Präventionskampagne 'Mein falscher Freund – Crystal Meth'

München, 8. November 2017 (stmi). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml haben heute in München die neue bayernweite Präventionskampagne 'Mein falscher Freund – Crystal Meth' gestartet.

Innenminister Joachim Herrmann stellt die Kampagne 'Mein falscher Freund – Crystal Meth' vor.
© Bayerisches Landeskriminalamt

Im Mittelpunkt steht ein aufrüttelnder Kino-Trailer, der ab 9. November in vielen Kinos in Bayern laufen wird. Außerdem gibt es unter www.mein-falscher-freund.de eine neue Kampagnen-Homepage, auf der neben dem Kino-Trailer weitere Videospots sowie viele zusätzliche Informationen zur hochgefährlichen Modedroge 'Crystal Meth' und zur Rauschgiftprävention abrufbar sind, u.a. weiterführende Links und Kontaktadressen zu Beratungs- und Hilfeangeboten. Zusätzlich sollen speziell entworfene Postkarten die Präventionskampagne begleiten.

Verstärkte Prävention

Laut dem bayerischen Innenminister ist 'Crystal Meth', das vorwiegend aus tschechischen Drogenlaboren stammt und zu den Metamphetaminen gehört, immer noch ein großes Problem in Bayern, nicht nur im grenznahen Raum. 2016 musste die Bayerische Polizei 2.441 Metamphetamin-Fälle verfolgen. Außerdem gab es in Bayern im vergangenen Jahr durch Metamphetamin-Missbrauch 25 Drogentote. "Für 2017 zeichnet sich leider noch keine Entspannung ab", erklärte Herrmann. "Die Fallzahlen sind immer noch auf hohem Niveau und die Folgen des Crystal-Konsums vielfach dramatisch. Umso wichtiger ist unsere neue Präventionskampagne 'Mein falscher Freund – Crystal Meth'."

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: "Crystal Meth ist nicht nur ein falscher, sondern auch ein gefährlicher Freund. Denn der Konsum hat fatale Folgen für die Gesundheit: Crystal Meth macht schnell süchtig, schädigt Nervenzellen im Gehirn und lässt den Körper verfallen. Gemeinsam wollen wir die Menschen vor dem Griff zu dieser Droge bewahren. Auch wenn vieles am Anfang leichter erscheinen mag: Mit Crystal kann es im Leben nur bergab gehen."

Konsequente Strafverfolgung

Wie Herrmann erläuterte, setzt die Bayerische Staatsregierung neben der verstärkten Prävention auch auf eine konsequente Strafverfolgung. "Wir werden unseren hohen Fahndungs- und Ermittlungsdruck in Bayern weiterhin beibehalten", kündigte der Minister an. Schon seit Jahren werde die Fahndungs- und Ermittlungsarbeit der Bayerischen Polizei im engen Schulterschluss mit der Bundespolizei und dem Zoll erheblich intensiviert. Vor allem werde dabei auf erfolgreichen Schleierfahnder und auch auf eine enge Kooperation mit den tschechischen Behörden gesetzt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien werde laut Herrmann immer besser, sei es im Gemeinsamen Zentrum Schwandorf-Petrovice, bei gemeinsamen Streifen oder bei Razzien auf den Asiamärkten. Das helfe gerade bei der Aufdeckung von Drogenlaboren, Drogenhändlern und Schmugglerrouten im Grenzgebiet.

Umsetzung der Kampagne

Die Idee und der Anstoß zur neuen Präventionskampagne 'Mein falscher Freund – Crystal Meth' kam vom Bayerischen Landeskriminalamt. Die Kampagne wurde in Kooperation mit dem bayerischen Gesundheitsministerium entwickelt sowie unter Beteiligung der Filmhochschule München und der Agentur 'schönereWelt!' umgesetzt. Hauptzielgruppe sind 18- bis 45-jährige potentiell gefährdete Menschen, Crystal-Konsumenten und deren soziales Umfeld.