Erweiterung des Föhringer Rings

München, 5. September (stmi). Der bisher zweispurige „Föhringer Ring“ im Norden Münchens wird auf vier Spuren erweitert. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer haben heute in München die Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet und damit den Startschuss für das Bauvorhaben gegeben.

Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann beim Unterzeichnen der Finanzierungsvereinbarung  des Föhringer Rings.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Insgesamt kosten die Planung, der Grunderwerb und der Bau für die knapp zwei Kilometer mehr als 52 Millionen Euro. Davon übernimmt der Freistaat Bayern mit rund 42 Millionen Euro den Löwenanteil. Die Landeshauptstadt München und die Gemeinde Unterföhring werden sich mit jeweils fünf Millionen Euro beteiligen. Herrmann: "Ich freue mich für die Gemeinde Unterföhring, mit ihren vielen Arbeitsplätzen, dass sie besser an München angebunden wird. Die bisher hohe Verkehrsbelastung auf der Strecke war häufig Ursache für Staus und Unfälle. Mit dem Ausbau gelingt uns ein wichtiger Schritt für mehr Verkehrssicherheit. Das verbessert die Straßeninfrastruktur und Verkehrssituation im Münchner Norden deutlich. Schon nächstes Jahr sollen die Vorbereitungsmaßnahmen für den Neubau der Herzog-Heinrich-Brücke beginnen. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist 2025 geplant.“

Teil des Verkehrspakts Großraum München

Mit dem Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern besteht bereits seit 2004 Baurecht für das Projekt. Ursprünglich war noch vorgesehen, dass die Landeshauptstadt München den Ausbau im Rahmen der Erschließung der Messe München übernimmt. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung wird auch die Vereinbarung aus dem Jahr 2001 aufgehoben, die der Landeshauptstadt noch die Möglichkeit eröffnete den Föhringer Ring, eine Staatsstraße in der Baulast des Freistaats Bayern, selbst auszubauen. Erst der Stadtratsbeschluss der Landeshauptstadt München im März dieses Jahres und das Signal der Gemeinde Unterföhring, sich finanziell zu beteiligen, gaben den Impuls die Aufgaben und die Kostentragung bei dem Projekt neu zu verhandeln. "Der Freistaat Bayern wird jetzt in die Planung und den Bau des Projekts als Teil des sogenannten Verkehrspakts Großraum München einsteigen“, machte Herrmann heute deutlich.

Bauablauf durch Neubau der Isarbrücken geprägt

Laut Herrmann wird der Bauablauf des vierspurigen Ausbaus maßgeblich durch den Neubau der Isarbrücken geprägt sein. "Bereits nächstes Jahr führen wir bauvorbereitenden Arbeiten wie Rodungen und archäologische Untersuchungen durch“, erklärte Herrmann. Ab 2019 wird dann südlich der bestehenden Herzog-Heinrich-Brücke eine neue Brücke errichtet, die später zwei der insgesamt vier Fahrspuren aufnehmen wird. Für diesen Neubau plant das Bauamt zwei Jahre ein. Anschließend wird der Verkehr auf die neue Brücke umgelegt und die alte Herzog-Heinrich-Brücke abgebrochen. "An gleicher Stelle errichten wir dann den Ersatzneubau, auf dem dann die späteren Spuren in Fahrtrichtung Westen geführt werden“, so Herrmann. Parallel zu den Brückenbauarbeiten wird der Föhringer Ring östlich der Isar bis zur Anschlussstelle der Kreisstraße M 3 und westlich der Isar vierstreifig ausgebaut. Herrmann: "Vor allem im westlichen Teil werden sich die Arbeiten schwierig gestalten, da hier neben der Verbreiterung des neun Meter hohen Straßendamms auch noch vier kleinere Brücken neu errichtet werden müssen und dies unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs. Ab 2025 soll der Verkehr dann baustellenfrei laufen.“