Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes am Bande und der Verdienstmedaille des Bundes

München, 31. Juli 2017 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat im Innenministerium das Verdienstkreuz am Bande an Walter Riendl und die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Heinrich Hutzler überreicht. 

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Verdienstkreuz am Bande: Walter Riendl aus München

Innenminister Joachm Herrmann händigte am 31. Juli 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande an Walter Riendl aus
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Walter Riendl hat sich durch mehr als fünf Jahrzehnte währendes Engagement um das Bayerische Rote Kreuz (BRK), um das Deutsche Rote Kreuz (DRK), um die Wasserwacht und um die Kommunalpolitik in beispielgebender Weise verdient gemacht. Er ist seit 1962 Mitglied der Gemeinschaft Wasserwacht des BRK und nahm bis 1996 am aktiven Dienst als Rettungsschwimmer teil. Als Berufssoldat lag der Schwerpunkt seiner Aktivitäten zunächst bei der Bundeswehr. Er bildete mehrere hundert Nichtschwimmer zu Schwimmern und rund 1500 Rettungsschwimmer aus. Riendl war maßgeblich daran beteiligt, Rettungsschwimmer innerhalb und außerhalb der Bundeswehr selbst zu Ausbildern zu qualifizieren und weiterzubilden. Von 1969 bis 1996 stellte er die Verbindung der Wasserwacht in Oberbayern zur Bundeswehr sicher. Jahrzehntelang nahm er Führungsämter in der Wasserwacht wahr. Von 1981 bis 1985 war er stellvertretender Leiter, anschließend Leiter des Wasserwacht-Bezirks Oberbayern. In dieser Funktion war er auch Mitglied im Landesausschuss der Wasserwacht Bayern, förderte die Effektivität und Leistungsfähigkeit der Wasserwacht maßgeblich und erwirkte hohes Ansehen für den Bezirk. Als Dank und Anerkennung wurde er 1997 beim Ausscheiden aus dem Amt des Bezirksleiters zum Ehren-Bezirksleiter auf Lebenszeit ernannt. Riendl wirkte außerdem in zahlreichen Arbeitsgruppen und Ausschüssen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene mit. So ist er seit 1989 Vorsitzender des Ehrungsausschusses im BRK-Bezirksverband Oberbayern, war mehrere Jahre Mitglied des Finanz- und Personalausschusses und ist seit 2009 Mitglied des Bezirksvorstandes. Auf Landesebene war er Mitglied des BRK-Haushaltsausschusses, Mitglied des Satzungsausschusses und Mitglied des Landesschiedsgerichts. Er bearbeitete von 1995 bis 2014 federführend die Ordnung für Ehrungen und Auszeichnungen des BRK. Unter seiner Leitung unterstützte der Wasserwacht-Bezirk Oberbayern maßgeblich den DRK-Landesverband Sachsen beim Aufbau der Wasserwacht Sachsen, wodurch sich diese zum zweitstärksten Landesverband der Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz entwickeln konnte. Neben seiner aktiven Mitarbeit im BRK machte er sich auch in der Kommunalpolitik verdient. So war er acht Jahre als stellvertretender Vorsitzender und weitere vier Jahre als Vorsitzender Mitglied des Bezirksausschusses im Stadtbezirk Neuhausen-Oberwiesenfeld der Landeshauptstadt München.

Verdienstmedaille des Bundes: Heinrich Hutzler aus Aichach

Innenminister Joachm Herrmann händigte am 31. Juli 2017 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Heinrich Hutzler aus
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Heinrich Hutzler hat sich in vielfältiger Weise große Verdienste um seine Heimatstadt Aichach erworben. Im Jahr 1972 wurde er zum ersten Mal in den Aichacher Stadtrat gewählt. Von 1990 bis 1996 war er Erster Bürgermeister. Hutzler prägte vor allem folgende Großprojekte: den Bau der Grundschule Aichach-Nord, den Bau des Hackschnitzel-Heizwerks in Aichach-Nord und die Fertigstellung des Heilig-Geist-Spitals als Seniorenheim. Neben seiner Tätigkeit für die Stadt Aichach vertrat er die Belange und Interessen seiner Mitbürger von 1972 bis 2002 als Mitglied des Kreisrats des Landkreises Aichach-Friedberg. Er ist seit 1972 ununterbrochen Mitglied im Turnrat des TSV Aichach 1868 und dort aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrung aus der Kommunalpolitik ein wichtiger Berater. Er gehörte 14 Jahre lang dem Anstaltsbeirat der Justizvollzugsanstalt Aichach an. Die Beiratsmitglieder wirken bei der Gestaltung des Vollzuges und bei der Betreuung der Gefangenen mit. Hutzler unterstützte die Anstaltsleitung durch Anregungen und Verbesserungsvorschläge und die Gefangenen bei der Eingliederung nach Ihrer Entlassung in das zivile Leben. Mit hohem persönlichem Einsatz hat er Aufgaben bewältigt, die durch die Konfrontation mit den Problemen und Schicksalen der Gefangenen mit Sicherheit manch zusätzliche Belastung mit sich brachten. Darüber hinaus war er von 2000 bis 2011 Heimfürsprecher im Seniorenheim „Heilig-Geist-Spital“ in Aichach. Seit 2011 gibt es einen Heimbeirat, dessen Vorsitzender er ist. Der Heimbeirat ist das zentrale Mitwirkungsgremium der Einrichtung. Er empfängt die neuen Bewohner, nimmt Anregungen und Beschwerden entgegen, wirkt bei Maßnahmen zur Förderung der Betreuungsqualität mit und führt Veranstaltungen durch. In seinem Amt ist Hutzler überaus aktiv, hat eine enge Bindung zu den Senioren und einen guten Draht zur Heimleitung sowie zu den Klosterschwestern, die das Heim früher führten. Als Vorsitzender des Vereins der Ruheständler des öffentlichen Dienstes in Aichach organisiert er seit 2004 für die Mitglieder ein großes kulturelles Angebot an Vorträgen, Reisen, Fahrten sowie weitere gemeinschaftliche Erlebnisse.