Ausbau der Elektromobilität

München, 20. Mai 2016 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Prämie beim Kauf eines Elektroautos nachdrücklich begrüßt. "Elektromobilität ist für mich ein wichtiges Schwerpunktthema für modernen Verkehr und Klimaschutz. Wir wollen die Ladeinfrastruktur in Bayern massiv ausbauen. Auch soll die Flotte der Elektrofahrzeuge beim Freistaat Bayern vergrößert werden", so der Verkehrsminister.

Ladestecker eines E-Autos - (c) estations - Fotolia.com
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Um eine wirklich alltagstaugliche, flächendeckende Infrastruktur  auszubauen, müsse laut Herrmann die Bundesregierung noch deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen. "Wir werden in Bayern bis 2020 einen Bedarf von rund  7.000 öffentlichen Ladesäulen haben. Die bisherige Unterstützung vom Bund mit rund acht Millionen Euro für die öffentliche Normalladestruktur in Deutschland ist zwar ein guter Anfang, reicht aber längst nicht aus, den Bedarf zu decken. In Bayern reicht das nicht einmal für fünf Prozent unseren Bedarfs", erläuterte der Minister. Insofern ist auch hier der aktuelle Beschluss der Bundesregierung, ein Förderprogramm zum Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen mit 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020 aufzulegen, sehr zu begrüßen. Die bayerische Staatsregierung wird sich darüberhinaus mit Landesmitteln am Aufbau der Ladeinfrastruktur beteiligen.

Mehr Elektrofahrzeuge beim Staat

Auch die Flotte der Elektrofahrzeuge des Freistaats will Herrmann deutlich erhöhen. Herrmann: "Unser Fuhrpark soll in Zukunft im Bereich der geeigneten Fahrzeuge aus 20 Prozent Elektroautos bestehen. Schon heute hat unser Ministerium 18 Elektrofahrzeuge samt zugehörigen Lademöglichkeiten. Wir sind auch das erste Bundesland, in dem die Polizei mit uniformierten BMW i3 im Dienst fährt", ergänzte der Innenminister. Weiter werde an allen Standorten der Bauverwaltung (24), der Regierungen (7) und der Polizeipräsidien (10) jeweils mindestens ein Elektrofahrzeug mit dazugehöriger Elektrotankstelle zur Verfügung zu stellen. Herrmann: "Wir arbeiten derzeit in Abstimmung mit den anderen Ressorts an einem Gesamtkonzept zum Aufbau der notwendigen Ladeinfrastrukturen an Behördenstandorten. Die Ladestationen an den Behörden sollen künftig auch von Bediensteten sowie Dritten im Rahmen des Besucherverkehrs genutzt werden können."

Bundesweite Pilotanlage in Bayern

Bayerns Verkehrsminister richtete auch seinen Wunsch an Berlin, noch mehr Tank- und Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen in Bayern zeitnah mit Schnellladesäulen auszustatten. Bayern gehe hier dank klarer Entscheidungen vom Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit bestem Beispiel voran. Herrmann: "In Bayern wurde die erste bundesweite Pilotanlage auf der Rastanlage Köschinger Forst Ost an der A 9 im September 2015 installiert. Wir unterstützen die Autobahn Tank & Rast GmbH bestmöglich, so daß noch im Frühjahr 2016 die ersten 30 Standorte in Bayern mit Schnellladesäulen ausgerüstet werden. Bayern liegt damit bei der Ausstattung mit Schnellladesäulen bundesweit an der Spitze." Nach Auskunft der Autobahn Tank & Rast GmbH werde der Strom in der Startphase kostenlos an die Kunden abgegeben. "Hier wird ein maßgeblicher Beitrag zur Langstreckentauglichkeit geleistet", so Bayern Verkehrsminister abschließend.