Ordensaushändigung in Erlangen

Erlangen, 14. März 2014 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Bernhard Horlamus und Joachim Schistowski mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Karl Heimberg wurde mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern ausgezeichnet.

Ordensverleihung am 14. März 2014: Karl-Maria Heimberg, Innenminister Joachim Herrmann, Joachim Schistowski, Bernhard Horlamus
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Staatsminister Joachim Herrmann hat die Auszeichnungen heute in Erlangen ausgehändigt.

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Bernhard Horlamus (66) aus Uttenreuth, Landkreis Erlangen-Höchstadt

Ordensverleiung am 14. März 2014 in Erlangen: Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Verdienstkreuz am Bande an Bernhard Horlamus
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Bernhard Horlamus ist bereits seit seinem 15. Lebensjahr in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Uttenreuth aktiv. Er war Kindergottesdienstleiter, Jugendleiter und Mitglied im Posaunenchor und unterstützt seit circa 30 Jahren den Kirchenchor als aktives Mitglied. Zeitgleich wurde er in den Kirchenvorstand gewählt, dem er bis heute angehört. Daneben war Horlamus stellvertretender Vertrauensmann und setzte sich zwanzig Jahre im Jugendausschuss ein. 1996 wurde er erster Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Hier ist er nicht nur im Bauausschuss, sondern vertritt die Belange des Kindergartens gegenüber der politischen Gemeinde. Als Vorstand des "Förderkreises der Kindergärten Uttenreuth e. V." nimmt er seit über zehn Jahren die Funktion des Kassenwartes wahr. Im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Erlangen setzte sich Horlamus zunächst als Ersatzmann der Dekanatssynode, dann als ordentliches Mitglied seit Mitte der Siebziger ein. Er wurde in den Dekanatsausschuss und den Finanzausschuss des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Erlangen berufen und ist seit sieben Jahren stellvertretender Vorsitzender des Dekanatsausschusses sowie Vorsitzender im Finanzausschuss. Von 1999 bis 2003 war Horlamus Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand des "Diakonischen Werkes Erlangen e. V." und ist seit einem Jahrzehnt Mitglied im Aufsichtsrat. Seit 2011 ist er Vertreter des Diakonischen Werkes Erlangen in der neugegründeten "Diakonie Nürnberg-Erlangen GmbH". Sechs Jahre war er zudem Mitglied im Aufsichtsrat der "Diakonie AKTIV GmbH". Er engagiert sich im Ortsverein "SPD Uttenreuth, Spardorf, Marloffstein", zehn Jahre davon als Revisor, neun Jahre als Gemeinderatsmitglied der Gemeinde Uttenreuth. Als Mitglied des Bauausschuss engagiert er sich besonders beim Neu- und Umbau von Kindergärten.

Joachim Schistowski (60) aus Erlangen

Ordensverleiung am 14. März 2014 in Erlangen: Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Verdienstkreuz am Bande an Joachim Schistowski
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Joachim Schistowski engagiert sich seit mehr als 35 Jahren im Brand- und Katastrophenschutz. Nach dem Abschluss seiner handwerklichen Lehre 1975 wechselte er zur Berufsfeuerwehr Nürnberg und wurde zum Oberbrandmeister (heute Hauptbrandmeister) ausgebildet. Acht Jahre später zog es Schistowski als Ausbilder für den Rettungsdienst und als Referent für Katastrophenschutz an die Landesschule des Arbeiter-Samariter-Bundes. Im Jahr 1985 übernahm er eine kleine betriebliche Feuerwehr und machte die weltgrößte Feuerwehr daraus: Er wurde Leiter der Werkfeuerwehr Siemens AG am Standort Erlangen und Brandschutzbeauftragter der Siemens AG für die Region Nordbayern. Zeitgleich wurde er Mitglied des Werkfeuerwehrverbands Bayern e. V. (WFV). Schistowski wurde 1990 zum Bezirkssprecher Mittelfrankens gewählt und übernahm von 1996 bis 2012 den Vorsitz des WFV. In seiner Funktion als Landesvorsitzender gehörte er der Mitgliederversammlung des "Werkfeuerwehrverbandes Deutschland e. V." (WFVD) an und fungiert im Fachbereich "nebenberufliche Werk- und Berufsfeuerwehren" als Ansprechpartner. In der 50-jährigen Verbandsgeschichte ist Schistowski der am längsten aktive Landesvorsitzende. Im Jahr 1988 entstand das "Mitteilungsblatt der bayerischen Werk- und Betriebsfeuerwehren". Durch seine Initiative erschien es ab 1993 auch als professionelle Zeitschrift unter dem Titel "WFV Bayern – INFO". Sieben Jahre später entschloss sich der WFVD zu einer bundesweiten Zeitschrift, in der die "WFV Bayern – INFO" aufging. Des Weiteren konnte der Werkfeuerwehrverband unter seiner Federführung die im Jahr 2007 durchgeführte Änderung des bayerischen Feuerwehrgesetzes mitgestalten und damit den Besonderheiten der Werkfeuerwehren Rechnung tragen.

Karl-Maria Heimberg (78) aus Uttenreuth, Landkreis Erlangen-Höchstadt

Ordensverleiung am 14. März 2014 in Erlangen: Innenminister Joachim Herrmann überreicht das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Karl-Maria Heimberg
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Karl-Maria Heimberg ist seit mehr als drei Jahrzehnten mit großem Engagement beim Deutschen Amateur Radio Club, dem DARC, tätig. Den Ortsverband Erlangen des DARC e.V. leitet er seit 1984 bis heute. Als Ortsverbandsvorsitzender berichtet Heimberg monatlich in den Ortsverbandsversammlungen über aktuelle Themen rund um den Amateurfunk im regionalen und überregionalen Bereich. Er organisiert und unterstützt zum Beispiel die Spaßfuchsjagd, die Fernsehübertragung beim Kinderfest und viele Projekttage an den Schulen. Die Ortsverbände der Funkamateure der Erlanger Partnerstädte Jena, der russischen Stadt Wladimir und der schwedischen Stadt Eskilstuna hat er aufgebaut. Heimberg betreut sie weiterhin mit großem Engagement. Bei Jubiläen und Festlichkeiten in und um die Stadt Erlangen ist der Ortsverband unter Heimbergs Leitung ein wichtiger Ansprechpartner. Als Leiter der UKW-DOK-Börse gehört auch das Reisen zu Messen und deutschlandweiten Funkbetriebsrunden zu seinen Aufgaben. Ebenso stellt er die Historie des Amateurfunks in Erlangen zusammen und leistet auch bei dieser schriftstellerischen Tätigkeit Vorbildliches.

Bildergalerie