Richtfest des Interdisziplinären Zentrum für nanostrukturierte Filme der FAU

Erlangen, 11. Mai 2017 (stmi). Der Masterplan des Erlanger Südcampus der Friedrich-Alexander-Universität wird sukzessive umgesetzt. Aus den einstigen Plänen für den Wissenschaftsstandort Erlangen entsteht mittlerweile gebaute Wirklichkeit für Spitzenforscher. Heute hat Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann das Richtfest für ein neues Forschungsgebäude gefeiert.

11. Mai 2017: Innenminister Joachim Herrmann feiert Richtfest für das Interdisziplinäre Zentrum für nanostrukturierte Filme (IZNF) der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen
© Dieter Zeitler

Im neuen 'Interdisziplinären Zentrum für nanostrukturierte Filme' (IZNF) sollen ab Ende 2018 mehr als 200 Wissenschaftler und Doktoranden auf dem Gebiet der Nanotechnologien forschen. "Auf mehr als 4.600 Quadratmetern verteilt auf vier Ebenen bauen wir hier hochmoderne Chemie- und Physiklabore, Reinräume sowie Büros und Konferenzräume“, so Herrmann. Die Baukosten in Höhe von rund 42 Millionen Euro teilen sich Bund und Land. Für Herrmann ist das neue Gebäude die richtige Mischung zwischen der Grundlagenforschung auf der einen und der ingenieurwissenschaftlichen Umsetzung auf der anderen Seite. Herrmann: „Der IZNF-Forschungsneubau ist ein leuchtendes Beispiel für die Symbiose von Forschung und Lehre und damit für den gesamten Wissenschaftsstandort Erlangen“. Absolutes bauliches Highlight sind die klimakonstanten Messräume, in denen die bis zu acht Tonnen schweren, aber hochsensiblen Großgeräte und Mikroskope stehen.

Weitere Forschungsbauten entstehen

Und die Baustellen laufen weiter: Wie Herrmann mitteilte, können ab Herbst dieses Jahres die Forschungs- und Praktikumslabore des ersten Bauabschnitts des Chemikums in Betrieb gehen. Für den zweiten Bauabschnitt erstellt das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg im Moment die Bauanträge. Auch der Forschungsneubau für Astroteilchenphysik (ECAP) ist auf der Zielgeraden. Anfang Juni 2017 kann der Architekturwettbewerb für das Gebäude starten. In unmittelbarer Nachbarschaft baut das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg seinen neuen Forschungsbau (HI ERN). „Auch hier unterstützt der Freistaat Bayern den Bau mit rund 32 Millionen Euro aus der Nordostbayern-Offensive“, so Herrmann. Schon Ende 2018 sollen hier Wissenschaftler an erneuerbaren Energien forschen. Mit dem Ausbau der Infrastruktur wurde vor Ort für eine verbesserte Verkehrssituation gesorgt. So errichtet das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg derzeit ein neues Parkhaus mit 600 Stellplätzen für elf Millionen Euro.