Pinakothek der Moderne gewinnt Energiepreis

Berlin, 26. November 2013 (stmi). Energiespar-Contracting bei der Pinakothek der Moderne - für dieses Projekt wurde die Bayerische Staatsbauverwaltung beim bundesweiten Wettbewerb „Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen - Gute Beispiele 2013“ ausgezeichnet.

Preisverleihung des Wettbewerbs „Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen – Gute Beispiele 2013“ am 26. November 2013 in Berlin: Detlef Dauke, Abteilungsleiter Energiepolitik, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Ministerialdirigent Friedrich Geiger, Abteilungsleiter Staatlicher Hochbau der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, Baudirektor Peter Kalmer, Leiter der Contracting-Leitstelle an der Regierung von Mittelfranken, Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin Energiesysteme und Energiedienstleistungen, Deutsche Energie-Agentur (von links nach rechts)
© Deutsche Energie-Agentur (dena)

Der Wettbewerb wird regelmäßig von der Deutschen Energie-Agentur (dena) ausgerichtet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Er ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 25.000 Euro dotiert. Teilnehmen konnten Gemeinden, Städte, Landkreise, Landes- und Bundesbehörden, aber auch kommunale, landes- und bundeseigene Unternehmen. Die Auswahlkriterien zielten auf innovative und vorbildliche Projekte, durch die möglichst viel Energie eingespart wurde.

Pinakothek der Moderne - ein Projekt mit Vorbildwirkung

Die Pinakothek der Moderne in München ist ein Museum mit sehr hohen klimatischen Anforderungen. Dass dort das Energiespar-Contracting reibungslos und effizient umgesetzt wurde, hat Vorbildwirkung. Alle Maßnahmen wurden im laufenden Betrieb störungsfrei umgesetzt und vorher genauestens mit dem Nutzer abgestimmt. Der Contractor, ein privatwirtschaftlicher Partner, konnte durch seine Investitionen die jährlichen Energiekosten von etwa 1,2 Millionen Euro um 460.000 Euro beziehungsweise 39 Prozent senken. Von den eingesparten Energiekosten erhält die Pinakothek ohne eigene Investitionen oder sonstige Nachteile im täglichen Betrieb jährlich 63.000 Euro. Der Rest steht dem Contractor zur Finanzierung des Projektes zur Verfügung. Über die ausgeschriebene Vertragslaufzeit von sieben Jahren (2012 bis 2019) spart die Pinakothek damit 441.000 Euro. Bei steigenden Energiepreisen werden die finanziellen Vorteile noch größer. Nach Ablauf des Vertrages fließen die Einsparungen in Höhe von 460.000 Euro pro Jahr dann vollumfänglich dem Staatshaushalt zu.

Contracting-Initiative Bayern (CIB)

Seit Beginn der Contracting-Initiative Bayern (CIB) haben privatwirtschafltiche Partner, die sogenannten Contractoren, insgesamt 15 Millionen Euro in energiesparende Anlagentechnik investiert. Dadurch werden Verbrauchskosten für Wärme, Strom und Wasser von jährlich etwa 2,7 Millionen Euro eingespart. Das sind durchschnittlich 34 Prozent weniger. Gleichzeitig werden pro Jahr 5.200 Tonnen CO2 weniger emittiert.

In acht weiteren Liegenschaften des Freistaates werden derzeit neue Energiespar-Contracting-Maßnahmen vorbereitet. Derzeit verursachen diese Liegenschaften zusammen etwa 5 Millionen Euro Gesamtenergiekosten pro Jahr. Bei einem ähnlichen Sparpotential ergäben sich jährliche Kosteneinsparungen von weiteren 2 Millionen Euro.

Damit befindet sich die Contracting-Initiative Bayern auf dem richtigen und wirtschaftlich sinnvollen Weg. Mit weiteren Projekten ist zu rechnen: Im Sommer dieses Jahres haben sich alle Ressorts in einem Ministerratsbeschluss verpflichtet, weitere Liegenschaften zu benennen, bei denen ein Contracting-Projekt durchgeführt werden soll.