Menschen mit Migrationshintergrund bei der Feuerwehr
© LFV Bayern e.V.

Informationskampagne des LFV für Menschen mit Migrationshintergrund

München, 17. Oktober 2017 (stmi). Der Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. hat eine Informationskampagne für Menschen mit Migrationshintergrund gestartet, um Menschen mit anderen Nationalitäten gezielt auf die Feuerwehr aufmerksam zu machen und ihnen mögliche Ängste zu nehmen.

Menschen mit Migrationshintergrund, aber vor allem Flüchtlinge, reagieren oft mit starker Zurückhaltung und Vorbehalten auf das Thema Feuerwehr. Ein Hintergrund dürfte neben der „Angst“ vor Uniformen sein, dass in den Herkunftsländern die Feuerwehr polizeilich bzw. militärisch organisiert ist. Schlechte Erfahrungen mit Polizei und Militär in der Heimat werden dann oftmals auf unser System der Freiwilligen Feuerwehr übertragen. Der LFV Bayern hat diese Thematik deshalb in zwei Broschüren, die er kostenlos zur Verfügung stellt, aufgegriffen. Ein Infoheft soll besonders Flüchtlinge und Asylbewerber ansprechen. Kurz und übersichtlich wird sowohl in Deutsch als auch in Englisch erklärt, was die Feuerwehr leistet und dass sie weder militärisch noch polizeilich organisiert ist.

Infomaterial des LFV Bayern e.V.

Das Prinzip der Freiwilligen Feuerwehren in Bayern wird ebenso vorgestellt wie die Berufsfeuerwehren. Aussehen und Funktionen von Feuerwehruniform und Einsatzkleidung werden erläutert, um Hemmschwellen abzubauen. Allerdings wird auch ganz klar darauf hingewiesen, dass den Anweisungen eines Feuerwehrmanns oder einer Feuerwehrfrau in Uniform Folge zu leisten ist. Am Ende folgen einige praktische Hinweise für den Umgang mit Gefahren.

Ein Flyer (in Deutsch und Englisch erhältlich) soll die Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen, die schon länger in Deutschland leben. Es werden mehrere Feuerwehrmitglieder mit Migrationshintergrund aus verschiedenen Feuerwehrbereichen - Jugendfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Werkfeuerwehr - vorgestellt. Diese Vorbilder sollen ausländischen Mitbürgern vor allem das Ehrenamt „Freiwillige Feuerwehr" näherbringen, damit die Vielfalt in der Gesellschaft auch die Feuerwehren bereichert und - ganz pragmatisch - auf Dauer der Erhalt der Feuerwehren gesichert werden kann.