Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Erlangen, 5. Oktober 2016 (stmi). Die staatliche Fach- und Berufsoberschule Erlangen hat den Titel 'Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage' erhalten. Innenminister Joachim Herrmann hat die Patenschaft für das Projekt übernommen.

'Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage'; Innenminister Joachim Herrmann übernimmt am 5. Oktober 2016 die Patenschaft der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Erlangen für das Projekt 'Heimatlos'
© Staatliche Fach- und Berufsoberschule Erlangen

Für ihr Projekt „Heimatlos“ der Klasse T13 erhält die staatliche Fach- und Berufsoberschule Erlangen vom Verein Aktion Courage e. V. den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Für das Projekt der Schule übernahm heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der feierlichen Verleihung des Titels die Patenschaft. Herrmann: „Das Engagement im Rahmen des bundesweiten Gesamtprojekts „Schule ohne Rassismus“ verdient höchste Anerkennung. Die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Erlangen tragen mit dazu bei, ein Bewusstsein für ein aktives Miteinander ohne Ausgrenzung zu schaffen. Deshalb habe ich auf ihre Bitte hin sehr gerne die Patenschaft für das Projekt in meiner Heimatstadt Erlangen übernommen.“  

Der bayerische Innenminister hatte bereits die Patenschaft für Projekte der Staatlichen Berufsschule Neumarkt in der Oberpfalz, der Werner-von-Siemens Realschule Erlangen und des Erlanger Gymnasiums Fridericianum übernommen. Er dankte nun den Schülerinnen und Schülern der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Erlangen für ihr besonderes Engagement: „Ich hoffe, dass noch mehr Schulen Eurem guten Beispiel folgen.“ Angesichts zunehmend hörbarer gesellschaftlicher und politischer Radikalisierung rief Herrmann die Schülerinnen und Schüler zur Wachsamkeit auf: „Einer kleinen, aber lautstarken Minderheit von radikalen Kräften steht eine friedliche und tolerante Mehrheit gegenüber. Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe, dem Treiben von Rassisten und Extremisten nicht tatenlos zuzusehen. Dazu brauchen wir Zivilcourage. Genau hier setzt das Projekt „Schule ohne Rassismus“ an.“ Mit dem Projekt trage die Fach- und Berufsoberschule Erlangen zu einem Klima der Aufklärung bei, in dem sich Menschen bewusst für Toleranz einsetzen und sich aktiv gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung stellen. „Um die Grundlagen unseres Zusammenlebens und unsere offene Gesellschaft zu erhalten, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Die Schulen leisten hierbei wichtige Präventionsarbeit im Kampf gegen extremistische Bestrebungen. Wir wollen sie dabei tatkräftig unterstützen“, so der Bayerische Innenminister.

Aufklärung und Beratung

Einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Beratung leistet dabei unter anderem die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus, BIGE. Sie berät präventiv im Umgang mit allen Formen des Extremismus und von Radikalisierung, etwa mit Hilfe eines Bürgertelefons. Das Internetportal www.bayern-gegen-rechtsextremismus.bayern.de bietet weitere wichtige Informationen zur Aufklärungsarbeit.