Amtszeit entwickelte sich eine Bürgerbeteiligungskultur, die sich in zahlreichen Arbeitskreisen mit einem hohen ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger zeigt. Dadurch wurde ein vorbildliches Dorferneuerungsprogramm ins Leben gerufen. Viele kleine und mittelständische Firmen haben sich angesiedelt. Die Belebung der Ortsmitte wurde durch Zusammenarbeit mit einer Firma vertraglich vereinbart. Beispielhaft ist die Bodenpolitik der Gemeinde, die bezahlbaren Wohnraum für junge Familien sichert. Mit der Resäkularisierung des Augustiner-Chorherrenstifts konnte die Klostertradition Weyarns wieder aufleben. Vorreiter war die Gemeinde auch im Bereich der Doppik, als sie als eine der ersten Gemeinden eine geprüfte Eröffnungsbilanz vorgelegt hat. Im Kreistag Miesbach engagiert sich Michael Pelzer seit 35 Jahren und fungierte dort 24 Jahre als Fraktionsvorsitzender. Vier Jahre hat er als Vertreter des erkrankten Landrats als Aufsichtsratsvorsitzender die Verantwortung für die Betriebe des Landkreises übernommen. Michael Pelzer ist Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen und informiert in seiner umfangreichen Vortragstätigkeit über das Modell der Bürgerbeteiligung einer Gemeinde. Seine Gemeinde wurde für ihre Beteiligungskultur mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

Jürgen Reichert (61), Bezirk Schwaben

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Jürgen Reichert
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Jürgen Reichert hat sich in seiner 23 jährigen Tätigkeit auf Stadt-, Landkreis- und Bezirksebene verdienstvoll für die Belange der kommunalen Selbstverwaltung engagiert. Sein besonderes Augenmerk gilt der Jugendhilfe. Aufgrund seiner fachlichen Kompetenz als Geschäftsführer der Katholischen Waisenhausstiftung und Leiter des St. Gregor-Heimes qualifizierte er sich als stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Augsburg. 2003 wählte ihn der Bezirkstag aus seiner Mitte zum neuen Bezirkstagspräsidenten. In diesem Amt ist ihm die soziale Sicherung von Pflegebedürftigen, Behinderten und psychisch Kranken in stationären Einrichtungen ein wichtiges Anliegen. Maßgeblich trug er zu einer grundlegenden Umstrukturierung der schwäbischen Bezirkskrankenhauslandschaft bei. Mit der notwendigen Sanierung des Bezirkshaushaltes und der lange geforderten Senkung der Bezirksumlage hat er sich Anerkennung über die Parteigrenzen erworben. Zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden und Einrichtungsträgern ist es ihm gelungen, eine gemeinsame und angemessene Sozialplanung für Schwaben voranzutreiben. Neben seinem sozialen Engagement galt sein Augenmerk stets der Pflege der regionalen Kultur. Jürgen Reichert trug durch sein engagiertes Wirken maßgeblich dazu bei, dass sich im Bezirk Schwaben ein lebendiges, soziales und der Region verbundenes Gemeinschaftsleben entwickeln konnte.

Evelyn Richter (71), Stadt Germering

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Evelyn Richter
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Evelyn Richter gehörte 24 Jahre dem Stadtrat Germering an und gestaltete dort als dritte und zuletzt als zweite Bürgermeisterin die Stadtpolitik an entscheidender Stelle mit. Sachkundig hat sie das Verfahren zur Erhebung Germerings zur Großen Kreisstadt unterstützt und begleitet. Der Stadtentwicklung galt ihr besonderes Interesse, daher war sie im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss besonders engagiert. Maßgeblich war sie auch in die Gründung von Gesellschaften mit städtischer Beteiligung in den Bereichen Wohnungsbau, Strom und Gas eingebunden. Seit nahezu drei Jahrzehnten vertritt Frau Richter als Mitglied im Kreistag Fürstenfeldbruck die Belange der gesamten Region. Als Mitglied des Kreisausschusses und als Fraktionssprecherin hat sie maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Landkreises. Frau Richter zeichnet sich in ihrem kommunalpolitischen Handeln in besonderem Maße durch ihre Fähigkeit aus, sowohl klare politische Linien zu verfolgen als auch über alle Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit und Kompromisse zu fördern.

Gabriele Riehl (68), Gemeinde Eichenau

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Gabriele Riehl
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Gabriele Riehl vertritt seit 35 Jahren als Mitglied des Gemeinderats Eichenau tatkräftig und sachkundig die Belange Ihrer Heimatgemeinde. Als Jugendreferentin war sie 12 Jahre lang engagierte Fürsprecherin und Vermittlerin für die junge Generation. Auch als Referen-tin für Sozialdienste und als Schul- und Partnerschafts-referentin vertrat sie gemäß ihrer sozialen und menschlichen Überzeugung die Belange der Gemeinde. Als zunächst dritte und seit 15 Jahren als zweite Bürgermeisterin bestimmt sie die Gemeindepolitik an verantwortlicher Stelle mit. Neben ihren persönlichen Schwerpunkthemen in den Bereichen Jugend, Schule und Soziales unterstützt sie den ersten Bürgermeister und die Verwaltung stets kompetent und zuverlässig. Während der Vertretungszeiten sorgt sie vorbildlich für die not-wendige Kontinuität und steuert dann aktiv und eigen-verantwortlich die Geschicke der Gemeinde. Für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hat Frau Riehl stets ein offenes Ohr und hilft bei der Lösung von Problemen nach Kräften. Als Vertreterin der Gemeinde engagiert sie sich für die örtliche Tafel und bringt sich dort persönlich ein.

Alfons Schießwohl (71), Gemeinde Parkstetten

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Alfons Schießwohl
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Alfons Schießwohl war 28 Jahre Mitglied des Gemeinderats Parkstetten. 12 Jahre stand er als erster Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde. Zu Beginn seiner Gemeinderatszeit hat sich Herr Schießwohl tatkräftig für den Bau eines gemeindlichen Kindergartens eingesetzt. Die Angelegenheiten dieses Kindergartens, gleich ob es sich um dessen Personalsituation oder seine Ausstattung handelte, hat er zum Wohl der Kinder stets nachdrücklich unterstützt. In seiner Amtszeit als erster Bürgermeister brachte er wichtige Großprojekte auf den Weg, wie etwa den Bau eines mittlerweile weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Sportzentrums und den Neubau einer staatlich geförderten Mehrzweckhalle, die sowohl dem Schulsport als auch gesellschaftlichen Veranstaltungen Raum bietet. Auf seine Initiative geht auch der Bau des Feuerwehr- und Schützenhauses Reibersdorf zurück. Nach langen Verhandlungen konnte zudem der lange umstrittene Ausbau einer Kreuzung zum Kreisverkehr verwirklicht werden. Besonders wichtig war Herrn Schießwohl, dass der Schulstandort Parkstetten erhalten blieb. Alfons Schießwohl hat sein Mandat mit großer Bürgernähe, hoher Sachkunde und reicher Erfahrung ausgeübt. Benachteiligte und Behinderte hatten in ihm stets einen starken Fürsprecher.

Konrad Sedlmeier (70), Gemeinde Lohkirchen

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Konrad Sedlmeier
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Konrad Sedlmeier bringt sich seit 41 Jahren in bemerkenswerter Weise für Lohkirchen ein. 1990 wählten ihn die Bürgerinnen und Bürger an die Spitze der Gemeinde. In dieser Zeit konnten in Lohkirchen wichtige Baumaßnahmen verwirklicht werden, wie etwa der Bau des Kindergartens, des Gemeindesaales und des Bauhofs. Durch den Ausbau der Wasserversorgung und den Teilausbau der Abwasserbeseitigung steht der Gemeinde eine gute Infrastruktur zu Verfügung. Die Verkehrssicherheit wurde verbessert, indem Geh- und Radwege errichtet wurden. Neue umsichtig geplante Baugebiete ermöglichen vor allem Familien die Ansiedlung. Viele dieser Maßnahmen waren nur möglich, weil ein Großteil der Arbeiten ehrenamtlich und in Eigenleistung erbracht wurde. Bürgermeister Sedlmeier geht dabei tatkräftig voran und legt selbst Hand an. Damit spornt er die Bürgerinnen und Bürger und die örtlichen Vereine zur Mitarbeit an. Mit seinem großen persönlichen Engagement und seiner zupackenden Art hat Konrad Sedlmeier viel für seine kleine Gemeinde erreicht.

Otto Seiler (74), Gemeinde Bibertal

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Otto Seiler
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Otto Seiler engagiert sich seit mehr als vier Jahrzehnten für das Gemeinwohl seiner Heimatregion. Seine kommunalpolitische Tätigkeit nahm er 1972 als Mitglied der damals noch selbständigen Gemeinde Echlishausen auf. Seit der Gemeindegebietsreform gestaltet er zunächst als dritter, dann als zweiter Bürgermeister die Entwicklung der Gemeinde Bibertal an verantwortlicher Stelle mit und unterstützt den ersten Bürgermeister nach Kräften. In dieser langen Zeit war und ist er Impuls- und Ideengeber für zahlreiche Projekte, die das Gemeinschaftsleben bereichert haben. Als Friedhofsreferent hat er für die sechs Friedhöfe dieser Flächengemeinde neue Gestaltungsideen entwickelt und insbesondere die Einführung von Urnenstelen maßgeblich begleitet. Um die Gemeinde für Einheimische und Gäste attraktiver zu gestalten, hat Herr Seiler zwei Wanderwege und einen Radweg initiiert, um deren Beschilderung er sich persönlich kümmert. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Hochwasserschutz in der Gemeinde. Als Anwohner am Biberkanal überwacht er den Wasserstand und alarmiert bei Bedarf frühzeitig die zuständigen Stellen. Im Historischen Verein Bibertal, zu dessen Gründungsmitgliedern Otto Seiler gehört, setzt er sich nachdrücklich für den Erhalt der Bibertaler Ortsteilgeschichte ein, die er auch in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Besonders am Herzen liegt ihm das Vereinsleben, an dem er selbst durch die Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen regen Anteil nimmt.

Reinhold Sontheimer (63), Gemeinde Schwangau

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Reinhold Sontheimer
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Reinhold Sontheimer gestaltet seit 23 Jahren als erster Bürgermeister mit Nachdruck und Überzeugungskraft maßgeblich die positive Entwicklung der Gemeinde Schwangau. Ein Hauptaugenmerk legt er darauf, in der als heilklimatischer Kurort anerkannten Gemeinde das Fremdenverkehrsangebot attraktiv zu halten und weiter zu entwickeln. Beispielhaft kann hierfür die Tourist-Informationsstelle in Hohenschwangau, das Museum der bayerischen Könige oder die Sommerrodelbahn ge-nannt werden. Durch geschickte Verhandlung ist es Bürgermeister Sontheimer gelungen, das defizitäre ge-meindliche Freibad durch Verkauf und Umwandlung in eine Therme überregional zu nutzen. Mit der Auswei-sung von Baugebieten, dem Erhalt und der Sanierung der Grundschule sowie mit dem ersten Kneipp-Kindergarten in Bayern wurde für die Einwohner Schwangaus die Attraktivität ihrer Heimatgemeinde weiter verbessert. In besonderem Maße unterstützt Herr Sontheimer die örtlichen Vereine. So hat er das alte Feuerwehrhaus nach seinem Umbau dem Musik-verein und dem Gebirgstrachten- und Heimatverein zur kostenlosen Nutzung als Vereinsheim überlassen. Als Mitglied des Kreistags Ostallgäu setzt sich Herr Sontheimer seit 23 Jahren auch über die Grenzen der Gemeinde Schwangau hinaus verantwortungsvoll für die Region ein. Als stellvertretender Landrat hat er 12 Jahre lang besondere Verantwortung übernommen. Herr Sontheimer ist ein Politiker, der wegen seiner offenen, kollegialen und freundlichen Art allseits geschätzt wird.

Altbürgermeister Georg Stadler (70), Gemeinde Eging a. See

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Altbürgermeister Georg Stadler
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Georg Stadler hat sich mehr als drei Jahrzehnte mit ganzer Kraft für das Wohl seiner Heimatgemeinde eingesetzt. Als erster Bürgermeister hat er die Geschicke der Gemeinde mit großem Gespür für das Notwendige und Machbare gelenkt und sie in ihrer Entwicklung entscheidend vorangebracht. Für die Belange und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hatte er dabei stets ein offenes Ohr. Zu seinen herausragenden Verdiensten zählen insbesondere die Schaffung eines neuen Industrie- und Gewerbegebietes, der Neubau einer Kläranlage und die Errichtung eines Feuerwehrzentrums. Mit Maßnahmen zur Ortskernsanierung und zur Dorferneuerung konnte er das heutige Gesicht der Gemeinde gestalten und prägen. Eine zukunftsfähige Schullandschaft erhielt die Gemeinde durch den Neubau der Grundschule und die Generalsanierung des Hauptschulgebäudes. Hohen Stellenwert hatte für Herrn Stadler die Kulturarbeit. Dies spiegelt sich auch am frühzeitigen Beitritt der Gemeinde zur Kreismusikschule wieder. Eine gute und harmonische Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen war ihm ein großes Anliegen.

Maria Stelzl (62), Stadt Straubing

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Maria Stelzl
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Maria Stelzl hat in den vergangenen 35 Jahren mit ihrer sachbezogenen Arbeit die Kommunalpolitik der Stadt Straubing an verantwortlicher Stelle mitgetragen und mitgeprägt. Als zweite Bürgermeisterin vertritt sie den Oberbürgermeister bei zahlreichen Repräsentationsterminen und bei der Wahrnehmung vieler kommunaler Aufgaben. Einen Schwerpunkt ihrer kommunalpolitischen Arbeit bildet die Kulturarbeit. Die kulturell tätigen Vereine und Organisationen in Straubing haben in ihr eine große Fürsprecherin. Als Vorsitzende des Kulturausschusses sorgt sie immer wieder für entsprechende Akzente in der Stadt. Kunst und Kultur in der Region fördert sie auch im Zweckverband Landestheater Niederbayern und im Kuratorium einer Stiftung. Ebenfalls wichtig ist ihr der Bereich des Sports. Als Vorsitzende des Sportausschusses konnte sie die Sportvereine in der Stadt maßgeblich unterstützen. Wesentlich hat sie daran mitgewirkt, dass Straubing über eine sehr gute Sportinfrastruktur verfügt. In ihrer jahrzehntelangen Mitarbeit im Festausschuss und im Aufsichtsrat der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungsgesellschaft hat sie sich besondere Verdienste um das berühmte Gäubodenvolksfest und die Ostbayernschau erworben.

Peter Volkmer (68), Stadt Deggendorf

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Peter Volkmer
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Peter Volkmer stellt sich seit 41 Jahren als Stadtrat in den Dienst der Stadt Deggendorf. Als zweiter Bürgermeister bestimmt er die Stadtpolitik an entscheidender Stelle mit. Er hat viele Projekte und Maßnahmen mitgetragen, die für die Entwicklung der Stadt wichtig und notwendig waren. Hervorzuheben ist die Sanierung der Altstadt mit gleichzeitiger Umgestaltung der Innenstadt. Hier wurden moderner Wohn- und Gewerberaum geschaffen und zwei zentral gelegene Tiefgaragen errichtet. Mit dem Bau der B11 neu konnte die Innenstadt vom Verkehr entlastet werden. Kultur und Sport haben mit der Errichtung des Kulturviertels und dem Bau eines Sportzentrums mit Eishalle sowie eines Ganzjahresschwimmbades eine enorme Aufwertung erfahren. Die Errichtung eines Schulzentrums sowie der Technischen Hochschule Deggendorf sind Beispiele für die positive Weiterentwicklung auf schulischem Gebiet. Auch die Städtepartnerschaften mit Städten in Österreich und Tschechien fanden seine Unterstützung. Herr Volkmer verfügt über ein umfangreiches Wissen über die Stadt und ihre Geschichte und ist nicht nur bei den Deggendorfer Vereinen und Organisationen ein gern gesehener Vertreter der Stadt. Er ist ein Kommunalpolitiker, der sein Amt sachlich und zielgerichtet ausübt und allseits geschätzt und geachtet wird.

Karl-Heinz Wagner (66), Stadt Gersthofen

Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille am 10. Juli 2013 in München: Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Karl-Heinz Wagner
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotograf: Jakob Ganslmeier

Karl-Heinz Wagner setzt sich seit mehr als vier Jahrzehnten auf allen drei Ebenen der kommunalen Selbstverwaltung ein. Die Geschicke der Stadt Gersthofen gestaltet er als Mitglied des Stadtrats, dritter und zweiter Bürgermeister über einen Zeitraum von 41 Jahren an verantwortlicher Stelle mit. Gersthofen hat sich in dieser Zeit zu einem Wirtschaftsstandort entwickelt, der aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung und seiner modernen Infrastruktur Unternehmen beste Voraussetzungen zur Ansiedlung bietet. Mehr als drei Jahrzehnte ist das Engagement von Herrn Wagner besonders im Kreisausschuss und im Sportbeirat des Kreistags Augsburg geschätzt. Als Mitglied des TSV Gersthofen, den er 26 Jahre als Präsident leitete, sind ihm alle Fragen rund um den Breitensport besondere Anliegen auf Gemeinde- und Kreisebene. Im Bezirkstag Schwaben ist er seit 15 Jahren Mitglied. Hier widmet er sich ganz besonders der Entwicklung der psychiatrischen Einrichtungen, insbesondere dem Aufbau des gemeindepsychiatrischen und gerontopsychiatrischen Dienstes für die Region Augsburg. Ein weiteres Augenmerk richtet Herr Wagner auf die regionale Kulturpflege. Beispielhaft sind hierfür die Einrichtung des Schwäbischen Volkskundemuseums im Kloster Oberschönenfeld und die Unterbringung der schwäbischen Zentrale der Denkmalpflege und der Schule für Dorf- und Landentwicklung im Kloster Thierhaupten zu nennen. Seine Schwerpunktthemen vertritt Herr Wagner auch auf der Ebene des Verbandes der Bayerischen Bezirke in den Fachausschüssen für Psychiatrie sowie für Kultur- und Heimatpflege.

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