Themenwoche "Radln in Bayern": Mobil und sicher ans Ziel – auch auf zwei Rädern

München, 26. August 2014 (stmi). Radfahren in Bayern soll noch sicherer werden. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ möchten wir die Zahl der schweren Verkehrsunfälle weiter reduzieren.

Befestigen eines Fahrradhelmes
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Uns ist es wichtig, dass Sie auf dem Radl gut ankommen. Das Bayerische Verkehrssicherheitsprogramms 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel" hat sich zur Aufgabe gemacht, die Zahl der Verkehrstoten um 30 Prozent bis 2020 zu reduzieren (im Vergleich zu 2011). Das gilt auch für tödliche Fahrradunfälle. Daher überprüft der Freistaat Bayern gezielt gefährliche Stellen für Radfahrer. So wird beispielsweise an Kreuzungen und Einmündungen darauf geachtet, dass die Sicht auf Radfahrer nicht versperrt ist und sie sicher überquert werden können. „2013 haben wir für knapp 20 Millionen Euro Radwege an Staats- und Bundesstraßen nachgerüstet und mit neun Millionen Euro vergleichbare Maßnahmen der Kommunen gefördert. Auch heuer werden wir den Radwegebau vorantreiben. Unser Ziel sind durchgängige Radverkehrsnetze in Bayern“, erläutert Verkehrsminister Joachim Herrmann.

Regeln für mehr Verkehrssicherheit

Bei allgemeiner Beachtung der geltenden Verkehrsregeln ließe sich ein Großteil der Verkehrsunfälle vermeiden. Um die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 zu erreichen, müssen daher alle zusammenarbeiten. Durch gute Ausrüstung und eigenes Verhalten können Sie selbst Ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr verbessern:

  • Radwege sind für Sie da. Nutzen Sie sie auch.
  • Radfahrer mit Köpfchen tragen Helm.
  • Verkehrszeichen und rote Ampeln gelten auch für Radfahrer. "Radl-Rambos" leben gefährlich und sind schlechte Vorbilder.
  • Licht an! Auch wenn Sie noch sehen, wohin Sie fahren: Unbeleuchtete Fahrräder sind schon in der Dämmerung oder bei Regen für Autofahrer und Fußgänger praktisch unsichtbar.
  • Mitdenken und Blickkontakt: Die meisten Unfälle mit Fahrrädern passieren an Einmündungen. Radfahrer verschwinden schnell im "toten Winkel". Kalkulieren Sie das ein - als Radfahrer und als Auto- und Lkw-Fahrer. Bei abbiegenden Fahrzeugen verzichten Sie als Radfahrer im Zweifel besser auch einmal auf Ihr Vorfahrtsrecht!
  • Bleiben Sie gelassen - auch im Straßenverkehr. Wer sich durch den Stau schlängelt oder durch Lücken zwischen engen Fahrspuren wird leicht übersehen, wenn der Verkehr wieder anrollt. Auch ohne solche Manöver kommen Sie im Stau schneller voran als die Autofahrer.