Todesschützen gestellt, Messerstecher aufgehalten, Gewalttäter gestoppt

München, 12. September 2016 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München 37 Bürgerinnen und Bürgern die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen, die sogenannte 'Courage-Medaille'.

Verleihung der Courage-Medaille: Innenminister Joachim Herrmann und Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer mit den Geehrten
© Christoph Schedensack

"Unsere Geehrten haben Todesschützen gestellt, Messerstecher aufgehalten, Gewalttäter gestoppt sowie Räuber und Diebe der Polizei übergeben", erläuterte Herrmann bei der Feierstunde. "Ich habe größten Respekt vor dem mutigen Einschreiten und der großartigen Hilfsbereitschaft gegenüber Mitmenschen in Not. Unsere Geehrten haben sich außerordentlich um die Innere Sicherheit im Freistaat verdient gemacht. Diese vorbildliche Zivilcourage verdient besonderen Dank und höchste Anerkennung!" Wie Herrmann deutlich machte, ist das Thema 'Mehr Sicherheit' aktueller denn je. Zwar zeige die bundesweite Kriminalstatistik Jahr für Jahr eindrucksvoll, dass man in Bayern deutlich sicherer leben könne, als anderswo. "Aber auch wir stehen vor großen Herausforderungen, seien es die Flüchtlingskrise, der internationale Terrorismus oder auch aktuelle Kriminalitätsphänomene wie die Einbruchs- und Internetkriminalität", so der Innenminister. Mit dem im Juli dieses Jahres von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Sicherheitskonzept 'Sicherheit durch Stärke' sollen vor allem Polizei, Justiz und Verfassungsschutz noch weiter gestärkt werden.

"Für mehr Sicherheit wollen wir auch das ehrenamtliche Engagement in Bayern noch mehr ausbauen. Wir setzen vor allem auch auf die Zivilcourage unserer Bevölkerung", kündigte Herrmann an. Dazu soll die Bayerische Sicherheitswacht von derzeit rund 770 Bürgerinnen und Bürgern auf rund 1.500 Personen aufgestockt werden. "Mit ihrer Präsenz auf der Straße, in Fußgängerzonen und Parks stärken unsere Männer und Frauen von der Sicherheitswacht das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ganz erheblich", hob der Minister hervor. "Außerdem hilft die Sicherheitswacht durch den engen Kontakt zur Polizei, Vandalismus und Ordnungsstörungen vorzubeugen." Herrmann bietet allen Kommunen in Bayern an, die Einführung der Bayerischen Sicherheitswacht im Ort zu prüfen. "Unsere Polizeipräsidien stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite."

Die Ehrung mit der Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit fand heuer zum 23. Mal statt. Herrmann erinnerte im Rahmen der Verleihung auch an den Tod von Dominik Brunner, der am 12. September 2009 Kinder vor einem gewalttätigen Übergriff in einer Münchner S-Bahn beschützt hatte und dann selbst Opfer eines grausamen Angriffs wurde. "Es ist mir ein besonderes Anliegen, Dominik Brunner ein würdevolles Andenken zu bewahren", betonte der Minister. Genau aus diesem Grund finde die Verleihung der Courage-Medaille seither immer am Todestag Brunners oder in zeitlicher Nähe dazu statt.  

Fotos von der Verleihung finden Sie hier.

Im Dezember 2015 stach ein Mann in einem Einkaufszentrum in Kempten mit einem Klappmesser auf mehrere Personen ein und verletzte diese zum Teil schwer. Herr HÖRMANN erkannte die Gefährdungslage sofort und eilte ihnen zu Hilfe. Er schrie den Täter an und wehrte ihn mit einem Fußtritt ab, als dieser nun auf ihn zukam. Als Herr HÖRMANN sodann sah, dass der Täter in dem Einkaufszentrum voller Menschen auf eine Bank mit weiteren Personen zuging, sprang er ihn von hinten an und krallte sich fest. Mit Herrn HÖRMANN auf dem Rücken, der versuchte, den Täter zurückzuhalten, stach der Täter auf eine weitere Person ein.

Darauf aufmerksam geworden, kamen jetzt auch Herr SCHÖLER, Herr HEUBUCH und Herr KONRAD und ein weiterer Herr zu Hilfe. Im Gerangel gelang es Ihnen schließlich, den Täter zu Boden zu bringen, ihm das Messer zu entreißen und bis zum Eintreffen der ersten Polizeistreife festzuhalten. Herr KONRAD wurde dabei verletzt.

Ohne das beherzte Eingreifen hätte der Täter wohl noch weitere Personen attackiert und verletzt oder gar getötet. Die Aufklärung der Tat wäre erschwert worden.

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Im November 2014 wollte ein Fahrradfahrer in Augsburg einer Rentnerin die Handtasche entreißen, die sie unter den Arm geklemmt hatte. Aufgrund der heftigen Gegenwehr der Rentnerin geriet er ins Straucheln und beide stürzten zu Boden.

Herr ROHRER, der gerade mit dem Auto unterwegs war, erkannte die Situation, hielt an, stieg aus und rannte zu den beiden Gestürzten. Der Täter nahm sein Fahrrad hoch und wollte flüchten. Doch Herr ROHRER packte ihn mit beiden Händen an den Schultern, brachte ihn zu Boden und hielt ihn fest. In diesem Moment kam ein weiterer Mann hinzu, der zusammen mit Herrn ROHRER den Täter fesselte und die Polizei rief. Nach dem Eintreffen der Polizei stellte sich heraus, dass der Täter ein großes Küchenmesser im Hosenbund stecken hatte. Das Auto von Herrn ROHRER wurde beim schnellen Überfahren des Bordsteins beschädigt.

Dank des couragierten Verhaltens der beiden Herren konnte der Täter unmittelbar festgenommen werden.

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Im August 2015 beobachtete ein Busfahrer, wie zwei Männer am Busbahnhof in Kronach eine Schnapsflasche gegen eine Wand warfen. Er sprach die beiden an. Die Situation eskalierte und die beiden Täter schlugen auf den Busfahrer ein. Sie rissen ihn zu Boden und traten dort gemeinsam auf ihn ein.

Frau KEMMERLING, die mit dem Auto vorbeifuhr, unterbrach ihre Fahrt, kehrte um und kam dem Busfahrer zur Hilfe, indem sie die offensichtlich völlig außer Kontrolle geratenen Männer aus sicherer Entfernung ansprach. Sie ließen von ihrem Opfer ab. Kurze Zeit später traf die Polizei ein.

Durch ihr beherztes Eingreifen konnte Frau KEMMERLING mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Verletzungen des Busfahrers verhindern.

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Im Februar 2016 entriss ein Mann in Coburg einer Mitbürgerin die Handtasche und flüchtete anschließend in Richtung Marktplatz.

Zwei Männer verfolgten den Täter sofort zu Fuß. Am Marktplatz konnten sie ihn einholen und festhalten. Gemeinsam mit der Tochter der Geschädigten gelang es ihnen, dem Täter die Handtasche wieder zu entreißen. Beim Versuch, den Täter weiter festzuhalten kam es jedoch zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Passanten Herr REIßENWEBER und Herr MÜLLER erkannten die Situation und eilten zu Hilfe. Beim gemeinschaftlichen Versuch, den Täter an der Flucht zu hindern, traf Herrn REIßENWEBER die Faust des Täters ins Gesicht.

Dem Täter gelang es, sich loszureißen und zu flüchten. Herr REIßENWEBER und Herr MÜLLER verfolgten ihn zu Fuß. Gemeinsam mit weiteren Passanten wiesen sie die inzwischen eingetroffene Polizeistreife auf den flüchtenden Täter hin. Mithilfe dieses umsichtigen Verhaltens konnten die Polizeibeamten den Täter festnehmen.

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Im Februar 2015 randalierte ein Mann vor einem Anwesen in Bayreuth und schlug mit einem Fahrrad die Scheibe neben der Eingangstüre ein. Von einer Frau darauf angesprochen, ging er auf sie zu und drohte ihr mit Schlägen. Zu diesem Zeitpunkt ging Herr AHAMADE dazwi­schen und forderte den Mann auf, die Frau ihn Ruhe zu lassen.

Dieser griff nun Herrn AHAMADE an, versuchte ihn mit Fäusten zu schlagen und verletzte ihn mit drei Kopf­stößen schwer.

Herr FALABRETTI kam dem Verletzten zu Hilfe und versuchte den Angreifer von diesem wegzuziehen. Daraufhin griff der Täter nach seiner Hand und bog ihm die Finger schmerz­haft nach hinten. Anschließend flüchtete der Täter. Er konnte nachträglich von der Polizei ermittelt werden.

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In Rosenheim wurde ein Hausbewohner an einem späten Abend im Juli 2015 auf den Lärm und die Schreie aus der Wohnung im Stockwerk über ihm aufmerksam und ging ins Treppenhaus. Dort begegnete ihm ein Mann, der Messer dabei hatte und dem Anschein nach stark verwirrt war. Er ging auf den Hausbewohner los und verfolgte ihn, als dieser flüchtete. Herr WEBER, der zu dieser Zeit im Garten war, beobachtete die Szene. Er lief sofort hinter den beiden her und nahm sich eine Eisenstange eines Verkehrszeichens mit. Er sah, wie der Täter den davon Laufenden einholte und mit den Messern auf ihn einstach.

Herr WEBER ging mit der Eisenstange dazwischen und erreichte, dass der Täter von dem am Boden liegenden und bereits schwer verletzten Mann abließ und sich entfernte. Frau ADLMAIER befand sich nur wenige Meter entfernt auf dem Gehweg. Der Täter ging nun geradewegs auf Frau ADLMAIER zu, die Messer nach wie vor in Händen. Sie schrie ihn an, seine Messer wegzulegen. Er tat dies und entfernte sich. Kurz darauf konnte er von den eintreffenden Polizeibeamten festgenommen werden.  

Durch sein Einschreiten brachte Herr WEBER den Täter in der lebensgefährlichen Situation dazu, von seinem Opfer abzulassen. Frau ADLMAIER brachte den Täter dazu, seine Messer abzulegen.

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 Im Juli 2015 erreichte die Einsatzzentrale der Polizei die Mitteilung, dass eine Frau erschossen worden sei. Die unmittelbare Überprüfung bestätigte, dass eine Frau aus einem Fahrzeug heraus beschossen worden war und noch am Tatort verstorben ist. Der zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Täter flüchtete mit einem Auto. Wenige Minuten später kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Die Polizei leitete daraufhin eine Großfahndung ein. Die Bevölkerung wurde unverzüglich über Radiodurchsagen gewarnt. Zwischenzeitlich häuften sich Meldungen, dass weitere Personen beschossen bzw. bedroht worden sein sollen.

Schließlich kam es in einer Tankstelle in Bad Windsheim zur Festnahme des Tatverdächtigen. Er war dort mit gezogener Waffe vorgefahren. Während seines Aufenthaltes in der Tankstelle legte er seine Pistole auf dem Tresen ab. Die Kassiererin, Frau HAHN ergriff die Pistole, rannte aus dem Verkaufsraum und sperrte sich in der Toilette ein. Der Tatverdächtige wollte nun zurück zu seinem Auto gehen. Dort hatte er eine weitere Waffe und Munition. Auf dem Weg dorthin wurde er von weiteren Mitarbeitern der Tankstelle überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizeistreife festgehalten.

Durch den beherzten Einsatz der Tankstellenmitarbeiter konnte der gefährliche Täter gestoppt werden.

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Im Juli 2015 beobachtete Herr JEVTIC in Nürnberg, dass ein Mann eine ältere Dame ansprach und sich dann verdächtig verhielt. Da sehr laut gesprochen wurde, bekam Herr JEVTIC auch mit, dass der Mann die Dame nach ihren Vermögensverhältnissen ausfragte. Er befürchtete eine Straftat zum Nachteil der Dame und ging den beiden nach. Zugleich nahm er telefonischen Kontakt mit seiner Frau auf, schilderte ihr den Sachverhalt und bat sie, die Polizei zu verständigen.

Herr JEVTIC beobachtete, dass der Mann die Dame bis zu ihrer Wohnung verfolgte, später alleine wieder aus dem Anwesen heraus kam und mit einem Fahrzeug davonfuhr. Es gelang ihm, mit dem Mobiltelefon ein Foto von dem Mann anzufertigen. Durch das umsichtige Handeln von Herrn und Frau JEVTIC konnte der später zur Anzeige gebrachte Trickdiebstahl mit einer Schadenshöhe von 14.000 Euro polizeilich aufgeklärt werden.

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Herr ROßMANN bemerkte im Dezember 2015 in München ein Taxi, in das mehrere Müllsäcke eingeladen wurden. Als ein Müllsack umkippte, konnte er erkennen, dass sich in dem Sack mehrere Zigarettenstangen befanden. Da ihm diese Aktion eigenartig vorkam, verständigte er die Polizei und verfolgte das wegfahrende Taxi. Dabei hielt er ständig Kontakt mit dem Polizeifunksprecher und gab laufend Standortmeldungen durch, bis das Taxi durch Polizeibeamte einer Kontrolle unterzogen werden konnte.

Wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte der Täter die Eingangstüre eines Lotto- und Tabakwarengeschäfts eingeschlagen und dort gelagerte Gegenstände gestohlen. Der Taxifahrer war an der Straftat nicht beteiligt. Durch seine schnelle und umsichtige Reaktion konnte Herr ROßMANN zur Aufklärung der Tat beitragen.

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Im Januar 2016 versuchte ein Mann in München einer Frau die Handtasche zu entreißen. Sie wehrte sich und rief um Hilfe. Der Täter griff ihr ins Gesicht und schubste sie zu Boden.

Herr HAUSRUCKINGER hörte die Schreie, verständigte die Polizei und verfolgte den Täter. Wenige Sekunden später wurde er dabei von Herrn HÖLZLHAMMER unterstützt. Während seiner Flucht schubste der Täter seinen Verfolgern zwei Fahrräder in den Weg. Die Handtasche warf er weg. Herr HAUSRUCKINGER nahm sie an sich und übergab sie später der Polizei.

Aufgrund der hervorragenden Beschreibungen konnte der Täter später von einer zivilen Polizeistreife festgenommen werden. Im Verlauf der Ermittlungen konnten dem Täter noch weitere Raubstraftaten nachgewiesen werden. Durch das couragierte Verhalten von Herren HAUSRUCKINGER und Herrn HÖLZLHAMMER konnten gleich mehrere Straftaten aufgeklärt werden.

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Im August 2014 wurde eine Hotelangestellte auf ihrem Weg zur Arbeit schon bei ihrem Einstieg in die U-Bahn in München von einem Mann verfolgt. An ihrer Arbeitsstelle angekommen, griff der Unbekannte sie plötzlich an und versuchte sie aus dem Haus zu zerren. Sie wurde dabei leicht verletzt.

Herr LILOV, ein Arbeitskollege eilte ihr zu Hilfe und konnte sie letztlich aus der Umklammerung des Mannes befreien. Dieser biss ihm in die Hand.

Herr LILOV bewahrte die Frau vor weiteren Angriffen des Täters.

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Im Februar 2015 griff ein Mann mehrere Fahrgäste in einer U-Bahnstation in München an. Er attackierte mehrere Frauen, indem er sie beispielweise mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug oder den Kopf eines Opfers gegen die Seitenwand der Rolltreppe rammte. Als er gerade dabei war, auf eine weitere Frau loszugehen, wurden Herr PISSORS und Herr MEGELE auf ihn aufmerksam. Sie zogen den Täter vom Opfer weg und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Herr MEGELE wurde dabei leicht verletzt.

Durch das mutige Einschreiten von Herrn PISSORS und Herrn MEGELE wurden konnte der Täter gestoppt werden.

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Eine sehbehinderte Frau, die mit ihrem Blindenstock unterwegs war, streifte im Mai 2015 in München beim Einsteigen in die U-Bahn einen Mann am Arm. Obwohl sie sich sofort entschuldigte, packte er sie und stieß sie mit beiden Händen mit voller Wucht von sich weg. Sie stolperte über ein Wägelchen und prallte mit der Schulter gegen eine Trennscheibe.

Herr RENNET und Frau LINDAUER kümmerten sich um die verängstigte Frau und blieben bis zum Eintreffen der Polizei bei ihr. Herr RENNET hielt den Angreifer zusammen mit weiteren Fahrgästen davon ab, erneut auf die Frau loszugehen. Herr RENNET und Frau LINDAUER verständigten auch die Polizei.

Durch das Einschreiten von Frau LINDAUER und Herrn RENNET wurden der Frau wahrscheinlich weitere Angriffe erspart.

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Im Dezember 2015 hörte Herr KASTENHUBER am frühen Abend in seiner Wohnung in Ingolstadt vom Treppenhaus des Mehrfamilienhauses her verdächtige Geräusche. Durch den Türspion sah er, dass sich jemand an der benachbarten Wohnungstüre zu schaffen machte. Er verständigte die Polizei, der den Einbrecher dann auch festnehmen konnte.

Aufgrund der Festnahme des Täters konnte die Polizei schließlich 35 Wohnungseinbrüche aufklären.

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Im September 2015 kam es in Neuburg a.d. Donau zu einer brutalen Schlägerei zwischen drei Männern, bei der auch Messer im Spiel waren. Schließlich attackierten zwei der beiden Männer den dritten Mann auf öffentlicher Straße. Sie schlugen ihn und traten dem bereits auf dem Boden Liegenden brutal gegen den Kopf.

Herr MARTIN, der auf dieser Straße mit dem Auto unterwegs war, wurde auf das Geschehen aufmerksam. Er entschied sich, sofort anzuhalten und einzugreifen. Er packte einen der Angreifer, zerrte ihn von dem am Boden liegenden Verletzten weg. Dann konnte sich der Angreifer aber losreißen und schlug erneut auf den Verletzten ein. Herr MARTIN konnte den völlig in Rage geratenen Angreifer erneut greifen und wegziehen. Dabei schlug ihm der Angreifer ins Gesicht. Mit seinem Eingreifen konnte Herr MARTIN weitere Angriffe verhindern.

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 Im Juni 2015 verfolgte der Fahrer eines Kleintransporters eine Frau in ihrem Pkw auf der Autobahn und fuhr ihren Pkw dabei mehrfach von hinten an. Die Frau fuhr in Markt Schwaben in die nächste Tankstelle, stellte ihren Pkw ab und lief um Hilfe rufend in die Verkaufsräume der Tankstelle. Der Fahrer des Kleintransporters fuhr ebenfalls in die Tankstelle ein, stieg aus, beschimpfte alle Anwesenden und ahmte mit der Hand eine Pistole nach. Außerdem versuchte er, eine in der Nähe befindliche Person zu schlagen. Dann stieg er wieder in den Kleintransporter und beschädigte durch Auffahren mehrere umherstehende Fahrzeuge.

Herr KANDLBINDER befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem der Tankstelle gegenüberliegenden Gehweg und konnte das Geschehen beobachten. Er lief zu dem Kleintransporter, öffnete die Beifahrertüre, stoppte den Motor und nahm den Zündschlüssel an sich. Der Fahrer versuchte währenddessen, ihn zu schlagen. Doch Herr KANDLBINDER brachte den Fahrzeugschlüssel in die Tankstelle. Kurz darauf traf die Polizei ein und nahm den alkoholisierten Kraftfahrer fest.

Durch sein couragiertes Eingreifen hat Herr KANDLBINDER die Festnahme gleich an der Tankstelle ermöglicht und damit weitere Gefahren unterbunden

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Herr HLAWATSCH beobachtete im Oktober 2015 in Regensburg wie ein Mann aus einem Verkaufsstand eine Geldkassette entwendete und damit flüchtete. Er verfolgte ihn und konnte ihn einholen. Ein anderer Mann wurde auch auf das Geschehen aufmerksam und entschloss sich ebenfalls einzugreifen.

Gemeinsam gelang es ihnen, den flüchtenden Mann zu Boden zu bringen. Dieser wehrte sich heftig, sprühte dem anderen Mann zuerst mit einem Pfefferspray ins Gesicht und versuchte dann, ihn mit einer Einwegspritze in den Arm zustechen. Trotzdem hielt dieser ihn bis zum Eintreffen der Polizei weiter fest.

Das mutige Eingreifen der beiden Herren führte zur Festnahme des Täters durch die Polizei.

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Im November 2015 entwendete ein Mann in einem Geschäft in Straubing zwei Paar Sportschuhe. Nachdem er den Kassenbereich passiert hatte, wurde er von einer Mitarbeiterin des Geschäfts aufgefordert, stehen zu bleiben. Doch er lief davon. Die Mitarbeiterin rief mehrmals laut „Haltet den Mann, er hat Schuhe gestohlen“.

Herr HACK und Herr MATHIAS hörten das. Herr HACK konnte den Mann festhalten, als er gerade auf sein Fahrrad steigen wollte. Es kam zu einem Gerangel. Erst mit Hilfe von Herrn MATHIAS gelang es, den Täter zu Boden bringen. Nachdem er versicherte hatte, sich ruhig zu verhalten, ließen ihn Herr HACK und Herr MATHIAS aufstehen. Der Täter unternahm jedoch einen erneuten Fluchtversuch und schlug Herrn MATHIAS gegen die Schulter. Gemeinsam gelang es Herrn HACK und Herrn MATHIAS den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Sie haben damit die Festnahme durch die Polizei ermöglicht.

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 Im Juni 2015 verfolgte die Mitarbeiterin eines Geschäfts in Bodenmais mehrere Personen, die Glaswaren entwendet hatten. Diese wollten mit einem Pkw flüchten. Bei dem Versuch, sie aufzuhalten, wäre die Mitarbeiterin beinahe von ihnen angefahren worden.

Herr KUCHLER, der sich gerade auf dem Parkplatz aufhielt, fotografierte mit seiner Handykamera die Flucht des Fahrzeugs. Letztlich konnten die Täter auch Dank der von Herrn KUCHLER gefertigten Bilder von der Polizei identifiziert und später auch festgenommen werden.

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Im Juli 2015 ertappte ein Zugbegleiter auf der Bahnfahrt von München nach Dachau einen jugendlichen Schwarzfahrer. Der Jugendliche war sehr aggressiv und schließlich eskalierte der Streit am Dachauer Bahnhof. Der 15-Jährige schlug den Zugbegleiter mehrmals mit der Faust, nahm ihn in einen Würgegriff und drohte, ihn fertig zu machen und umzulegen.

Ein mitreisender Fahrgast, Herr HOLLMANN, kam dem Zugbegleiter zu Hilfe. Im weiteren Verlauf beleidigte der Jugendliche nun auch Herrn Hollmann und schlug auf ihn ein. Ein anderer Mitreisender konnte den 15-Jährigen aber zu Boden zu drücken und ihn fixieren. Der Jugendliche konnte sich aber wieder befreien und anschließend flüchten. Wenig später wurde er von der Polizei festgenommen. Er war der Polizei bereits als Gewalttäter bekannt.

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In München wurden im Oktober 2015 in der S-Bahn zwei Mädchen von einem Mann belästigt und beschimpft.

Herr SCHMITT stellte sich zwischen die Mädchen und dem Mann und forderte ihn auf, aufzuhören. Dieser reagierte gereizt und versuchte, Herrn SCHMITT mit der Faust gegen den Kopf zu schlagen. Zusammen mit mehreren anderen Reisenden konnte Herr SCHMITT den Mann schließlich an einem Haltepunkt aus der S-Bahn schieben. Durch das beherzte Eingreifen ließ der Mann letztlich von den Mädchen ab. Wenig später konnte die Polizei ihn festnehmen.

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