Bayerischer Sportpreis 2016

München, 16. Juli 2016 (stmi). Die Verleihung der Bayerischen Sportpreise in der BMW Welt München bot Sportminister Joachim Herrmann eine willkommene Gelegenheit, den verdienten bayerischen Sportlerinnen und Sportlern zu ihren großartigen Leistungen zu gratulieren.

Ministerpräsident Seehofer und Sportminister Herrmann mit den Handballern des  HC Erlangen: Herrmann zeichnete am vergangenen Samstag den HC Erlangen mit dem Bayerischen Sportpreis in der Kategorie 'Sonderpreis 2016' aus.
© Frank Rollitz

"Der Bayerische Sportpreis demonstriert den besonderen Stellenwert des Sports in unserem Land. Wir wollen deutlich machen, dass Sport eine verbindende Klammer für unsere Gesellschaft ist, eine faszinierende Kraft, die vereint und begeistert. Darüber hinaus erwartet unsere Sommersportlerinnen und Sportler eines der schönsten Erlebnisse überhaupt", so Sportminister Herrmann, "die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio. Ganz Bayern drückt ihnen die Daumen, dass sie erreichen, was sie sich vorgenommen haben." Als Bayerischer Sportminister ist Herrmann Vorsitzender der Jury, die die Preisträger des Bayerischen Sportpreises 2016 kürt. Mit dem Bayerischen Sportpreis zeichnet der Bayerische Ministerpräsident alljährlich Stars und Initiativen aus, die die positive Wirkung des Sports in der Gesellschaft sichtbar machen und die das Sportleben ideenreich gestalten. Der Preis wird seit 2002 in verschiedenen Kategorien vergeben und ist auch in diesem Jahr jeweils mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisträger 2016:

Alexandra Wenk ist amtierende Deutsche Meisterin über 50-m und 100-m Schmetterling sowie mit dem Team der SG Stadtwerke München Deutsche Mannschaftsmeisterin über 4×100-m-Freistil. Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Kasan schwamm sie im Halbfinale über 100 m Schmetterling deutschen Rekord. Dadurch zog sie das erste Mal in ein WM-Finale ein. Mit der deutschen 4×100-m-Lagenstaffel gewann sie die Bronzemedaille. Bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2015 in Netanja gewann sie über 100 Meter Schmetterling in neuer deutscher Rekordzeit die Bronzemedaille. Bei den Deutschen-Schwimm-Meisterschaften in diesem Jahr in Berlin errang sie die Titel über 100m Schmetterling und 200m Lagen, brach dabei in Vor- und Endlauf jeweils die nationalen Rekorde, unterbot auf beiden Strecken die Olympia-Norm und war damit die treibende Kraft des Stadtwerke-Teams. Jetzt will sie bei Olympia in Rio durchstarten.

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Die Lechwerke AG ist ein regionaler Energiedienstleister mit Sitz in Augsburg und ein wichtiger Unterstützer des Sports in der Region Schwaben. In Kooperation mit dem Bayerischen Landessportverband vergeben die Lechwerke seit fünf Jahren den LEW Energieeffizienzpreis für Vereine, die ihre Sportstätten nachhaltiger und effizienter gestalten wollen. Mit der jüngsten Kampagne „RegionFuerRio“ unterstützen die Lechwerke fünf Spitzensportler aus Bayern auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen. Als regionaler Leistungsträger gilt das Engagement des Unternehmens den Sportarten Eishockey, Fußball,  Kanufahren und dem Laufsport mit zahlreichen Volksläufen. Ein vielfältiges Angebot an Kinder-Fußball- und Eishockeycamps unterstreicht den Stellenwert der Kinder- und Jugendförderung des Unternehmens.

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1. Angelika Allmann

Bei einer Skitour im April 2014 auf Island stürzt die erfolgreiche Bergsportlerin Angelika Allmann 800 Höhenmeter über Eis, Fels und Schnee ab. Sie überlebt schwerverletzt. Mit Unterstützung von Freunden, Familie, Ärzten und Physiotherapeuten und angetrieben von einem unbändigen Willen kämpft sie sich zurück ins Leben. Ihre Erlebnisse verarbeitete sie als Mut machenden Appell in einem Buch und in einem Film. Sie erzählt eindringlich, was es bedeutet, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Ihre Botschaft, dass Aufgeben keine Option sein darf, soll eindringlich verdeutlichen, wie viel man aus eigener Kraft erreichen kann.

2. Joshua Bluhm

Beamter der Bundespolizei in Bad Endorf, wurde im Januar 2016 bei der Zweierbob-WM in Innsbruck mit Johannes Lochner Vize-Weltmeister und Weltmeister mit dem Team. Dabei lag er ein halbes Jahr zuvor noch schwer verletzt im Krankenhaus. Der 21-Jährige war am 27. Juli 2015 bei einem Motorradunfall von einem Auto überrollt worden. Es bestand akute Lebensgefahr. Mit enormem Willen, hervorragender medizinischer Betreuung und großem Trainingseinsatz gelang es Joshua Bluhm in extrem kurzer Zeit, an seinen Leistungsstand vor dem Unfall anzuknüpfen.

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Marianne Kreuzer studierte Germanistik und Sport und ist diplomierte Sportlehrerin. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit einem Abschluss an der renommierten Journalistenschule Axel Springer in Hamburg. Als junge Journalistin sammelte sie bald internationale Erfahrung, schrieb für die bekannte italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“, und war in Deutschland für Sport-Bild und RTL tätig. Von 1993 bis 2005 moderierte sie die Sendung „Blickpunkt Sport“ und leitet seit 1998 die Sportredaktion im Bayerischen Fernsehen.

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Der ehemaliger Trainer der deutschen Nationalmannschaft und seit 2008 als Vizepräsident des Deutschen Eishockeybundes amtierende Kühnhackl kam 1968 nach Landshut und setzte seine bereits beim HC Baník Sokolov begonnene Karriere als Eishockeyspieler beim EV Landshut fort. Nach zwei Wechseln zum Kölner EC und dem Schweizer Club EHC Olten kehrte er 1988 zum EV Landshut zurück und beendete dort 1989 seine Karriere als aktiver Spieler. Kühnhackl wurde 1988 in die Hall of Fame Deutschland aufgenommen und im Jahr 2000 in Deutschland zum Eishockeyspieler des Jahrhunderts gewählt. Insgesamt wurde er dreimal Spieler des Jahres (1978, 1980, 1983). Seine 83 Treffer beim EV Landshut in der Bundesligasaison 1979-80 sind bis heute Rekord. 1976 gewann er mit der deutschen Nationalmannschaft die Bronzemedaille im Olympischen Eishockeyturnier in Innsbruck.

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Carsten Lichtlein spielt als Handballtorwart beim VfL Gummersbach. Bisher hat er über 200 Länderspiele bestritten und dabei als Torwart auch ein Tor erzielt. Sein Länderspieldebüt gab er am 27. November 2001 in Aichwald beim Spiel gegen Österreich. Für den Weltmeistertitel 2007 wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Bei der Europameisterschaft 2016 in Polen wurde er mit der deutschen Mannschaft durch einen 24:17-Sieg über Spanien Europameister. Carsten Lichtlein begann seine Handballkarriere bei der TG Heidingsfeld und wechselte dann über die Zwischenstation TV Kirchzell zum Bundesligisten TV Großwallstadt. Von 2005 bis 2013 spielte er beim TBV Lemgo und seit der Saison 2013/14 beim VfL Gummersbach.

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Der Handball-Club Erlangen kann auf eine drei Jahrzehnte andauernde Vereinsgeschichte mit vielen handballerischen Meilensteinen zurückblicken. Der Kampf an die Spitze der zweiten Bundesliga sowie der Rückkehr  in die erste Bundesliga 2015/2016 sind die vorläufigen sportlichen Höhepunkte des HC Erlangen. Das Team spielte 2015/16 eine herausragende Saison. Erlangen stellte die beste Offensive sowie die beste Defensive der zweiten Liga, gewann alle Heimspiele und feierte frenetisch und verdient den Aufstieg. Eines der Erfolgsrezepte des HC Erlangen ist zweifelsohne seine hervorragende Nachwuchsarbeit, mit der es gelingt, eine Brücke zwischen Breiten- und Leistungssport zu schlagen. Der Erlanger Handballclub ist nicht nur das fränkische Aushängeschild des Handballsports, sondern ein Hoffnungsträger in ganz Bayern und darüber hinaus.

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Der Eishockeyclub HC München 98, heute EHC Red Bull München, kann auf eine 18-jährige Vereinsgeschichte und zahlreiche Erfolge zurückblicken, die von der Bezirksliga bis in die DEL reichen. Der vorläufige sportliche Höhepunkt des EHC Red Bull München ist zweifelsohne die Saison 2015/16. Unter der Leitung von Coach Don Jackson konnte die Mannschaft nicht nur als Sieger aus der Hauptrunde in die Playoffs starten, sondern wurde auch deutscher Meister. Dank seiner Erfolge und des nachhaltigen Spiel- und Geschäftskonzeptes ist der EHC Red Bull München auf dem besten Weg, München als aufstrebenden Eishockeystandort auszubauen und junge Talente dauerhaft an den Club zu binden.

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Die Bayerischen Motorenwerke Aktiengesellschaft hat sich in den letzten 100 Jahren zu einem international agierenden Konzern entwickelt. Dabei hat das Unternehmen nie die Verbindung zu seinen bayerischen Wurzeln verloren. Herkunft und Tradition sind fest in der Unternehmensphilosophie verankert. Dazu gehört auch der Sport. Seit vielen Jahren erweist sich BMW als zuverlässiger Förderer des Sports in Bayern. Zur Saison 2014/2015 erweiterte BMW sein Engagement im Wintersport und wurde Titelsponsor des BMW IBU Weltcup Biathlon, Partner des FIBT Bob & Skeleton Weltcups und des FIL Weltcups Rennrodeln. Zudem ist BMW Technologie-Partner des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland e.V. (BSD). Auch in den Sportarten Tennis, Golf, Motorsport und im Laufsport ist das Engagement des Unternehmens  BMW AG unentbehrlich geworden.

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