G 20-Gipfel: Kabinett dankt Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten

München, 11. Juli 2017 (stmi). Der Ministerrat hat den am Schutz des G 20-Gipfel in Hamburg beteiligten bayerischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren schwierigen und vorbildlichen Einsatz gedankt.

Einsatz bayerischer Polizistinnen und Polizisten während des G20-Gipfels in Hamburg
© David Young/dpa

Auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann erhalten alle beteiligten Polizistinnen und Polizisten drei Tage Sonderurlaub und können sich die geleisteten Überstunden ausbezahlen lassen. Staatsregierung und Landtag laden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten als Zeichen der Anerkennung am 20. Juli 2017 zu einem Empfang für die Einsatzkräfte nach Schloss Schleißheim ein.

Herrmann: "Unsere Polizistinnen und Polizisten haben hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für die Demokratie hingehalten. Dafür danke ich ihnen sehr herzlich. Ich wünsche den 78 Polizeibeamten, die bei dem Einsatz von linksextremen Schlägern und gewalttätigen Chaoten verletzt worden sind, baldige Genesung.“ Der bayerische Innenminister unterstrich nochmals, dass die in Hamburg eingesetzten bayerischen Polizistinnen und Polizisten einen außerordentlich anstrengenden und gefährlichen Einsatz hinter sich hätten. „Eine derartige Aggressivität haben viele der betroffenen Polizeibeamten nach eigenem Bekunden noch nie erlebt. Die Randalierer wollten mit ihren lebensgefährlichen Attacken maximalen Schaden anrichten. Insgesamt wurden dabei rund 78 bayerische Polizeibeamte im Einsatz verletzt, drei sind derzeit noch dienstunfähig. Man muss froh sein, dass kein Beamter im Einsatz ums Leben kam.“

Mehr Polizisten benötigt

An Spekulationen zum Hamburger Einsatzkonzept wollte sich Herrmann nicht beteiligen: „So ein Einsatz muss sehr sorgfältig aufgearbeitet werden. Dabei sind zunächst die Fachleute der Polizei gefragt“. Klar ist für Herrmann allerdings bereits jetzt, dass Deutschland mehr Polizisten braucht. „Wenn wir bundesweit 15.000 mehr Polizeibeamte zur Verfügung haben, kann der Staat in solchen Situationen wie in Hamburg mehr Präsenz zeigen. Wenn die Polizei bei solch schrecklichen Randalen zu wenig sichtbar ist, verunsichert das die Menschen zutiefst“.