Barrierefreier Ausbau von Bahnhöfen

München, 20. Januar 2017 (stmi). Der Bundesverkehrsminister hat heute grünes Licht für den barrierefreien Umbau von weiteren kleinen Bahnhöfen in Bayern gegeben. Im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms können bis spätestens zum Jahr 2020 sechs weitere Bahnhöfe mit weniger als 1.000 Ein- und Aussteigern barrierefrei ausgebaut werden.

Rollstuhlfahrer an einem Bahnhof
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Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann freut sich für diese Orte und die Fahrgäste: „Die Stationen Eichstätt Stadt, Neumarkt St. Veit, Waging, Oberkotzau, Weilbach und Gersthofen werden umgebaut. Der Bund hat alle unsere Nachmeldungen berücksichtigt. Das Bahnland Bayern wird damit noch attraktiver.“ Mit diesen sechs Bahnhöfen erhöht sich die Zahl der bayerischen Bahnhöfe, die im Rahmen dieses Sonderprogramms finanziert werden auf insgesamt 19. Der Bund hatte die Länder im letzten Herbst um Nachmeldungen gebeten, nachdem er seinen Anteil des Programms von 50 Millionen Euro auf 80 Millionen Euro erhöht hatte. Die Länder beteiligen sich an der Finanzierung der Projekte mit mindestens 50 Prozent. Während die Mittel des Bundes nur bis 2018 ausbezahlt werden können, kann die Landesfinanzierung bis zum Jahr 2020 gewährt werden. Insgesamt wurden bei der Nachmeldung 25 Bahnhofsprojekte berücksichtigt.

Bahnland Bayern wird noch attraktiver

Der Umbau der sechs zusätzlichen Bahnhöfe in Bayern wird nach aktuellem Stand insgesamt rund 6,5 Millionen Euro kosten. Im Fall von Gersthofen, dem mit Abstand umfangreichsten Projekt, hat die Stadt sogar eine Mitfinanzierung in Aussicht gestellt, um den Freistaats-Anteil auf 50 Prozent zu deckeln. Herrmann: „Insgesamt profitieren an diesen sechs jetzt ausgewählten Bahnhöfen über 3.500 Ein- und Aussteiger vom barrierefreien Ausbau. Die Ausbauprojekte ergänzen das neue Bayerische Aktionsprogramm für Barrierefreie StationsInfrastruktur (BABSI 21), das wir mit der DB AG auf dem bayerischen Bahngipfel kurz vor Weihnachten vereinbart haben.“