Bundesverdienstkreuz am Bande für Professor Dr. Horst Kopp

München, 5. April 2017 (stmi).  Innenminister Joachim Herrmann hat das Bundesverdienstkreuz am Bande an Professor Dr. Horst Kopp ausgehändigt.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

 

Professor Dr. Horst Kopp

Innenminister Joachim Herrmann hat am 5. April 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande an Prof. Dr. Horst Kopp ausgehändigt
© Iris Kopp

Professor Dr. Horst Kopp (73) aus Marloffstein, Ortsteil Rathsberg, Landkreis Erlangen-Höchstadt, ehemaliger Ordinarius für Geographie an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, setzte sich in besonderem Maße für das Institut für Geographie, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Wissenschaft im Allgemeinen ein. Maßgeblich war er am Auf- und Ausbau des Wissenschaftsschwerpunktes „Orientforschung“ an der FAU beteiligt und hat hierbei insbesondere den Jemen für die deutsche Wissenschaft erschlossen. Von 1991 bis zu seiner Pensionierung 2008 am Institut für Geographie sowie zwei Jahre als Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der FAU hat er wertvolle Arbeit zur Verständigung zwischen den Kulturräumen geleistet. In unzähligen Studien erfasste und arbeitete er die gesellschaftlichen, soziokulturellen, politischen und ökonomischen Dynamiken und Konflikte im Süden der arabischen Halbinsel auf und erweiterte so die Kenntnisse zur Region und ihren Entwicklungen wegweisend. Zwölf Jahre lang war Kopp Präsident der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft, einem gemeinnützigen Verein, der seit über 45 Jahren die deutsch-jemenitische Freundschaft pflegt. Seit 1994 ist er Beirat im Vorstand der Gesellschaft. Bereits in den 1970er Jahren hat er eine touristische Landkarte des Jemen erstellt und von 1980 bis Anfang 2014 als Redakteur des Jemen-Reports die Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft zu einem begehrten, auch für Wissenschaftler und Forscher lesenswerten Medium entwickelt. Darüber hinaus bringt sich Kopp seit Ende der 1980er-Jahre intensiv in die Deutsch-Jordanische Gesellschaft ein, eine der ältesten zwischenstaatlichen Kultur- und Freundschaftsgesellschaften. Er organisierte die Veranstaltung „Faszination einer 4.000-jährigen Kulturlandschaft“ in Nürnberg, hält immer wieder Vorträge zu Jordanien und organisiert dorthin Informationsreisen. Von 1993 bis 2010 konnte Kopp als 1. Vorsitzender der Fränkischen Geographischen Gesellschaft ein attraktives Vortragsprogramm sowie ein vielfältiges Angebot an interessanten Exkursionen und Studienreisen bieten. Er war während dieser Zeit viele Jahre Obmann aller Geographischen Gesellschaften in Deutschland. Er selbst leitete eine Vielzahl von Studienreisen in den Oman, in die Vereinigten Arabischen Emirate, in den Jemen, in den Iran und nach Jordanien. Unter seiner Federführung gelang es der Ortsgruppe Erlangen, unterschiedliche Publikationsreihen fortzusetzen und damit einen weltweiten Publikationsaustausch zu initiieren, auch mit Unterstützung des Freistaates Bayern. Auf seine Initiative hin wurde 2007 der gemeinnützige Verein Arabisches Museum Nürnberg gegründet, dessen 1. Vorsitzender er seitdem ist. Der Verein dient der Vorbereitung zur Gründung und zum Betrieb eines öffentlichen Museums für Arabische Kultur in der Metropolregion Nürnberg, das den Besuchern ein breites Bild über die arabische Welt in Vergangenheit und Gegenwart vermitteln und das mit einem Dialogzentrum verknüpft werden soll.