Verkehrspakt Großraum München

München, 24. November 2017 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann will die Verkehrssituation im Großraum München verbessern und dabei aufs Tempo drücken. Dafür hat er heute in Vertretung des Ministerpräsidenten Horst Seehofer alle Beteiligten an einen Tisch geholt, um die dringendsten Probleme zu benennen und mögliche Lösungen projektbezogen zu erarbeiten.

Runder Tisch "Verkehrspakt Großraum München"
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Vertreter mehrerer Ministerien, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Dieter Reiter, alle Landräte der Landkreise des Münchner Verkehrsverbunds (MVV), sowie Vertreter der MVV und der Deutschen Bahn sind heute in der Obersten Baubehörde zusammengekommen. Mit großer Übereinstimmung haben sie sich auf die wichtigsten Themenfelder und Eckpunkte für einen ‚Verkehrspakt Großraum München‘ geeinigt. Herrmann zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir haben eine starke Agenda ausgearbeitet. Wichtig ist mir, dass sich die unterschiedlichen Behörden und Aufgabenträger vernetzen. Sie müssen mehr über den Tellerrand ihrer Zuständigkeiten blicken und an den Schnittstellen besser an einem Strang ziehen. Damit sollen die Verfahrensabläufe und Abstimmungsprozesse beschleunigt werden. Deshalb werden wir noch dieses Jahr hierfür eine arbeitsfähige Struktur fest installieren“, kündigte Herrmann an.

Lenkungsgruppe zur Lösung der Verkehrsprobleme

Verschiedene Arbeitsgruppen werden sich laut Herrmann mit fachlichen und regionalen Verkehrsthemen und -projekten befassen und zügig passgenaue Lösungen erarbeiten. Als ein konkretes Beispiel nannte Hermann die Verbesserung der Verkehrssituation auf der Bundesstraße 304 an der Stadtgrenze nach Karlsfeld. Einig waren sich die Landräte insbesondere, dass die Förderbestimmungen des Bundes für Verkehrsprojekte in Ballungsräumen deutlich verbessert werden müssen. Tangentialverbindungen, ob per Rad oder per Bus, sollen landkreisübergreifend geschaffen werden. Die Verkehrsprobleme der Landeshauptstadt beginnen bereits vor dem Ortschild und müssen auch dort gelöst werden, zum Beispiel durch Park&Ride-Anlagen. Im Fokus stehen Maßnahmen, die nicht nur zur Bewältigung von Verkehrsproblemen beitragen, sondern auch der Luftreinhaltung und Lärmminderung dienen.

München fit machen für die Zukunft

Die Metropolregion München gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen Deutschlands. Der Handlungsdruck ist groß: Bis 2030 soll der Großraum München laut Prognosen um weitere 400.000 Menschen zusätzlich wachsen. „Damit die Region München fit für die Zukunft ist, braucht sie eine starke und leistungsfähige Infrastruktur, sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße, und einen funktionierenden ÖPNV. Auch innovative und unkonventionelle Ideen sind willkommen“, sagte Herrmann heute. Das Prinzip des ‚Verkehrspakts Großraum München‘ will Herrmann mittelfristig auch in anderen bayerischen Großstadtregionen einrichten.

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