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Bayern als Radlland Nr. 1 stärken

Nürnberg, 15. April 2014 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat seine umfassenden Pläne zur weiteren Förderung des Radverkehrs in Bayern vorgestellt. "Mein Ziel ist, Bayern als Radlland Nummer Eins zu stärken und unseren Vorsprung beim Radverkehr auszubauen."  Die Schwerpunkte wird er in einem 'Radverkehrsplan Bayern' zusammenfassen.

Fahrradstreife der Bayerischen Polizei © Polizei Bayern

200 Millionen Euro will der Verkehrsminister in den nächsten fünf Jahren in den Radwegebau im Zuge von Bundes- und Staatsstraßen investieren. Dazu gehört auch die Fortschreibung des Programms zum nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatsstraßen. Die Mittel dafür kommen unter anderem aus den Straßenbauhaushalten des Freistaates und des Bundes, aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes und aus kommunalen Anteilen. "Aktuell erarbeiten wir mit unseren Staatlichen Bauämtern eine Schwachstellenanalyse des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen", erläuterte Herrmann.

Neue Radschnellwege

Unterstützen will Herrmann auch den Bau von Radschnellwegen, die durch eine zügige Trassierung und eine bevorrechtigte oder niveaufreie Führung des Radverkehrs sowie breite Fahrbahnen charakterisiert sind. „Sie bringen viele Radlerinnen und Radler schnell, sicher und komfortabel zu ihrem Ziel. Wo Radschnellwege sinnvoll sind, sollten diese auch gebaut werden", machte Herrmann deutlich. "Wir unterstützen interessierte Kommunen tatkräftig beim Abklären der Potenziale und Realisierungsmöglichkeiten."

Radlzüge in die beliebten Radregionen – Bayernnetz für Radler

Um den Radtourismus zu fördern, setzt Herrmann außerdem auf eine enge Verzahnung von Rad und Schiene: " Deshalb bestellen wir bei unseren Bahnen an Wochenenden und allen bayerischen Feiertagen vier Radlzugverbindungen und zusätzlich weitere fahrradfreundliche Ausflugszüge." Die speziellen 'Radlzüge' bringen die Radfahrer aus den Metropolen direkt in die beliebten Radregionen an Donau, Main und Bodensee sowie ins Allgäu und Werdenfelser Land. Die verlängerte Radlzug-Saison in Bayern dauert bis zum 19. Oktober.

Ein besonderer Service des Freistaats ist das 'Bayernnetz für Radler' mit 120 familienfreundlichen Routen über eine Gesamtlänge von 8.800 km. Sie sind allesamt einheitlich beschildert auf blauen Schildern mit weißem Ypsilon. " Das Bayernnetz für Radler ist nicht nur als Landkarte, sondern auch als App für iPhone und Android-Handys erhältlich.

Spezielle Radstreifen der Polizei

Der zunehmende Radverkehr und die steigende Anzahl elektrisch unterstützter Fahrräder können auch zu Konflikten und gefährlichen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern führen. "Die Bayerische Polizei wird daher künftig besonders auf den Schutz der Radlerinnen und Radler schauen, insbesondere ob sich Autofahrer und Radfahrer richtig und verkehrssicher verhalten." Ein probates Mittel dafür seien spezielle Fahrradstreifen der Bayerischen Polizei, uniformiert oder zivil. Unter anderem werden derzeit in München die bayernweit ersten Dienstfahrräder in spezieller Polizeilackierung getestet.

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