Digitaler Einsatzfunk BOS landesweit in Betrieb

München, 13. April 2016 (stmi). Das Projekt zur Einführung des bundesweit einheitlichen Digitalfunks BOS ist eines der größten technischen Modernisierungsvorhaben in Deutschland. Für Bayern sind der Erstaufbau des Digitalfunknetzes und die Einbindung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) abgeschlossen.

Einsatzkraft mit Digitalfunkgerät
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Selbst in topographisch anspruchsvollen Gegenden wie den Alpen entstand im Freistaat ein Funknetz, welches äußerst leistungsfähig ist und den Einsatzkräften eine flächendeckende Funkversorgung zur Verfügung stellt. Nur noch an zwei Standorten im hochalpinen Gelände müssen bis Mitte 2016 weitere Sendeanlagen installiert werden, die witterungsbedingt 2015 nicht aufgebaut werden konnten. Mit dann 879 Basisstationen hat Bayern rund ein Fünftel der bundesweit etwa 4.500 benötigten Sendeanlagen. "Unser hochfunktionales Digitalfunknetz ist ein Riesenfortschritt bei der Kommunikation unserer Einsatzkräfte", so Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Die rund eine Milliarde Euro für Planung und Aufbau des Digitalfunknetzes sowie für den Betrieb bis 2021 seien gut investiert. Das habe sich unter anderem letztes Jahr beim G7-Gipfel in Elmau eindrucksvoll bestätigt.

Weltweit größtes Netz seiner Art

Das BOS-Digitalfunknetz ist mit 500.000 Nutzerinnen und Nutzern, die parallel kommunizieren können, das weltweit größte Netz seiner Art. Die herausragenden Vorteile gegenüber der veralteten Analogfunktechnik sind insbesondere die Abhörsicherheit und Sprachqualität sowie die Möglichkeit der Alarmierung und Datenübertragung. Der Digitalfunk garantiert im Notfall nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch den Einsatzkräften selbst schnellstmögliche Hilfe und Unterstützung. Neben der Bayerischen Polizei sind alle bayerischen BOS von Anfang an beim Digitalfunk mit dabei. "Das ist deutschlandweit einmalig", betont der Staatssekretär. In vielen Bundesländern beschränke sich die flächendeckende Teilnahme am Digitalfunk zurzeit noch auf die Polizei. Dagegen habe das bayerische Innenministerium alle bayerischen Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung sowie alle Landkreise und kreisfreien Städte für die Teilnahme am Digitalfunk gewonnen.

Informationen zur bundesweiten Einführung des Digitalfunks BOS