25 Jahre Main-Donau-Kanal

München, 8. September 2017 (stmi). "Seit einem Vierteljahrhundert ist Bayern mit dem Main-Donau-Kanal an das nationale und internationale Wasserstraßennetz angeschlossen. Und das hat sich mehr als gelohnt. Knapp fünf Millionen Tonnen wurden allein 2016 auf dem Main-Donau-Kanal transportiert. Wir wollen weiterhin mehr Güter runter von der Straße und rauf auf die Schienen und Wasserstraßen bringen.“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann mit einer Bläsergruppe auf dem Main-Donau-Kanal
© Bayerische Bereitschaftspolizei

Das hat heute Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann anlässlich des 25. Jubiläums vom Main-Donau-Kanal gesagt. Der 170 Kilometer lange Kanal, der die Rhein-Main Wasserstraße mit der Donauwasserstraße verbindet, ermöglicht eine Verschiffung von Gütern ohne Umladen vom holländischen Nordseehafen Rotterdam bis ins rumänische Konstanza und ist daher für ganz Europa von großer Bedeutung. Auch für Bayern ist der Kanal eine Erfolgsgeschichte. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: "Der Main-Donau-Kanal ist ein echtes Jahrhundertprojekt. Als eine der wichtigsten Großschifffahrtsstraßen vernetzt er Europa und ist ein zentraler Wirtschaftsmotor für Bayern, Deutschland und Europa. Deshalb haben wir in die Strecke von Bamberg bis Regensburg allein rund 1,5 Milliarden Euro investiert. Wir machen mit Rekordinvestitionen unsere Bundeswasserstraßen fit für die Verkehre der Zukunft. Dafür stellen wir jedes Jahr rund 650 Millionen Euro bereit und steigern mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 unsere Investitionen auf den Rekordwert von 24,5 Milliarden Euro.“

Jobmotor für die Regionen

Für Herrmann ist der „Main-Donau-Kanal ein echter Jobmotor für die Regionen. Herrmann: "Gerade für die Häfen Bamberg, Forchheim, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Roth, Mühlhausen, Dietfurt, Riedenburg und Kelheim hat der Kanal viele Arbeitsplätze mitgebracht. In den letzten 20 Jahren wurden hier jährlich im Mittel rund drei Millionen Tonnen um­geschlagen. Allein im Nürnberger Hafen sind rund 5.600 Arbeitsplätze ent­standen“, so Herrmann. Aber nicht nur der Güterverkehr boomt. Auch für den Tourismus hat die Wasserstraße eine besondere Bedeutung gewonnen. “Die Flusskreuzfahrten sind in den letzten Jahren wegen ihres hohen Freizeit- und Erholungswertes immer beliebter geworden. Mittlerweile passieren jährlich rund 1.200 schwimmende Hotels die Main-Donauwasserstraße, das sind vier Mal so viel wie noch vor 15 Jahren“, sagte Herrmann.

Tourismus entlang der Wasserstraßen

Dabei bleiben pro Landgang beachtliche Summen in der Region hängen. Gastronomie und Einzelhandel profitieren von dem Tourismus genauso wie Museen und Kulturdenkmäler. Auch die Belieferung und Versorgung der Schiffe sei laut Herrmann eine gute Einnahmequelle geworden. Aber nicht nur auf dem Wasser, sondern auch entlang der Wasserstraßen hat sich laut Bayerns Verkehrsminister der Tourismus entwickelt. So locken die malerischen Rad- und Wanderwege entlang des Kanals zahlreiche Besucher an. Herrmann: "Auf dem Altmühltalradweg zwischen Riedenburg und Kelheim verzeichnen wir jährlich rund 65.000 Fahrradtouristen. In der Drei-Burgen-Stadt sind die Übernachtungszahlen von 1992 bis 2015 um 75 Prozent gestiegen.“

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