Bayerisches Städtebauförderprogramm: 45 Millionen Euro für die Kommunen

München, 1. Juli 2015 (stmi). Der Freistaat unterstützt die bayerischen Städte und Gemeinden mit rund 45 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Ein Großteil der Mittel fließt in den ländlichen Raum.

Revitalisierung und Umnutzung des ehemaligen Lechner-Bräus in Baunach (Oberfranken) zu einem Bürgerhaus
© Brückner & Brückner Architekten

"Die bayerischen Städte und Gemeinden können wir heuer mit rund 45 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm unterstützen. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen 66 Millionen Euro zur Verfügung", teilte Innen- und Bauminister Joachim Herrmann anlässlich der Zuteilung der Fördergelder an die Programmkommunen mit. "Das bayerische Städtebauförderprogramm ergänzt wirkungsvoll die Bund-Länder- und EU-Programme. Wir verfolgen damit gerade auch landesspezifische Interessen und unterstützen vor allem Kommunen im ländlichen Raum bei der Bewältigung des Strukturwandels infolge demografischer Veränderungsprozesse. Die Nachnutzung innerörtlicher Leerstände sowie auch die barrierefreie Umgestaltung öffentlicher Räume haben dabei ein großes Gewicht. Unser Ziel ist es, vitale Kommunen und attraktive Zentren als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge zu sichern und zu entwickeln", erläuterte Herrmann.

Förderung des ländlichen Raums

Insgesamt werden 310 bayerische Städte und Gemeinden unterstützt. Mehr als 84 Prozent der Fördermittel kommen dem ländlichen Raum zugute. Mit einem Anteil von 15 Millionen Euro für die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen können spürbare Impulse für die wirtschaftsstrukturelle und städtebauliche Entwicklung vor allem in strukturschwachen Kommunen gesetzt werden. Drei Millionen Euro fließen in Maßnahmen zur Militärkonversion. "Von der Städtebauförderung geht eine hohe Anstoßwirkung für weitere Investitionen aus. Damit leistet sie auch einen wertvollen Beitrag für den Arbeitsmarkt, gerade in von Abwanderung bedrohten Regionen", so der Innenminister weiter.

Projektbeispiele

Aktuelle Projekte sind beispielsweise die Instandsetzung des Gemeinschaftshauses des ehemaligen Lagers für jüdische „displaced persons“ zur Dokumentationsstätte mit Veranstaltungen im Ortsteil Waldram von Wolfratshausen, die Schaffung eines Bürgerparks auf der Brachfäche der ehemaligen Porzellanfabrik Seltmann in Krummennaab, die barrierefreie Neugestaltung der Hofmark als zentraler Platz in Neunkirchen am Wald sowie der Umbau einer Scheune in Kammerstein zu einem Bürgerzentrum. Eine Übersicht über die Programmkommunen finden Sie hier (PDF, 202,4 KB).