Mehr Ladesäulen für Elektroautos

München, 25. April 2017 (stmi). Der Ministerrat hat den Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos an Behörden auf den Weg gebracht. Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: „Ich bin überzeugt davon, dass wir die Infrastruktur für Elektroautos weiter ausbauen müssen. Das Netz muss flächendeckend und ohne weiße Flecken auf der Landkarte sein. Je besser die Versorgung mit Schnellladesäulen ist, desto mehr Menschen steigen auch auf ein Elektroauto um“.

Innenminister Herrmann mit einem Elektroauto bei einem Pressetermin
© Siemens AG

Der Verkehrsminister plant daher als Ergänzung zu öffentlich geförderten und privat finanzierten Ladestationen ein Netz aus knapp 190 Ladesäulen an unterschiedlichen Behördenstandorten. Künftig sollen in allen 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten Bayerns Autofahrer bei Behördenbesuchen ihr Elektrofahrzeug beispielsweise bei ausgewählten Polizeipräsidien, staatlichen Bauämtern oder Amtsgerichten kostenfrei laden können. Insgesamt investiert der Freistaat Bayern 3,8 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur an Behördenstandorten. Herrmann verbindet damit eine klare Signalwirkung für die gesamte Verkehrspolitik: „Je mehr Elektrofahrzeuge unterwegs sind, desto größer ist unser Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und Lärmminderung. Deshalb investieren wir als Freistaat in die Ladeinfrastruktur an Behördenstandorten. Auch der Bund und die Europäische Union sowie private Unternehmen können noch mehr zum Ausbau des Ladesäulennetzes beitragen, damit möglichst viele Autofahrer auf moderne E-Fahrzeuge setzen.“

Wichtige Ergänzung der Ladeinfrastruktur

An einigen Behördenstandorten sind bereits Ladesäulen vorhanden. An weiteren Bestandsgebäuden soll jetzt nachgerüstet werden. Bei allen staatlichen Neubau- und größeren Sanierungsmaßnahmen in Bayern ist es seit 2015 sogar Pflicht, eine Ladesäule vorzusehen. Herrmann hatte sich schon letztes Jahr beim Bund dafür stark gemacht, alle bewirtschafteten Tank- und Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen in Bayern mit Schnelladesäulen für Elektroautos nachzurüsten. Bis Ende des Jahres sollen an 30 Rastanlagen Schnelladestationen für jedermann zur Verfügung stehen. Damit stehen bald mehr als die Hälfte der bundesweit 50 Ladestationen an bayerischen Autobahnraststätten.

Die nun beschlossenen Ladesäulen an den Behördenstandorten verdichten das Netz weiter und verbessern so bayernweit die Nutzbarkeit der Elektromobilität. Sie sind damit eine wichtige Ergänzung zur Verbesserung der Gesamtladeinfrastruktur in Bayern. Die Staatsregierung setzt so zusätzliche Impulse für die Elektromobilität.

Eine Übersicht zu den vorhandenen Ladestationen in Bayern bietet der Ladeatlas Bayern.