Herrmann eröffnet 7. Landestag der Verkehrssicherheit

Landshut, 27. Mai 2017 (stmi). Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz und dem niederbayerischen Polizeipräsidenten Josef Rückl den diesjährigen Landestag der Verkehrssicherheit unter dem Motto 'Gestern, heute, morgen – Verkehr im Dialog' eröffnet.

Innenminister Joachim Herrmann am Infostand des Bayerischen Roten Kreuzes in Landshut
© Bayerisches Rotes Kreuz

Im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' gab es in der Landshuter Altstadt ein attraktives Programm für Jung und Alt rund um die Verkehrssicherheit. Schwerpunktthema war die zunehmende Ablenkung im Straßenverkehr. "Vor allem wenn Autofahrer mit Smartphones am Steuer hantieren, wird es gefährlich", warnte Herrmann. "Selbst wenige Sekunden Unaufmerksamkeit können schwerste Verkehrsunfälle verursachen." Ebenfalls unverantwortlich sei, als Fahrzeugführer während der Fahrt Zeitung zu lesen oder mit zu lauter Musik auf dem Kopfhörer zu fahren. "Wenn die Vernunft und der gesunde Menschenverstand aussetzen, müssen wir mit konsequenten Kontrollen nachhelfen", kündigte Herrmann an. Nach Herrmanns Worten wird die Bayerische Polizei in Zukunft auf Streifenfahrten und auch bei speziellen Kontrollen noch konsequenter darauf achten, ob Verkehrsteilnehmer widerrechtlich ihr Smartphone nutzen oder sich anderweitig ablenken lassen.

Schwerpunktkontrollen durch die Polizei im Mai

Außerdem hat Herrmann die Bayerische Polizei angewiesen, im Mai in ganz Bayern entsprechende Schwerpunktkontrollen durchzuführen, auch mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Hintergrund dafür ist unter anderem, dass 2016 jeder dritte tödliche Verkehrsunfall auf Bayerns Straßen durch Abkommen von der Fahrbahn passiert ist. Die Zahl der hierbei Getöteten stieg deutlich um 17,9 Prozent auf 191 an (2015: 162). "Auch wenn sich das nachträglich oftmals nicht mehr nachweisen lässt: Wir gehen bei vielen Verkehrsunfällen davon aus, dass die Fahrer abgelenkt waren", erklärte der Minister. Beispielsweise führte das Polizeipräsidium Niederbayern vom 8. bis zum 14. Mai bereits eine entsprechende Schwerpunktkontrollaktion durch. 278 'Handy-Sünder' am Steuer gingen dabei ins Netz. In ganz Bayern hat die Bayerische Polizei von Januar bis Ende April 2017 laut Herrmann bereits rund 23.000 Kraftfahrzeugführer wegen eines 'Handy-Verstoßes' angezeigt, 2016 waren es bayernweit 61.991 (2015: 57.115).

Aufklärungskampagne zum Thema 'Verkehrssicherheit'

Der bayerische Verkehrsminister setzt aber nicht nur auf intensivierte Kontrollen, sondern auch auf eine breite Aufklärungskampagne über die Gefahren von Smartphone und Co am Steuer. Dazu gibt es eine neue Plakataktion unter dem Motto 'Keine Ablenkung im Straßenverkehr'. Herrmann hat dafür Fußballprofi Joshua Kimmich vom FC Bayern München gewinnen können. Zusätzlich hat Herrmann ein neues Verkehrssicherheitsgewinnspiel mit vielen wertvollen Preisen gestartet. Eine Online-Teilnahme ist unter www.sichermobil.bayern.de möglich. Dort ebenfalls abrufbar sind alle Informationen zum Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 'Bayern mobil – sicher ans Ziel'. "Unser Ziel ist, in Bayern bis zum Jahr 2020 die Unfallzahlen weiter zu reduzieren und insbesondere die Zahl der Verkehrstoten auf unter 550 zu senken", erklärte Herrmann.

Wie Herrmann abschließend deutlich machte, freue er sich darüber, den 7. Landestag der Verkehrssicherheit in Landshut veranstalten zu können. "Die Stadt, unsere Polizei und unsere vielen Verkehrssicherheitspartner haben das alles hervorragend vorbereitet", lobte der Minister. "Das ist für uns ein ganz wichtiger Termin im Kalender, um bei unseren Bürgerinnen und Bürgern für mehr Verkehrssicherheit zu werben." Der Landestag der Verkehrssicherheit findet jedes Jahr in einer anderen bayerischen Stadt statt (2011: Regensburg, 2012: Rosenheim, 2013: Schweinfurt, 2014: Nürnberg, 2015: Augsburg, 2016: München).