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Fachtagung Städtebauförderung 2013

Freyung, 28. November 2013 (stmi). Das Modellvorhaben "Ort schafft Mitte" war heute Mittelpunkt der Fachtagung Städtebauförderung 2013.

Fachtagung Städtebauförderung 2013 am 28. November 2013 mit 1. Bürgermeister Frank Stumpf (Naila), 1. Bürgermeister Dieter Frank (Schwarzenbach a. Wald), 3. Bürgermeister Gunther Leupold (Selbitz), 1. Bürgermeister Martin Umscheid (Röttingen), 1. Bürgermeister Hans-Peter Laschka (Mitwitz), 1. Bürgermeister Albert Lohner (Mertingen), 1. Bürgermeister Ludwig Baumgartner (Blaibach), Staatsminister Joachim Herrmann, MdL, 1. Bürgermeister und Bezirkstagspräsident von Niederbayern Dr. Olaf Heinrich (Freyung), 2. Bürgermeisterin Karin Müller (Schnaittach), 1. Bürgermeister Werner Nickl (Kemnath), 1. Bürgermeister Dr. Karlheinz Stephan (Schrobenhausen), 1. Bürgermeister Friedel Heckenlauer (Stadtlauringen) © Kilian Gapp

Gerade kleinere Städte und Gemeinden im ländlichen Raum stehen vor großen Herausforderungen: Die Bevölkerungsdichte nimmt ab, der Handel verlagert sich an die Ortsränder. Infolgedessen stehen in Städten und Gemeinden abseits der Ballungsräume Gebäude leer und es liegen Flächen brach. Wie Ortszentren revitalisiert und neu belebt werden haben die Oberste Baubehörde, der Bayerische Gemeindetag und der Bayerischen Städtetag anhand eines 2010 ins Leben gerufenen Modellprojektes beleuchtet.

Bilanz "Ort schafft Mitte"

Die Ergebnisse des Modellprojektes stellte Innen- und Bauminister Joachim Herrmann anhand zwölf ausgewählter Modellkommunen vor: Blaibach, Freyung, Kemnath, Mertingen, Mitwitz, Naila, Röttingen, Schnaittach, Schrobenhausen, Schwarzenbach am Wald, Selbitz und Stadtlauringen.

Der Stadt Schrobenhausen etwa ist es gelungen, von der Konkurrenzfähigkeit zentraler Standorte zu überzeugen. Mit Hilfe einer umfassenden Existenzgründungsberatung und einem Programm zur Aufwertung von Geschäftsflächen beleben heute neue Geschäfte die Ortsmitte. Einzigartig ist das kommunale Projekt der Stadt Röttingen. Dort ist eine lange Zeit leer stehende Scheune nun ein Indoor-Spielplatz für Kinder. Nach enger planerischer Abstimmung zwischen Kommune und Unternehmen soll in der Gemeinde Mertingen auf einer ehemals zentralen Brachfläche der neue Verwaltungssitz des Unternehmens entstehen. Engagiertes Immobilienmanagement ermöglichte es der Gemeinde Mitwitz, einen Antiquitätenhändler, einen Gastronomiebetrieb und einen Arzt in der Ortsmitte anzusiedeln. Freyung und Kemnath erprobten erfolgreich Investitionsmöglichkeiten zur Vermarktung zentral gelegener Grundstücke.

"Die Stärkung und Wiederbelebung von Ortszentren ist und bleibt auch 2014 ein Schwerpunkt der Städtebauförderung. Dank innovativer Ideen und Strategien gegen Gebäudeleerstand und Brachflächen können wir kommunale Ortszentren neu beleben", so das Fazit von Staatsminister Joachim Herrmann. "Fünf Wege führen zum Erfolg: von der Konkurrenzfähigkeit zentraler Standorte überzeugen, Impulse durch eigene kommunale Angebote setzen, Planungen zwischen Kommune und Privaten eng abstimmen, kommunales Immobilienmanagement einrichten und örtliche Investitions- und Renditemöglichkeiten anbieten."

Fakten zur Städtebauförderung

Der Freistaat Bayern unterstützt 2013 rund 620 Städte, Märkte und Gemeinden in Bayern mit 149 Millionen Euro Städtebaufördermitteln von Bund, Freistaat und der Europäischen Union. Zentrales Anliegen dabei ist es, vitale Städte, Märkte und Gemeinden als stabile Anker - vor allem im ländlichen Raum - zu erhalten. Deshalb fließen mehr als drei Viertel aller Finanzhilfen dorthin. Den Löwenanteil trägt mit 94,5 Millionen Euro der Freistaat Bayern, der Bund steuert 45,4 Millionen Euro und die Europäische Union 9,1 Millionen Euro bei. Die Stärkung und Wiederbelebung von Ortszentren ist und bleibt auch 2014 ein Schwerpunkt der Städtebauförderung.