Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille in Augsburg

Augsburg, 21. Juli 2014 (stmi). Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat heute Gebhard Kaiser die Kommunale Verdienstmedaille in Gold für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung verliehen. 26 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber geehrt.

Fotos der Geehrten sind abrufbar unter: http://www.romavisio.net/bayern-stmi-20140721/

Kommunale Verdienstmedaille
© Bayerisches Staatsministerium des Innern

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden jährlich Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weiter.
 

Gebhard Kaiser (65), Markt Wiggensbach

Gebhard Kaiser hat über viele Jahre äußerst erfolgreich in der Kommunalpolitik gewirkt. Zunächst als Gemeinderatsmitglied und als erster Bürgermeister von Wiggensbach, dann als Kreisrat und stellvertretender Landrat des Landkreises Oberallgäu und schließlich 18 Jahre lang als Landrat hat er sich als durchsetzungsfähiger und tatkräftiger Förderer einer ganzen Region hervorgetan. Gebhard Kaiser zeichnet aus, Probleme und Aufgaben anzupacken und zielgerichtet zu lösen. Er will gestalten und nicht den Status quo lediglich verwalten. Als Bürgermeister und Landrat hat er in seinen Behörden Verwaltungsstrukturen reformiert und sie sehr früh zu modernen Dienstleistern weiterentwickelt. Außergewöhnliche Verdienste hat er im Bereich der Krankenhauslandschaft Oberallgäu erworben. Der Spagat zwischen wirtschaftlicher Betriebsführung und einer möglichst flächendeckenden Versorgung mit auch qualitativ überzeugenden Gesundheitsleistungen ist eine der schwierigsten Aufgaben, denen sich ein Kommunalpolitiker zu stellen hat. Durch Zusammenführungen, Umstrukturierungen und Investitionen ist ihm das gegen alle Widerstände hervorragend gelungen.

Richard Ambs (71), Gemeinde Elchingen

Richard Ambs wirkt seit 42 Jahren in der Kommunalpolitik. Ab dem Jahr 1972 hat er sich drei Wahlzeiten als Mitglied des Gemeinderats Thalfingen und Elchingen sowie über drei Jahrzehnte als Mitglied des Kreistags Neu-Ulm engagiert für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Der Wille, seine Heimat mitzugestalten, und sein kommunalpolitisches Engagement zeigten sich bereits im Jahr 1971 bei der Gründung der Demokratischen Wählerunion. Erfolgreich konnte er in der Folgezeit als Mitglied im Bau- und Umweltausschuss oder im Haupt- und Finanzausschuss sowie als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses richtungsweisende Entscheidungen für die Gemeinde mitverantworten. Aktiv hat er sich unter anderem bei der Errichtung der Brühlhalle und der Renovierung der Mehrzweckhalle in Thalfingen eingebracht. Als Mitglied des Kreistags und durch seine Mitarbeit in unterschiedlichen Ausschüssen hat er bei zahlreichen Entscheidungen zur positiven Entwicklung des Landkreises Neu-Ulm beigetragen. Der Landkreis konnte dabei insbesondere von seinen profunden Fachkenntnissen als ehemaliger Rektor und Kreisarchäologe profitieren. Besonders herauszuheben ist eben dieses Engagement als ehrenamtlicher Kreisheimatpfleger und Kreisarchäologe. Seiner Initiative sind der Archäologische Park in Kallmünz und das frühere archäologische Museum in Neu-Ulm zu verdanken. Durch die archäologische Untersuchung der Kirche St. Laurentius, durch Fachpublikationen und als Schriftleiter der Schriftenreihe „Geschichte im Landkreis Neu-Ulm“ sind ihm nachhaltige Erkenntnisse zur Vor- und Frühgeschichte seiner Heimat zu verdanken.

Werner Birkle (60), Gemeinde Buxheim

33 Jahre lang hat Werner Birkle als erster Bürgermeister dank seiner Zielstrebigkeit und Einsatzfreude verschiedenste Projekte auf den Weg gebracht, die Buxheim zu einer attraktiven Gemeinde mit prosperierendem Gewerbe fortentwickelt haben. In diesem Zusammenhang hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die Grundschule erweitert wurde, neue Bau- und Gewerbegebiete erschlossen werden konnten und die Wasserversorgung ausgebaut wurde. Auch aktuelle Aufgaben ist Werner Birkle entschlossen angegangen wie den Breitbandausbau oder das beispielhafte Angebot an Kinderbetreuung. Die überörtlichen kommunalen Interessen vertritt er als Mitglied des Kreistags Unterallgäu mittlerweile in seiner vierten Wahlperiode. Seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung bringt er erfolgreich in seinen Mandaten in verschiedenen Ausschüssen und Zweckverbänden ein. Die besondere Wertschätzung hinsichtlich des Wirkens von Werner Birkle brachte der Kreistag im Jahr 2008 zum Ausdruck, indem er ihn zum weiteren Stellvertreter des Landrats von Unterallgäu bestimmt hatte. Als Vorsitzender des Kreisverbandes Unterallgäu des Bayerischen Gemeindetages engagierte er sich auch überörtlich für die Belange der Gemeinden. Insbesondere eine niedrige Belastung von Gemeinden mit Umlagen ist ihm ein wichtiges Bedürfnis. Seine Funktionen übte er stets mit großem Verantwortungsbewusstsein und dem Sinn für das Wichtige aus, ohne dabei die notwendige Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern zu verlieren.

Walter Grath (67), Gemeinde Oberstaufen

Walter Grath stand drei Jahrzehnte lang als erster Bürgermeister an der Spitze des Marktes Oberstaufen. In dieser Zeit konnte er die positive Entwicklung der Gemeinde entscheidend mitprägen. Große Verdienste sind ihm im Bereich der Tourismusförderung zuzuschreiben. Der Ausbau des Wanderwegenetzes, der Neubau der Imbergbahn und des Fluhliftes, die Einführung einer elektronischen Gästekarte, die Gründung des Naturparks Nagelfluhkette und der Bau des Erlebnisbades Aquaria sind nur einige Maßnahmen, die den Markt Oberstaufen zu einem Anziehungspunkt für den Tourismus gemacht haben. Auch für die Gemeindeeinwohner konnte er viel erreichen. Wohngebiete für Einheimische wurden ausgewiesen und die Schloßbergklinik konnte erhalten werden. Mit dem Bau der Kläranlage und der Sanierung des Leitungsnetzes wurde eine zeitgemäße Abwasserentsorgung sichergestellt. Zudem wurde das Trinkwassernetz saniert und ausgebaut sowie an die Fernwasserversorgung angeschlossen. Vorausschauendes Handeln bewies Walter Grath nicht nur durch die Ermöglichung des Baus eines Biomasse-Heizkraftwerkes sondern auch durch die solide Finanzpolitik. So konnten die Schulden des Marktes Oberstaufen seit ihrem Höchststand halbiert werden. Diese umfangreichen Maßnahmen wurden insbesondere durch den allseits anerkannten Führungsstil von Walter Grath ermöglicht. Vertrauensvoll nutzte er nicht nur die Potentiale seiner Verwaltung. Auch die Erarbeitung eines breiten Konsenses über Parteigrenzen hinweg war ihm stets eine Herzensangelegenheit. Diese Eigenschaften und sein breites Fachwissen wurden nicht nur im Markt Oberstaufen geschätzt, sondern gleichfalls im Kreisrat von Oberallgäu, dem er 24 Jahre angehörte.

Wilhelm Gumpp (65), Gemeinde Blindheim

Dreißig Jahre lang hat sich Wilhelm Gumpp mit außerordentlicher Tatkraft für die Gemeinde Blindheim eingesetzt. In dieser Zeit konnte er das Gemeindegebiet innerhalb und außerhalb der Ortschaften maßgeblich neu gestalten. Hierfür erhielt die Gemeinde Blindheim den Staatspreis 2007/2008 im Bereich „Dorferneuerung und Flurneuordnung“. Unter anderem wurde die Dorfmitte Blindheims neu gestaltet und der Dorfbach freigelegt. Durch Organisation einer Gemeinschaftsaktion konnte er ein landwirtschaftliches Anwesen vor dem Verfall retten. Dieses heutige Heimat- und Rathaus dient nun auch den örtlichen Vereinen für Veranstaltungen und ist damit eine Stätte der Begegnung und Gemeinschaft. Wichtige Investitionen hat Wilhelm Gumpp mit dem Bau der Kläranlage und der Anbindung der Ortsteile Unterglauheim und Wolpertstetten veranlasst. Ebenso fällt der Neubau der Gemeinde- bzw. Mehrzweckhalle und des Kindergartens unter seine Verantwortung. Bei der Errichtung des Kindergartens konnte er erreichen, dass ein Großteil der Arbeiten durch Eigenleistung der Bürger erfolgte. Seiner umsichtigen Finanzpolitik ist es zu verdanken, dass sich die Gemeinde heute in einer soliden wirtschaftlichen Lage befindet. Über die Grenzen Blindheims hinaus wirkte er zudem von 2001 bis 2014 als Mitglied des Kreistags Dillingen an der Donau verantwortungsvoll für die gesamte Region.

Alfred Haas (70), Stadt Weißenhorn

Alfred Haas gehörte 36 Jahre dem Stadtrat von Weißenhorn an und brachte sich in dieser Zeit im Rahmen seiner Funktionen konstruktiv in die Gemeinschaft ein. Besonders durch seine berufliche Erfahrung als Bankdirektor konnte er als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses wertvolle Anregungen hinsichtlich der Verwendung von Haushaltsmitteln beitragen. Einen wichtigen Schwerpunkt sah er dabei stets in einer nachhaltig stabilen Haushaltslage. Von seinen fundierten Fachkenntnissen profitierte auch die Wohnungsgesellschaft Weißenhorn, als deren Aufsichtsratsvorsitzender er sich erfolgreich um bezahlbaren Wohnraum für sozial schwächere Mitbürger bemühte. Aktiv unterstützte er auch die frühkindliche Betreuung, indem er die wirtschaftliche und organisatorische Leitung der Kindertageseinrichtung St. Maria übernahm. In diesem Zusammenhang war es ihm ein Anliegen, den schwierigen Spagat zwischen qualitativ möglichst hochwertiger Kinderbetreuung bei gleichzeitiger Bezahlbarkeit durch die Familien zu gewährleisten. In seiner sechsjährigen Eigenschaft als dritter Bürgermeister und in zwölf Jahren als zweiter Bürgermeister hat er sich als Repräsentant der Stadt Weißenhorn hohes Ansehen in Bevölkerung erarbeitet. Die Nöte und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger fanden bei ihm stets ein offenes Ohr und einen engagierten Verfechter.

Ludwig Haisch (78), Gemeinde Westerheim

Ludwig Haisch war 42 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. 18 Jahre hat er als erster Bürgermeister die Entwicklung der Gemeinde Westerheim maßgeblich mitgeprägt. Mit zahlreichen Infrastrukturprojekten hat er die Weichen für eine zukunftsfähige Gemeinde gestellt. Im Bereich der Daseinsfürsorge konnte er Investitionen in die Kanalisation und Wasserversorgung sowie die damit in Verbindung stehenden Straßenbaumaßnahmen durchsetzen. Durch den Bau der Mehrzweckhalle, der Schule und des Sportplatzes wurden wichtige Einrichtungen geschaffen, von denen auch künftige Generationen noch profitieren werden. Durch die Schaffung einer Tagespflege bewies Ludwig Haisch den notwendigen Weitblick angesichts des demographischen Wandels. Nicht nur in dieser Hinsicht lagen ihm soziale Belange am Herzen. Er gilt in seiner Gemeinde auch als aktiver Förderer des Vereinslebens. Darüber hinaus pflegte er die Partnerschaft zur Gemeinde Westerheim in Baden-Württemberg durch schulische und kulturelle Kontakte sowie auf Vereinsebene. Auf Kreisebene setzte sich Ludwig Haisch gleichfalls für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Als Mitglied des Ausschusses für Personal und Soziales sowie im Umweltausschuss war er an zahlreichen wichtigen Entscheidungen beteiligt wie der Einführung eines Wertstoffsystems oder der Errichtung der Deponie in Breitenbrunn. Er konnte dabei seine umfangreichen Kenntnisse im Bereich der Landwirtschaft fachkundig einbringen, die er nicht nur als Landwirt, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen weiteren Ehrenämter im landwirtschaftlichen Bereich erworben hat.

Martin Heinz (64), Gemeinde Hawangen

Martin Heinz stellt sich seit 36 Jahren in den Dienst der kommunalen Gemeinschaft. Seit drei Jahrzehnten prägt er als erster Bürgermeister die Entwicklung der Gemeinde Hawangen. In dieser langen Zeit hat er sich in vorbildlicher Weise für seine Heimat eingesetzt. Er konnte unter anderem durch Ausweisung von Gewerbeflächen eine landwirtschaftlich ausgerichtete Ortschaft zu einer Gemeinde weiterentwickeln, die mit etwa 700 Arbeitsplätzen eine wirtschaftliche Basis für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bietet. Die erforderlichen Infrastrukturprojekte hat er beherzt angegriffen. Es erfolgten in diesem Zusammenhang Investitionen in die Generalsanierung der Schule, in die auch Vereinsräume integriert wurden, und in die Errichtung einer Mehrzweckhalle, die auch von den örtlichen Vereinen genutzt werden kann. Zudem entstand ein dreigruppiger Kindergarten, der derzeit um eine Kinderkrippe erweitert wird. Er hat damit Maßnahmen initiiert, die für eine nachhaltige Lebensqualität insbesondere von Familien besonders wichtig sind. Verantwortungsvoll wirkt er darüber hinaus in der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren als stellvertretender Gemeinschaftsvorsitzender. Seine fünfmalige Wiederwahl als erster Bürgermeister zeigt das hohe Ansehen, das er in der Bevölkerung seiner Gemeinde genießt.

Gerhard Hölzel (70), Große Kreisstadt Neu-Ulm

Gerhard Hölzel kann auf ein beispielhaftes ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik auf Stadt- und Kreisebene zurückblicken. Er gehört seit drei Jahrzehnten dem Stadtrat von Neu-Ulm an. Von 2008 bis 2014 trug er als zweiter Bürgermeister gesteigerte Verantwortung für die Belange der Stadt. Durch seine überaus sachkundige Mitarbeit in zahlreichen Ausschüssen konnte er wesentlich zur Weiterentwicklung der Stadt Neu-Ulm beitragen. Hierdurch hat er sich große öffentliche Anerkennung erworben. Dies spiegelt sich auch in seiner fünffachen Wiederwahl wieder. Die Bürgerinnen und Bürger haben damit Vertrauen in seine Person bewiesen und die geleistete Arbeit entsprechend gewürdigt. Schwerpunkte legte Gerhard Hölzel in die kommunale Sportpolitik sowie die städtischen Kultur-, Schul- und Sozialeinrichtungen. Die Sanierung der Weststadtschule und der Karl-Salzmann-Schule in Pfuhl tragen auch seine Handschrift. Besonders engagierte er sich für das Familienzentrum und die Weiterentwicklung der Soziale-Stadt-Maßnahmen. Das Projekt „Integration durch Arbeit“ war für ihn von besonderer Bedeutung, mit dem nun junge Menschen mit Schwierigkeiten beim Berufsstart Unterstützung finden. Durch seinen zusätzlichen ehrenamtlichen Einsatz in vielen Vereinen wirkte er über die Kommunalpolitik hinaus. Durch seine Mitgliedschaft im Kreistag von Neu-Ulm setzte er sich zudem sechs Jahre lang für die Belange des Landkreises ein.

Fritz Hölzl (72), Gemeinde Thierhaupten

Fritz Hölzl engagierte sich 39 Jahre lang verantwortungsvoll und erfolgreich auf Kreisebene sowie 24 Jahre in der Gemeinde Thierhaupten. 18 Jahre leitete er als erster Bürgermeister die Gemeinde mit Umsicht, Kompetenz und beispielhafter Einsatzbereitschaft. Neben den vielfältigen Aufgaben eines Bürgermeisters hat er in herausragender Weise  die Bereiche Bildung, Kultur, Heimat- und Denkmalpflege gefördert. Hervorzuheben sind seine Verdienste um die ehemalige Klosteranlage in Thierhaupten. Dank seiner Fähigkeit, sich selbst und seine Mitmenschen begeistern zu können, gelang es ihm mit Unterstützung des Marktgemeinderates und des von ihm mitbegründeten Freundeskreises Kloster Thierhaupten e.V., die historische Bausubstanz zu erhalten und einer zeitgemäßen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Die Anlage dient nun als Außenstelle des Landesamtes für Denkmalpflege, der Schule für Dorf- und Landentwicklung, der Bodendenkmalpflege und als Begegnungsstätte für allerlei örtliche Vereine. Aufgrund seines außerordentlichen Geschicks und seiner großen Überzeugungskraft wurde Fritz Hölzl zum Motor bei der Sanierung der Klosteranlage. Als langjähriges Mitglied des Kreistags von Augsburg hat er in vielen Entscheidungen die positive Entwicklung des Landkreises geprägt und gestaltet. Als stellvertretender Landrat stand er 24 Jahre in besonderer Verantwortung. In dieser Eigenschaft hatte er den Vorsitz in mehreren Gremien und Ausschüssen inne. Es gelang ihm in dieser Zeit, bedeutende Projekte und Vorhaben zu initiieren und zu einem positiven Abschluss zu bringen.

Axel Janischowski (60), Stadt Weißenhorn

Axel Janischowski trat 36 Jahre lang mit Engagement und Tatkraft als Mitglied des Stadtrats für die Belange der Stadt Weißenhorn und 24 Jahre lang als Mitglied des Kreistags für das Wohl des Landkreises Neu-Ulm ein. Er hat sich dabei große Wertschätzung in Weißenhorn und im Landkreis erarbeitet. Im Krankenhausausschuss und im Aufsichtsrat der Kreiskrankenhäuser Neu-Ulm und Illertissen GmbH konnte er seine fundierten Fachkenntnisse als Krankenhausdirektor fruchtbar machen. Richtungsweisende Entscheidungen wie etwa die Strukturreform und Sanierung der drei kreiseigenen Krankenhäuser hat er maßgeblich geprägt. In der Stadt Weißenhorn lagen ihm besonders die Themen Bildung, Stadtentwicklung und Gesundheit am Herzen. Großen Wert legte er bei der Entscheidungsfindung auf nachhaltige Lösungen, die den notwendigen Spielraum für unvorhersehbare Entwicklungen ließen. So ist es auch ihm zu verdanken, dass aufgrund vorausschauender Planung der Erweiterungsbau an der Mittelschule Weißenhorn zur Einführung einer gebundenen Ganztagesschule möglich war. Sein Handeln auf Stadt- und Kreisebene war stets von hohem Verantwortungsbewusstsein für bestehende und künftige Generationen gekennzeichnet. 

Rainer Juchheim (68), Große Kreisstadt Neu-Ulm

Rainer Juchheim wurde 1984 in den Stadtrat von Neu-Ulm gewählt. Seit drei Jahrzehnten setzt er sich sachkundig für die Interessen seiner Stadt ein, davon 18 Jahre als Fraktionsvorsitzender. Sein besonderes Augenmerk galt seit jeher der Ökologie und dem Naturschutz. So hat er sich nachdrücklich für den Rückbau der Bundesstraße 10 eingesetzt. Er beantragte den Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen bei den Neuverpachtungen von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Sein Einsatz gilt auch dem Bau von Energiesparhäusern und Photovoltaikanlagen und der Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit der Stadt Neu-Ulm. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang etwa sein Engagement für die Radweg- und Fußgängerunterführung unter der Gänztorbrücke. Auf seine Anregung hin erfolgt nun bei der Aufstellung von Bebauungsplänen die Ausarbeitung eines Energiekonzeptes. Sein kommunalpolitischer Ansatz war stets von Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Zukunftsorientierung geprägt. Nicht zuletzt deshalb ist er ein allseits anerkanntes Mitglied des Stadtrats. Das Vertrauen, das er in der Bevölkerung genießt, manifestiert sich in seiner bereits fünfmaligen Wiederwahl. 

Hans Klement (62), Stadt Ichenhausen

Drei Jahrzehnte lang hat Hans Klement als erster Bürgermeister der Gemeinde Kötz und dann der Stadt Ichenhausen mit großem persönlichem Einsatz wichtige Impulse für deren positive Entwicklung gegeben. In seine kommunalpolitische Arbeit konnte er seine fundierten Kenntnisse als diplomierter Verwaltungswirt einbringen. Notwendige Vorhaben zur Sicherung der Daseinsvorsorge hat er angestoßen und verwirklicht. In allen Stadtteilen wurden Baugebiete ausgewiesen, Straßenbaumaßnahmen konnten realisiert werden, ein Kindergarten wurde gebaut. Zur vorhandenen Grund-, Mittel- und Förderschule konnte eine Realschule errichtet werden. Unter Hans Klement wurde zudem der sogenannte „Flexibus“ eingeführt, der unter anderem Senioren eine bessere Mobilität ermöglicht. Er zeichnet damit für eine bessere Lebensqualität für Kinder, Familien und Senioren verantwortlich. Zugleich verwirklichte er diese Projekte unter Beachtung einer sehr soliden Haushaltspolitik, für die er bekannt und geschätzt wurde. Als Mitglied des Kreistags Günzburg hat er sich vier Wahlzeiten lang auch für die überörtlichen kommunalen Interessen eingesetzt. Zuletzt gestaltete er die Kreispolitik in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender mit. Sein gesamtes politisches Tun war gekennzeichnet von Pflichtbewusstsein gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, denen sein reichlicher Erfahrungsschatz und sein Fachwissen nachhaltig zugute kamen.

Anton Klotz (61), Gemeinde Haldenwang

Anton Klotz stand 24 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde Haldenwang und hat als erster Bürgermeister erfolgreiche Arbeit im Dienst der kommunalen Selbstverwaltung geleistet. Die Gemeinde Haldenwang hat in dieser Zeit einen großen Aufschwung erlebt. Er hat vielfältige Maßnahmen angestoßen und entscheidend zu deren Verwirklichung beigetragen. Ein besonderes Anliegen war es ihm, die Attraktivität des Ortes für junge Familien zu steigern. Bauland wurde zu moderaten Preisen ausgewiesen, das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen umfangreich erweitert und die Nahversorgung mit Lebensmitteln durch die Einrichtung von Dorfläden erhalten. Maßgeblich hat er den Bau einer Seniorenwohnanlage mit Tagespflege unterstützt. Die Förderung der Vereine und insbesondere der von ihnen geleisteten Jugendarbeit war ihm ein wichtiges Anliegen. Anton Klotz hat sich für die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger trotz der von ihm zu bewältigenden Aufgabenfülle stets Zeit genommen und galt ihnen als verlässlicher Ansprechpartner. Der Erfolg seiner Arbeit als erster Bürgermeister schlägt sich auch in der Einwohnerzahl der Gemeinde nieder, die während seiner Amtszeit deutlich gestiegen ist. Seit 18 Jahren vertritt Anton Klotz zuverlässig die Interessen des Landkreises Oberallgäu. Die mit dem Amt des stellvertretenden Landrats verbundenen Aufgaben und Pflichten hat er sechs Jahre lang bis zu seiner Wahl zum Landrat des Landkreises Oberallgäu verantwortungsbewusst und kompetent wahrgenommen

Hans-Peter Koch (65), Markt Dietmannsried

In seiner 24-jährigen Amtszeit hat Hans-Peter Koch mit enormer Tatkraft und großem persönlichen Einsatz erfolgreich die Weichen für die zukunftsfähige Entwicklung des Marktes Dietmannsried gestellt. Er war der Initiator zahlreicher wegweisender Projekte, die nach erfolgter Umsetzung der Marktgemeinde ihr heutiges Gesicht geben. Neben dem Ausbau der Infrastruktur in den unterschiedlichsten Bereichen konnte er den Anstoß für die vorher lange stagnierende Innerortsentwicklung geben. Hans-Peter Koch hat für eine wohnortnahe, dezentrale Versorgung aller Ortsteile mit Kinderbetreuungsplätzen gesorgt. Mit dem Bürger- und Vereinsheim wurden neue Räumlichkeiten für die Feuerwehr, die Schützen und die Landjugend sowie ein Saal für Veranstaltungen geschaffen. Durch den Neubau einer Dreifachturnhalle konnte zudem der Bedarf für den Schul- und Vereinssport gedeckt werden. Hervorzuheben ist auch der Erfolg des ehemaligen Bürgermeisters beim Bau der Seniorenwohnanlage mit Pflegebereich. Das heimatnahe ganzheitliche Betreuungs- und Pflegekonzept hat über die Grenzen der Marktgemeinde hinaus große Beachtung gefunden. Es ist ein großes Verdienst von Hans-Peter Koch, dass ihm trotz hoher Investitionen der Spagat zwischen den notwendigen Investitionen und der Finanzausstattung der Marktgemeinde immer wieder gelungen ist. Seine umfassende kommunalpolitische Erfahrung bringt Hans-Peter Koch verdienstvoll auch als Mitglied des Kreistags Oberallgäu, dem er seit 30 Jahren angehört, ein.

Helmut Koch (64), Gemeinde Winterrieden

Vor vier Jahrzehnten wurde Helmut Koch im Alter von 24 Jahren als einer der damals jüngsten Kreisräte Bayerns in den Kreistag Unterallgäu gewählt. Seither hat er den Landkreis engagiert und kompetent in unterschiedlichen Ausschüssen vertreten. Als Fraktionsvorsitzender hat er 14 Jahre lang besondere Verantwortung für die Kreispolitik übernommen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit als Mitglied des Kreistags war von Anfang an der soziale Bereich. Hier hat er sich insbesondere für alle Angelegenheiten eingesetzt, die im Zusammenhang mit den Krankenhäusern und Altenheimen im Landkreis stehen. Gerade im Bereich des Krankenhauswesens galt es, in der Vergangenheit weitreichende Entscheidungen zu treffen, die Helmut Koch stets konstruktiv begleitet hat. Großen Anteil hatte Helmut Koch an der Entscheidung des Kreistags, das Krankenhaus Babenhausen in ein Altenheim umzuwandeln. Erfolgreich hat er sich auch dafür eingesetzt, die beiden Kreiskliniken für die Zukunft zu rüsten und in der Rechtsform eines Kommunalunternehmens fortzuführen. Den Verwaltungsrat der Kreiskliniken unterstützt er seither äußerst fachkundig. Überzeugende Arbeit hat Helmut Koch aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen als Finanzbeamter im Rechnungsprüfungsausschuss des Landkreises und im Rechnungsprüfungsausschuss der Kreiskliniken geleistet. Acht Jahre lang hat sich Helmut Koch verantwortungsvoll als Mitglied des Marktgemeinderats Babenhausen für die Belange seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger eingebracht. 

Dr. Josef Langenbach (79), Stadt Krumbach

Dr. Josef Langenbach hat sich 42 Jahre lang unermüdlich für die Belange der Stadt Krumbach eingesetzt. Als Fraktionsvorsitzender und als dritter Bürgermeister hat er die Stadtpolitik entscheidend mitgestaltet. Im Rahmen der Agenda 2010 war er maßgeblich an der Erstellung eines Leitbildes für die Stadt Krumbach beteiligt. Als Mitglied der Leitbildgruppe „Landschaft, Natur und Umwelt“ initiiert er unter anderem die jährliche Stadt-Säuberungsaktion „Krumbach räumt auf“ und beteiligt sich an der Organisation und Umsetzung der Breitensportveranstaltung „Krumbach läuft…“. Mit großem Verantwortungsbewusstsein übt Dr. Langenbach das Amt des Seniorenbeauftragten der Stadt Krumbach aus. Als Seniorenbeauftragter steht er nicht nur den älteren Bürgerinnen und Bürgern als zuverlässiger Ansprechpartner zur Verfügung, sondern er ist auch ein wichtiges Bindeglied zwischen den örtlichen Trägern der Seniorenarbeit und dem Seniorenamt der Stadt Krumbach. Vorbildlich engagiert sich Dr. Josef Langenbach als Mitglied des Kreistags Günzburg. Besondere Verantwortung hat er in der Vergangenheit als Fraktionsvorsitzender und als weiterer Stellvertreter des Landrats übernommen. Mit seinem Fachwissen als Arzt unterstützt er den Landkreis kompetent im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens „Kreiskliniken Günzburg-Krumbach“. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, die Leistungsfähigkeit der Kreiskliniken dauerhaft zu stärken. Darüber hinaus bringt sich Dr. Langenbach mit seinem beruflichen Fachwissen seit mehr als vierzig Jahren verdienstvoll als Mitglied des  Sportbeirats für den Landkreis Günzburg ein.

Helmut Rausch (66), Stadt Weißenhorn

Helmut Rausch kann auf ein vorbildliches kommunalpolitisches Wirken von mehr als vier Jahrzehnten zurückblicken. 42 Jahre lang gehörte er dem Stadtrat Weißenhorn an. 24 Jahre hat er als zweiter und dritter Bürgermeister die Stadtpolitik an verantwortlicher Stelle mitgestaltet. Der Schwerpunkt seiner Arbeit im Stadtrat galt der Finanzpolitik. Ein wichtiges Anliegen waren ihm die korrekte Organisation und Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfungen. Auch die Unterstützung der örtlichen Vereine war ihm ein zentrales Anliegen. Seit vielen Jahren engagiert er sich mit großem persönlichem Engagement als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Weißenhorn. Erfolgreich hat er sich dafür eingesetzt, dass in der Stadt bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann. Darüber hinaus ist es seinem Verdienst zuzurechnen, dass trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten der Gesellschaft die bestehenden Wohnungen in einem guten Zustand erhalten und auch Neubauten realisiert werden konnten. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als zweiter und dritter Bürgermeister und als stets präsenter Ansprechpartner war er bei den Bürgerinnen und Bürgern ein hoch geachteter Vertreter der Stadt Weißenhorn.

Manfred Rinderle (61), Gemeinde Seeg

Manfred Rinderle stand über 30 Jahre hinweg als erster Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Seeg und hat deren Entwicklung maßgeblich geprägt. Dank seines persönlichen Engagements, seiner Tatkraft und seinem Weitblick konnten viele für die Gemeinde bedeutende Projekte verwirklicht werden. Hierzu zählen der Bau von Kanalisation und Wasserversorgung und verschiedene Straßenbaumaßnahmen ebenso wie die Neubauten von Schule, Rathaus und Bahnhofsgebäude. Nachdrücklich unterstützt hat Manfred Rinderle die örtliche Feuerwehr durch den Bau von Feuerwehrgerätehäusern in Seeg und Enzenstetten und die notwendige Ausstattung mit Fahrzeugen und Schutzausrüstungen. Treibende Kraft war er für die Optimierung der gemeindlichen Dienstleistungen mit Hilfe neuer Steuerungsmodelle für die Verwaltung. Die örtlichen Vereine hat er stets unterstützt und so zu einem guten Miteinander im Ort beigetragen. Besonders zu erwähnen ist das „Honigdorf Seeg“, ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt und touristischer Anziehungspunkt für die gesamte Region. Die Gesamtkonzeption dieser im Rahmen des europäischen Leaderprogramms für ländliche Entwicklung geförderten Maßnahme wurde mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und mit Erlebnisimkerei im bestehenden Heimatmuseum, Schaubienenhaus, Bienenlehrpfad und Spielplatz in die Tat umgesetzt. Auch als Mitglied des Kreistags Ostallgäu hat Manfred Rinderle in verschiedenen Ausschüssen die kommunalen Interessen aktiv und zielstrebig vertreten. 

Willy Rothermel (67), Stadt Krumbach

Willy Rothermel hat sich in den vergangenen 36 Jahren verdienstvoll auf kommunalpolitischer Ebene für die Stadt Krumbach und den Landkreis Günzburg engagiert. Als Mitglied des Stadtrats sowie als erster und zweiter Bürgermeister hat er die zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt Krumbach erfolgreich mitgestaltet und voran gebracht. Während seiner Amtszeit als erster Bürgermeister zeichnete er für mehrere bedeutende Projekte verantwortlich. Hervorzuheben sind die Erstellung eines Leitbildes für die Stadt Krumbach im Rahmen der Agenda 2010, die Eröffnung der ersten Kinderkrippe im Landkreis Günzburg und die Weichenstellung für den Bau eines neuen Jugendzentrums. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen der Neubau eines Umsteigebahnhofs und die Erarbeitung eines Hochwasserschutzkonzeptes für die Innenstadt von Krumbach. Sein außerordentliches Engagement erstreckt sich auch auf Kreisebene. Seit 36 Jahren setzt sich Willy Rothermel als Mitglied des Kreistags für die Belange des Landkreises Günzburg tatkräftig und kompetent ein. Nahezu dreißig Jahre war er Mitglied im Schulausschuss. Als Pädagoge, dem das Wohl der Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen liegt, ist er immer wieder nachdrücklich für die Verbesserung der schulischen Angebote im Landkreis eingetreten. Besondere Verantwortung für die Kreispolitik hat er als Stellvertreter des Landrats von 1996 bis 2002 getragen. 

Alfons Schier (76), Krumbach

Alfons Schier hat sich mehr als vier Jahrzehnte als Mitglied des Stadtrats Krumbach und des Kreistags Günzburg in den Dienst der kommunalen Selbstverwaltung gestellt. Im Rahmen seiner kommunalpolitischen Ämter hat er sich mit außerordentlichem Engagement dem sozialen Bereich gewidmet. 20 Jahre lang war Alfons Schier Referent der Stadt Krumbach für Soziales und Altenhilfe. Die mit diesem Amt verbundenen Aufgaben nahm er überaus kompetent und verantwortungsvoll wahr. Besonderes Augenmerk hat er in den vielen Jahren seines Wirkens auf die Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie auf die Belange der sozial benachteiligten Bürgerinnen und Bürger gerichtet.  Sein Einsatz galt darüber hinaus der Erwachsenenbildung in der Stadt Krumbach, die er als Mitglied im Beirat der örtlichen Volkshochschule sachkundig begleitet hat. Die engagierte Arbeit von Alfons Schier im sozialen Bereich ist auch dem Landkreis Günzburg zugute gekommen. Insbesondere im Zusammenhang mit Fragen rund um die Altenheime im Landkreis war er ein stets geschätzter Ratgeber. Mit großem persönlichen Einsatz hat er sich von 2008 bis 2014 als weiterer Stellvertreter des Landrats für die Gemeinschaft eingebracht. Auch über sein kommunales Mandat hinaus war Alfons Schier dem sozialen Auftrag verpflichtet. Im Orts- und Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt hat er viele Jahre wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft geleistet. 

Xaver Schnierle (66), Gemeinde Wolferstadt

Xaver Schnierle war 42 Jahre lang in der Kommunalpolitik aktiv. 36 Jahre hat er als erster Bürgermeister von Wolferstadt die Entwicklung seiner Gemeinde maßgeblich geprägt. In dieser Zeit konnten unter seiner Ägide zahlreiche Infrastrukturprojekte verwirklicht werden. Dies betrifft den Straßenbau in allen Ortsteilen, den weitgehenden Ausbau der Abwasserentsorgung oder die Ausweisung und Erschließung von Baugebieten. Im Sozial- und Bildungsbereich wurde ein Kindergarten neu errichtet und die Grundschule renoviert sowie ausgebaut. Der Bau der Schulturnhalle wurde vorangetrieben und auch die Internetversorgung konnte in weiten Teilen der Gemeinde deutlich verbessert werden. Ortsansässige Vereine fanden bei Xaver Schnierle bei Baumaßnahmen stets Unterstützung, da er um die Bedeutung der Vereine für eine lebendige Ortsgemeinschaft wusste. Sein politisches Engagement war stets von Bescheidenheit, Bodenständigkeit und weit überobligatorischem Einsatz gekennzeichnet. Dabei zeigte sich auch immer sein zupackendes Wesen. Zugleich hatte er ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Sein Bestreben, Entscheidungen über Parteigrenzen hinweg im Konsens mit allen Beteiligten zu treffen, verschaffte ihm hohes Ansehen in der Bevölkerung. Seine fünfmalige Wiederwahl zeigte das große Vertrauen und die Anerkennung seiner Leistungen eindrucksvoll.

Ursula Schnirch (70), Große Kreisstadt Neu-Ulm

Ursula Schnirch hat sich mit großem persönlichen Engagement und Idealismus für die kommunalpolitischen Belange der Stadt und des Landkreises Neu-Ulm eingesetzt. Dreißig Jahre lang gehörte sie dem Stadtrat Neu-Ulm an. Als dessen Mitglied hat sie sich insbesondere aller Fragen rund um die Themenfelder Kinder, Jugendliche, Schule und Betreuung angenommen. Ursula Schnirch hat den Anstoß dazu gegeben, dass auf dem ehemaligen Gelände der amerikanischen Wohnsiedlung „Vorfeld“ ein Jugendhaus errichtet wurde. Ein wichtiger Teilbereich der Erziehungsarbeit in den städtischen Kindergärten war für Ursula Schnirch die frühsprachliche Förderung. Sie hat deshalb im Stadtrat deren praktische Umsetzung mitinitiiert. Zu ihrem weiteren Tätigkeitsbereich zählte die Ausarbeitung eines Kinderbetreuungs- und Schulentwicklungsplans, der sich unter anderem zum Ziel gesetzt hatte, die Weststadtschule zu erweitern und den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der Stadt Neu-Ulm zu mehr als 100 Prozent abzudecken. Ein wichtiges Anliegen war ihr auch das städtische Ferienprogramm „Stadtranderholung“, für das sie sich mit großem persönlichen Engagement eingesetzt hat. Darüber hinaus ist sie in vielen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich tätig. Besonderer Erwähnung bedarf ihr uneigennütziges Engagement als Verwalterin eines kirchlichen Kindergartens. Über die Grenzen der Stadt hinaus hat sich Ursula Schnirch als Mitglied des Kreistags Neu-Ulm über zwölf Jahre hinweg verantwortungsvoll für die gesamte Region eingebracht. 

Johannes Schropp (69), Stadt Thannhausen

Johannes Schropp hat über vier Jahrzehnte hinweg beispielhaft die Belange der Stadt Thannhausen und des Landkreises Günzburg vertreten. Insbesondere als zweiter und langjähriger erster Bürgermeister hat er großen Anteil an der positiven Entwicklung der Stadt Thannhausen. Während seiner Amtszeit konnten zahlreiche Projekte verwirklicht werden, die dazu beigetragen haben, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. So wurde die Stadtsanierung voran gebracht, das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut und die Grundschule Thannhausen generalsaniert und erweitert. Tatkräftig hat Johannes Schropp die Erweiterung und Generalsanierung der Kläranlage des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung der Mindelgruppe mit einem Kostenvolumen in Millionenhöhe begleitet. Ein Meilenstein für die Entwicklung der Stadt Thannhausen war auch die Realisierung der ersten beiden Bauabschnitte der Ortsumfahrung der Bundesstraße, die zu einer deutlichen Verkehrsentlastung des Stadtgebiets geführt hat. 42 Jahre lang hat sich Johannes Schropp vorbildlich in der Kreispolitik engagiert und kompetent bei vielen wichtigen Entscheidungen mitgewirkt. Als Behindertenbeauftragter des Landkreises Günzburg hat er zuletzt insbesondere die Interessen benachteiligter Menschen verantwortungsvoll vertreten und sich für deren gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft eingesetzt. 

Herbert Seger (65), Gemeinde Durach

Herbert Seger hat als Mitglied des Gemeinderats und als erster Bürgermeister 42 Jahre lang mit außerordentlichem Engagement die Interessen der Gemeinde Durach gefördert. In seiner dreißigjährigen Amtszeit als erster Bürgermeister hat er Durach zu einem modernen und lebenswerten Gemeinwesen weiter entwickelt. Auf seine Initiative hin wurde frühzeitig ein Gesamtkonzept für eine familienfreundliche Erziehungslandschaft erstellt, das die Situation der Kleinkinderbetreuung ebenso berücksichtigt wie die Ausbildungssituation für Schulabgänger. Hervorzuheben ist seine vorausschauende Grundstückspolitik, durch die jungen Familien und Gewerbetreibenden bezahlbares Bauland zur Verfügung gestellt werden konnte und dadurch auch zur Stärkung der Wirtschaftskraft beigetragen hat. Ein besonderes Anliegen war Herbert Seger stets die heimatnahe Versorgung der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Durch die Gründung einer Stiftung mit Bürgerbeteiligung konnte in Durach ein Seniorenzentrum realisiert werden, das den älteren Menschen die Möglichkeit bietet, ihren Lebensabend in gewohnter Umgebung zu verbringen. Ein Herzensanliegen war ihm die Förderung der Dorfgemeinschaft und des Vereinslebens. Herbert Seger hat deshalb in besonderer Weise alle Projekte unterstützt, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dienen, wie etwa den Neubau des Vereinszentrums, des Sportheims und des Feuerwehrhauses. 24 Jahre lang hat Herbert Seger seine Erfahrungen und seine Kompetenz auch im Kreistag Oberallgäu eingebracht. Als Stellvertreter des Landrats von 1996 bis 2008 hat er verantwortungsvolle Arbeit auf Kreisebene geleistet. Herbert Seger ist in der Region eine über Parteigrenzen hinweg geschätzte Persönlichkeit.

Alois Stadler (65), Stadt Harburg

36 Jahre lang hat Alois Stadler wertvolle Arbeit auf allen drei Ebenen der kommunalen Selbstverwaltung geleistet. Sein Wirken als Mitglied des Stadtrats ist vorbildlich. Die mit dem Amt des zweiten und dritten Bürgermeisters verbundenen Aufgaben hat er stets zuverlässig und verantwortungsvoll wahrgenommen. In den vielen Jahren seiner Zugehörigkeit zum Stadtrat hat Alois Stadler wichtige Entscheidungen mitgetragen, die die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Stadt Harburg gefördert haben. Besonders am Herzen lag ihm der soziale Bereich, für den er sich als Sozialreferent der Stadt Harburg viele Jahre in besonderem Maße eingesetzt hat. Auf seine Initiative hin wurde die Dorfgemeinschaftsstiftung Ebermergen gegründet, die mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital unverschuldet in Notlage geratene Familien aus dem Stadtteil Ebermergen unterstützt. 24 Jahre lang hat Alois Stadler die Interessen seiner Heimat verdienstvoll auch auf Kreisebene vertreten. Ein wichtiges Anliegen ist ihm der Bereich Umwelt. Durch seine langjährige Mitwirkung im Umweltausschuss hat er viele für den Landkreis Donau-Ries bedeutende Projekte mit auf den Weg gebracht, wie etwa das Projekt „Lebensraum Lechtal“ und das Projekt „Heide-Allianz“. Darüber hinaus hat sich Alois Stadler mit seiner großen kommunalpolitischen Erfahrung über zehn Jahre hinweg als Mitglied des Bezirkstags Schwaben engagiert. Insbesondere hat er in dieser Funktion die Diakonie Harburg beim Bau des neuen Pflegeheims in der Stadt Harburg unterstützt.

Josef Walz (59), Markt Pfaffenhofen a.d.Roth

Seit 24 Jahren steht Josef Walz an der Spitze des Marktes Pfaffenhofen a.d.Roth. Mit großem persönlichem Engagement hat er die Entwicklung der Marktgemeinde mit ihren zehn Ortsteilen maßgeblich geprägt und kontinuierlich voran gebracht. Er hat vielfältige Maßnahmen angestoßen, durch deren Umsetzung die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erheblich gesteigert werden konnte. Das Straßen -und Wegenetz wurde ausgebaut und neue Wohnbaugebiete wurden erschlossen. Durch die Erweiterung von Gewerbeflächen und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben konnten Arbeitsplätze ortsnah gesichert werden. Das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen wurde erweitert, die Grund- und Mittelschule wurde ausgebaut und eine Zweifach-Sporthalle errichtet. Zukunftsweisend für die gemeindliche Entwicklung ist die von Bürgermeister Walz initiierte Einführung eines Energiemanagements und die Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzepts. Auch die örtlichen Feuerwehren dürfen sich seiner Unterstützung stets sicher sein. Neben der Erweiterung und dem Neubau von Feuerwehrgerätehäusern wurde das Rettungs- und Hilfskonzept dem notwendigen Bedarf angepasst und alle Feuerwehren mit entsprechenden Fahrzeugen ausgestattet. Ebenso wichtig ist ihm das Vereinswesen. Der Markt Pfaffenhofen unterstützt mehr als 50 Vereine im kulturellen und sportlichen Bereich, insbesondere im Hinblick auf die Jugendarbeit. Über die Grenzen des Marktes Pfaffenhofen hinaus engagiert sich Bürgermeister Walz als Mitglied des Kreistags Neu-Ulm, wo seine kommunalpolitische Erfahrung und seine fundierten Fachkenntnisse hoch geschätzt sind.

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