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Statistisches Jahrbuch 2013

München, 22. Januar 2014 (stmi). Gemeinsam mit der neuen Präsidentin des statistischen Landesamts, Frau Marion Frisch, hat Staatsminister Joachim Herrmann heute das Statistische Jahrbuch 2013 vorgestellt.

Statistisches Jahrbuch für Bayern 2013 © Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Bayern bleibt ungebrochen attraktiv. Allein zwischen Mai 2011 und Juni 2013 ist die Einwohnerzahl um mehr als 150.000 Personen gestiegen. Dabei gewann der Freistaat allein durch Zuzüge aus den übrigen Bundesländern 30.734 Einwohner. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Großen Kreisstadt Forchheim in Oberfranken. Und das obwohl der Saldo aus Geburten und Sterbefällen zwischen Mai 2011 und Juni 2013 mit minus 45.523 negativ war. Herrmann betonte, dass die Anziehungskraft Bayerns aber weit über das Bundesgebiet hinaus reiche. Es zogen in diesem Zeitraum 146.608 Personen mehr nach Bayern zu als weg, davon mehr als 80 Prozent aus der Europäischen Union.

Autoverkehr und Straßennetz

Noch schneller als die Einwohnerzahl ist in den letzten 40 Jahren der Autoverkehr in Bayern gewachsen. Waren 1970 nur 3,14 Millionen Kraftfahrzeuge auf Bayerns Straßen unterwegs - nicht einmal jeder dritte Einwohner hatte ein Auto - nähern wir uns 2013 bei aktuell 9,1 Millionen Kraftfahrzeugen mit großen Schritten der 10 Millionen-Marke. Mittlerweile besitzt nur noch jeder vierte Einwohner kein Kraftfahrzeug. Das hat Konsequenzen für das bayerische Straßennetz. Die Investitionen in die Autobahnen sowie Bundes- und Staatsstraßen haben sich von 2000 bis 2012 um mehr als die Hälfte auf fast 1,5 Milliarden Euro erhöht. Von insgesamt 250 Millionen Euro für die Staatsstraßen wurden 2012 allein 222 Millionen direkt für die Erhaltung sowie den Um- und Ausbau des Straßennetzes eingesetzt.

Verkehrssicherheit

Diese Investitionen sind auch im Hinblick auf die Verkehrssicherheit gut angelegtes Geld. So ist die Zahl der verunglückten Verkehrsteilnehmer seit 2000 um 20 Prozent auf rund 70.000 zurück gegangen. Getötet wurden 2012 662 Menschen, die niedrigste Zahl seit 1953 - leider aber noch immer zu viele. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm "Bayern mobil - sicher ans Ziel" soll die Zahl der Zahl der Toten im Straßenverkehr bis 2020 gegenüber 2011 um 30 Prozent reduziert und die Zahl der schweren Unfälle insgesamt verringert werden.

Luft- und Schienenverkehr

Um fast zwei Drittel gestiegen ist zwischen 2000 und 2012 auch die Zahl der Flugpassagiere. Passierten im Jahr 2000 noch 26,2 Millionen Reisende die bayerischen Flughäfen, stieg das Fluggastaufkommen 2012 auf 42,8 Millionen Reisende. Der Luftverkehr ist für die Standortqualität der bayerischen Wirtschaft und für den Tourismus von großer Bedeutung. Ebenso Verkehrsträger mit Zukunft ist auch die Schiene. Das bayerische Schienennetz weist zwischenzeitlich beachtliche 6.310 Kilometer aus, fast so weit wie von München nach New York. 2012 wurden auf der Schiene fast 53 Millionen Tonnen Güter transportiert, 15 Prozent mehr als 2005 mit 46 Millionen Tonnen.

Bezugsmöglichkeiten

Das Statistische Jahrbuch für Bayern 2013 kann als Druckversion für 39 Euro oder als CD-ROM für 12 Euro beim Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung erworben werden. Für weitere Auskünfte und Bestellungen steht der Vertrieb des Landesamts zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie auf der linken Seite unter ZUM THEMA.