Neubürgerempfang in Nürnberg

Nürnberg, 2. Dezember 2016 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann und Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder haben heute im Heimatministerium in Nürnberg bei einem Neubürgerempfang 375 neu Eingebürgerte aus dem nordbayerischen Raum begrüßt.

Innenminister Joachim Herrmann (r.) und Finanzminister Markus Söder beim Neubürgerempfang in Nürnberg
© Sven Grundmann

"Ihre Einbürgerung ist der Lohn für erfolgreiche Integration", sagte Herrmann zu den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, die aus 53 Ländern stammen. "Sie haben sich bewusst für Deutschland und für Bayern entschieden und wir haben uns bewusst für Sie entschieden. Damit ist Bayern definitiv zu Ihrer Heimat geworden." Auch Finanz- und Heimatminister Dr. Söder hieß die neuen Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen und betonte: "Wir wollen, dass Sie Teil unserer Gesellschaft werden." Für den Innenminister bedeutet die Einbürgerung, dass die Neubürger nun aktiv am öffentlichen Leben teilhaben können, sei es unter anderem bei Wahlen oder der Kandidatur für Ämter. "Engagieren Sie sich für ein lebenswertes Umfeld und eine gute Zukunft in Bayern", appellierte Herrmann. "Wir brauchen Leute wie Sie, die sich mit ihren Fähigkeiten einbringen und unser Land nach vorne bringen wollen." Auch Finanz- und Heimatminister Dr. Söder wies auf die Pflichten als Mitglied der bayerischen Gesellschaft hin: "Wer hier auf Dauer leben will, sollte nicht nur den Willen mitbringen, hier heimisch zu werden, sondern muss auch unsere Grundwerte akzeptieren und leben. Uns geht es um wichtige Werte wie Toleranz, Gleichberechtigung von Mann und Frau und Respekt vor dem Glauben anderer."

Pro Jahr bayernweit rund 13.000 Einbürgerungen

Wie der bayerische Innenminister erläuterte, werden in Bayern jährlich rund 13.000 Personen eingebürgert. Bayern stehe gerade für hochqualifizierte Hochschulabsolventen und ausländische Fachkräfte offen. Grundvoraussetzung sei das Beherrschen der deutschen Sprache. "Außerdem müssen sich die Einbürgerungswilligen zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes bekennen und sich mit unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie unserer Geschichte und unseren Lebensverhältnissen auseinandersetzen", ergänzte Herrmann. Dazu kommen im Regelfall weitere Voraussetzungen wie beispielsweise ein rechtmäßiger Daueraufenthalt von grundsätzlich mindestens acht Jahren, die Fähigkeit, seinen Unterhalt selbst zu bestreiten, die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit sowie keine Vorstrafen und keine Anhaltspunkte für eine extremistische oder terroristische Betätigung.

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wurden für den Neubürgerempfang zufällig ausgewählt. Grundlage waren alle Erwachsenen, die von Juni 2015 bis Mai 2016 eingebürgert wurden und in der Oberpfalz, in Oberfranken, Mittelfranken oder Unterfranken wohnen. Es ist der zweite Neubürgerempfang der Bayerischen Staatsregierung. Der erste Neubürgerempfang fand für den südbayerischen Raum im März 2016 in München statt.