Staatsempfang 25 Jahre Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.
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25 Jahre Landesfeuerwehrverband

München, 8. Mai 2018 (stmi). „Der Bayerischen Staatsregierung ist die Stärkung und Unterstützung der bayerischen Feuerwehren ein echtes Herzensanliegen. Wir unternehmen große Anstrengungen, um den hohen Standard bei der Ausbildung und der Ausrüstung immer weiter zu verbessern und die Rahmenbedingungen optimal auszugestalten“, stellte Innenminister Joachim Herrmann heute im Rahmen eines Staatsempfangs anlässlich der 25-jährigen Wiedergründung des Landesfeuerwehrverbands fest. „Der Landesfeuerwehrverband Bayern ist eine absolute Erfolgsgeschichte. Er ist eine starke und wichtige Interessenvertretung der bayerischen Feuerwehren.“

Respekt und Anerkennung

„Auf unsere bayerischen Feuerwehren ist auch in schwierigsten Situationen Verlass, dafür gebührt ihnen höchster Respekt und Anerkennung“, betonte Ministerpräsident Dr. Markus Söder. „Wir wissen, was unsere 325.000 Feuerwehrleute, davon rund 310.000 sogar ehrenamtlich, täglich leisten. Der Freistaat war schon immer ein starker Unterstützer der Feuerwehr, aber wir bauen diese Unterstützung kräftig aus – wir schaffen bessere Ausbildungsmöglichkeiten, investieren in modernere Ausrüstung und stärken den Landesfeuerwehrverband.“

Das hervorragende Ausbildungsangebot der drei bayerischen Staatlichen Feuerwehrschulen in Geretsried, Lappersdorf und Würzburg stößt auf großes Interesse. Um die ungebrochen große Nachfrage nach den Lehrgangsangeboten bewältigen zu können, braucht es Investitionen in zusätzliche Kapazitäten. Seit 2011 sind rund 65 Millionen Euro in Baumaßnahmen geflossen, für die aktuell angestoßenen und begonnenen Baumaßnahmen sind noch einmal 55 Millionen Euro eingeplant. Zusätzlich will die Staatsregierung in den nächsten Jahren das Ausbildungsangebot der Feuerwehrschulen mit weiteren 65 zusätzlichen Stellen nochmals deutlich verbessern.

Vorbildliche Fach- und Jugendarbeit

Um die Umstellung von Analog- auf Digitalfunk möglichst einfach und effizient zu gestalten, wird ein zentraler Ansprechpartner eingerichtet. Er soll die Feuerwehren und Hilfsorganisationen fachlich beraten, Lösungen entwickeln und alle Beteiligten vernetzen.

Das Angebot des Landesfeuerwehrverbands (LFV) in der Fach- und Jugendarbeit ist vorbildlich. Dieses Engagement soll durch eine kräftige Aufstockung der Förderung von 380.000 Euro auf 500.000 Euro pro Jahr deutlich stärker unterstützt werden.

Mit einem Sonderförderprogramm für die Zweitausstattung der Atemschutzgeräteträger wird es deutliche Verbesserungen bei der Ausrüstung geben. Die Träger von Atemschutzgeräten haben im Notfalleinsatz enorme Belastungen zu bewältigen. Etwa bei lang andauernden oder bei schnell aufeinanderfolgenden Einsätzen ermöglicht ein zweiter Satz Einsatzkleidung den Wechsel der verschmutzten Ausrüstung und damit eine spürbare Erleichterung. Hierfür wird der Freistaat insgesamt rund 9 Millionen Euro bereitstellen.