Herrmann beim Bayerischen Immobilientag

Nürnberg, 16. März 2017 (stmi). Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat die SPD erneut aufgefordert, das Bauen zu entbürokratisieren. Beim Bayerischen Immobilientag in Nürnberg betonte er heute: “Wer die Schraube mit den energetischen Standards immer weiter anzieht, darf sich nicht wundern, wenn sich ein Neubau für Bauherren irgendwann nicht mehr rentiert. Wir müssen Bauherren unterstützen und nicht behindern. Wir brauchen Wohnraum mehr denn je.“

 Innen- und Bauminister Joachim Herrmann beim Bayerischen Immobilientag in Nürnberg
© Stefan Obermeier

Herrmann setzt sich auf Bundesebene vehement gegen eine Verschärfung der Vorschriften zur Energieeinsparung im Wohnungsneubau ein. Den geplanten Gesetzentwurf des Bundes nannte er ein Trauerspiel. „Durch die laufende Erhöhung energetischer Standards wird das Bauen immer weiter verteuert. Diese Entwicklung gefährdet vor allem die Errichtung von günstigem Wohnraum, der dringend benötigt wird“, sagte er heute. Er setze sich zudem für die degressive Abschreibung von Mietwohnungsbauten ein. Herrmann: „Auch bei den steuerlichen Rahmenbedingungen für Bauherren lasse ich nicht locker! Wir wollen das Bauen von angemessenem Wohnraum dauerhaft und flächendeckend unterstützen. Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet die SPD sich weigert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das bezahlbare Wohnen beschleunigen.“

Bauen beschleunigen

In Bayern erlebt der Wohnungsbau mit dem im Jahr 2016 eingeführten Wohnungspakt Bayern einen deutlichen Aufschwung. Mehr als 74.000 Baufreigaben gab es im letzten Jahr – so viele wie seit knapp 20 Jahren nicht mehr. Laut Bauminister Herrmann müsse jedoch noch mehr gebaut werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum, besonders in den Metropolregionen, zu decken. Er appellierte deshalb auf dem Bayerischen Immobilientag vor den Bauleuten: „Bauen Sie! Damit Bayern ein Land bleibt, in dem man gut wohnen und leben kann.“