Innenminister Herrmann besucht Flüchtlingslager Al Azraq

München, 19. November 2014 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat das jordanische Flüchtlingslager Al Azraq unweit der syrischen Grenze besucht. Bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Hussein Al-Majali würdigte Herrmann das Engagement Jordaniens in der Flüchtlingspolitik.

Innenminister Joachim Herrmann und Christoph Altheim, Leiter der THW-Mission im Flüchtlingslager Al Azraq
© THW

"Es ist großartig, was dieses kleine Land mit rund sieben Millionen Einwohnern, das inmitten von Krisengebieten liegt, an humanitärer Hilfe leistet", lobte Herrmann die stabilisierende Rolle Jordaniens in der Region. Zu den Verbliebenen früherer Flüchtlingsströme aus den palästinensischen Gebieten und aus dem Irak sind seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges nochmals hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien nach Jordanien gekommen. Herrmann zeigte sich beeindruckt, wie selbstverständlich und ohne größere Konflikte Jordanien seine Flüchtlingspolitik organisiert: "Für die syrischen Flüchtlinge ist es trotz der schwierigen Umstände am Rande einer humanitären Katastrophe eine Perspektive, in der Nähe ihrer Heimat zu sein und vielleicht doch einmal in ihr Heimatland zurückkehren zu können."

Vorbildlicher Einsatz des THW

Bei seiner Rundfahrt durch das Flüchtlingslager besuchte Herrmann das Team des Technischen Hilfswerks, welches den Betrieb des Camps unterstützt. Gegenüber dem Leiter der THW-Mission, Christoph Altheim, lobte der Minister den vorbildlichen Einsatz des THW und sprach sich für weitere finanzielle Hilfen Deutschlands und der EU aus: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihre finanzielle Unterstützung fortsetzt. Jeder Euro, der hier eingesetzt wird, hat vielfache Wirkung: er stabilisiert die Flüchtlingssituation und das Land, er verbessert die humanitäre Lage und er erspart obendrein den Geberländern die vielfachen Kosten, die sie im eigenen Land mit der Unterbringung der Flüchtlinge hätten." Im Anschluss an ein Gespräch mit der Campmanagerin Bernadette Castel-Hollingsworth vom Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) übergab Herrmann 40 von adidas gespendete Fußbälle für die fußballgegeisterten Kinder und Erwachsenen im Flüchtlingslager.