Kampagne K-EINBRUCH
© Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Kampf gegen Einbrecherbanden

Ab sofort können private Eigentümer und Mieter Zuschüsse der KfW für Maßnahmen zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche in Anspruch nehmen. Derweil verstärkt Bayern den Kampf gegen Einbrecherbanden. Innenminister Joachim Herrmann hat eine länderübergreifende Fahndungs- und Kontrollaktion gestartet, zu der sich die Polizeien aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen haben.

Zuschüsse der KfW und Kontrollaktionen der Polizei

Sie können sich und Ihr Eigentum wirkunsgsvoll gegen Einbrecher schützen.
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Die KfW unterstützt private Eigentümer und Mieter bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche. So werden beispielsweise der Einbau oder die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- oder Wohnungstüren sowie die Nachrüstung von Fenstern und einbruchhemmende Rollläden gefördert. Weitere Informationen zum Förderprogramm der KfW finden Sie hier. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verstärkt den Kampf gegen Wohnungseinbrüche. Die Bayerische Polizei führt mit Unterstützung der Schleierfahndung und der Bereitschaftspolizei in ganz Bayern Kontrollen gegen Einbrecher durch. Besonders im Visier sind internationale Einbrecherbanden. Die mobilen und stationären Kontrollen finden vor allem an wichtigen Ein- und Ausfallstraßen sowie auf internationalen Verkehrswegen statt.

Fünf-Punkte-Programm gegen Einbrecher

Die Kontrollaktionen sind Bestandteil eines Fünf-Punkte-Maßnahmenpakets der Bayerischen Polizei gegen Wohnungseinbruch. Neben dem erhöhten Fahndungsdruck gehören dazu eine optimierte Lagearbeit auch mithilfe der Prognosesoftware 'Precobs', eine bessere internationale Zusammenarbeit, mehr Ermittlungsbefugnisse und verstärkte Präventionsmaßnahmen. "Wir unternehmen alles, um Einbrechern in Bayern das Leben möglichst schwer zu machen", sicherte Herrmann zu.

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Die Innenminister von Bund und Ländern bei der Innenminister-Konferenz am 16. Juni 2016 im Saarland: Gemeinsame Maßnahmen gegen Einbrecherbanden
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In ihrem Kampf gegen Einbrecherbanden haben sich Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und  Rheinland-Pfalz sowie Bayern und Sachsen zusammengeschlossen. Dazu haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl, Hessens Innenminister Peter Beuth und der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz eine länderübergreifende Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität unterzeichnet. Kern der Vereinbarung ist ein Acht-Punkte-Programm, das insbesondere einen schnelleren und besseren Informationsaustausch, eine stärkere gemeinsame Täterfahndung sowie eine noch intensivere Zusammenarbeit bei konkreten Ermittlungsverfahren und in der Prävention vorsieht. Eine weitere Vereinbarung zur gemeinsamen Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität hat Herrmann mit Sachsens Innenminister Markus Ulbig geschlossen. Ziel der 'Allianz gegen Wohnungseinbrecher' ist ein verstärkter Kampf vor allem gegen internationale Einbrecherbanden.

"Mit unserer neuen Kooperation bündeln wir unsere Stärken und Kompetenzen. Damit wollen wir im gemeinsamen Kampf gegen die Einbruchskriminalität noch schlagkräftiger werden", so Herrmann. "Vorbild war unsere bereits im Sommer 2015 mit Baden-Württemberg geschlossene Kooperationsvereinbarung. Wie die Daten der Kriminalstatistik zeigen, hat sich unser Maßnahmenpaket bereits bewährt. Im vergangenen Jahr gingen die Einbruchszahlen in Bayern entgegen dem Bundestrend zurück. Ich hoffe, dass künftig weitere Bundesländer unserer Kooperation beitreten werden. Nur gemeinsam können wir der länder- und grenzüberschreitenden Wohnungseinbruchkriminalität wirksam Einhalt gebieten."

10.471 kontrollierte Personen

Die Erfolge der gemeinsamen länderübergreifenden Fahndungs- und Kontrollaktionen im Kampf gegen Einbrecherbanden sind beachtlich: 10.471 kontrollierte Personen und Fahrzeuge, 26 vorläufige Festnahmen, darunter sechs Haftbefehle, sowie 81 aufgedeckte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bei insgesamt 1.009 eingesetzten Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei. Das sind die bayerischen Ergebnisse der Kontrollaktion vom 27. bis zum 29. Oktober 2016 mit Fahndern aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. "Damit haben wir den Fahndungsdruck auf kriminelle Banden deutlich erhöht", erklärte Herrmann. "Darüber hinaus ergaben sich durch unsere Kontrollen wertvolle Hinweise, die zur Aufklärung weiterer Straftaten führen können." Der bayerische Innenminister kündigte bereits weitere gemeinsame Kontrollaktionen im Rahmen der Länderkooperation an.

Umfangreiches Informationsmaterial

Die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder bietet zahlreiches Informationsmaterial zum Thema Einbruch- und Diebstahlschutz. So informiert die Broschüre "Ungebetene Gäste" über verhaltensbezogene und sicherungstechnische Möglichkeiten des Einbruchschutzes. Sie klärt über landläufige Irrtümer hinsichtlich des Täterverhaltens sowie vermeintlich ausreichender Schutzmaßnahmen auf. Das Faltblatt "Ganze Sicherheit für unser Viertel" gibt wertvolle Hinweise für mehr Sicherheit in Ihrem Wohngebiet. Dabei wird in knapper Form beschrieben, was Verdachtsmomente für einen Wohnungseinbruch sein können, wie sich Nachbarschaftshilfe organisieren lässt, welche vorbeugenden Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch ergriffen werden können und in welcher Weise bei Erkennen von (möglichen) Straftaten reagiert werden sollte. Einen Überblick über das umfangreiche Medienangebot finden Sie hier.