Energieeffiziente kommunale Vorzeigeprojekte

München, 24. Mai 2015 (stmi). Der Freistaat Bayern fördert gemeinsam mit der Europäischen Union kommunale Vorzeigeprojekte mit bis zu 30 Millionen Euro. Bau- und Innenminister Joachim Herrmann freut sich für zwölf Bayerische Vorzeigeprojekte, die so viel CO2 einsparen, dass sie nun für die aktuelle EFRE-Förderperiode 2014 – 2020 ausgewählt wurden.

Iphofen, Rödelseer Tor
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"Zwölf Städte, Märkte und Gemeinden in Bayern können bis Mitte nächsten Jahres Förderanträge für ihre konkreten Projekte vorbereiten. Gerade in öffentlichen Infrastrukturen, wie den kommunalen Nahwärmenetzen, sehen wir ein besonders hohes Potenzial für Energieeinsparungen. Mit den Fördermitteln unterstützen wir den Aufbau dieser kommunalen Nahwärmenetze, sowie die modellhafte Sanierung von kommunalen Gebäuden und leisten so einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung". so Herrmann. Gefördert werden Maßnahmen, die interessante Konzepte zur Ersetzung der fossilen Wärmeerzeugung durch regenerative Anlagen vorlegen. Auch die Anschubfinanzierung für unrentierliche Kosten beim Aufbau von Verteilernetzen und Anschlüssen für Gebäude sowie die Entwicklung und vor allem Umsetzung von integrierten kommunalen Energieleitplänen kann übernommen werden.

Zwölf Kommunen ausgewählt

Insgesamt 32 Städte, Märkte und Gemeinden hatten Projektvorschläge eingereicht. Von einem gutachterlich begleiteten Auswahlgremium wurden folgende zwölf Kommunen ausgewählt, die bis Mitte 2017 ihre Förderanträge für ihre konkreten Projekte mit den zuständigen Stellen an den Bezirksregierungen abstimmen können:

  • Stadt Aschaffenburg - Umsetzung Integriertes Energiekonzept Oberstadt
  • Markt Bechhofen – Wissens- und Erlebniswelt Bechhofen
  • Stadt Dorfen – Energetische Versorgung Freizeit- und Erholungseinrichtung
  • Stadt Friedberg – Infrastrukturentwicklung/Aufbau Verteilnetz
  • Stadt Gräfenberg – Energetische Entwicklungsplanung für Altstadt und Scheunenviertel
  • Stadt Herrieden – Nahwärmeversorgung Altstadtquartier
  • Stadt Iphofen – Erweiterung Nahwärmenetz im Denkmalensemble Altstadt
  • Stadt Kemnath – Errichtung Schlammfaulung zur Biogas- und Stromerzeugung
  • Markt Konnersreuth – Biomasse-Nahwärmeversorgung
  • Stadt München – Areal Großmarkthalle
  • Stadt Rosenheim – Kältenetz Lokschuppen
  • Gemeinde Thüngersheim – Erweiterung Nahwärmeverteilnetz

Alle Kommunen, die am Interessenbekundungsverfahren teilgenommen haben, werden schriftlich über das Ergebnis informiert. Für das Jahr 2017 ist ein weiterer Programmaufruf vorgesehen. Änderungen an der Auslobung sind denkbar.