140 Kilometer Digitales Testfeld auf der A 9

München, 6. Juni 2017 (stmi). Als Hinweis auf das rund 140 Kilometer lange Digitale Testfeld Autobahn auf der A 9 zwischen Nürnberg und München werden an ausgewählten Standorten im Bereich Nürnberg/Feucht, Kinding, Denkendorf, Ingolstadt, Langenbruck, Pfaffenhofen und der Tank- und Rastanlage Fürholzen Brückenbanner mit der Aufschrift „Digitales Testfeld Autobahn“ angebracht.

Autobahn mit Banner "Digitales Testfeld Autobahn"
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: „Wir wollen auf diesem bundesweit einzigartigen Autobahntestfeld unter Realbedingungen zeigen, dass die Digitalisierung die Sicherheit auf der Straße erhöht und den Verkehrsfluß effizienter macht. Wir gestalten damit die Zukunft weit über die Grenzen Bayerns hinaus.“

Auf der Teststrecke können Wissenschaftler gemeinsam mit Unternehmen die  zukunftsweisenden Technologien des automatisierten und vernetzten Fahrens testen. Für eine sichere Kommunikation zwischen den Fahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung muss die Kommunikation in Echtzeit erfolgen. Dazu werden der Informationsaustausch zwischen den Fahrzeugen mit schnellem WLAN und die Kommunikation mit der Straßeninfrastruktur auch bei hohen Fahrzeuggeschwindigkeiten über Highspeed-Internet getestet und weiterentwickelt.

Neue Digitalisierungsprozesse

Bei der Straßeninfrastruktur werden die Digitalisierungsprozesse im Rahmen innovativer Projekte weiter fortentwickelt. Hierzu gehören zum Beispiel die automatische Falschfahrerwarnsysteme bei Garching und Eching, ein Lkw-Parkleitsystem, die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen zur Verbesserung der Gefahrenwarnung, der Verkehrssteuerung und der Verkehrsinformation, die Bereitstellung von Internet-Parkplätzen, das automatisierte Ausleiten für Standkontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr, die Nutzung der Notrufsäuleninfrastruktur für eine car2X-Kommunikation oder auch die intelligente Bauwerkserhaltung durch sensorgestützte Zustandserfassung.

Erprobung zukunftsweisender Technologien

Herrmann: „Am Standort Fürholzen-West ist derzeit die erste bewirtschaftete 'Tank- und Rastanlage der Zukunft' im Bau. Das Gebäude entspricht dem Energie+-Standard und wird ausgestattet mit Strom-, Erdgas- und Wasserstofftankstellen, Photovoltaikanlagen, mit einem frei zugänglichen WLAN sowie einem Anschluss an das vernetzte Lkw-Parkleitsystem A 9 ausgestattet.

Das Testfeld wurde vom Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und Vertretern der Automobilindustrie sowie der IT-Wirtschaft eingerichtet. Seit September 2015 steht es allen innovativen Unternehmen zur Erprobung zukunftsweisender Technologien zur Verfügung.