Innenminister Joachim Herrmann verleiht im Rahmen des Blaulichtempfangs "Sicheres Bayern" die Auszeichnung „Ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber/Betrieb – Gemeinsam für mehr Sicherheit“
© Giulia Iannicelli

Joachim Herrmann empfängt Blaulichtorganisationen in Ansbach

Ansbach, 5. August 2018 (stmi). Auf dem Blaulichtempfang „Sicheres Bayern“ in der Orangerie in Ansbach hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Einsatzkräfte von Feuerwehren, freiwilligen Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr, Bundespolizei und der bayerischen Polizei für ihren Einsatz gewürdigt und vier Unternehmen geehrt.

Die Auszeichnung "Ehrenamtsfreundlicher Betrieb – Gemeinsam für mehr Sicherheit" ging an die ober-, mittel- und unterfränkischen Unternehmen Fensterbau Keßler in Hausen (Landkreis Rhön-Grabfeld), Eckart GmbH in Hartenstein (Landkreis Nürnberger Land), Bolta Werke GmbH in Diepersdorf (Landkreis Nürnberger Land) sowie Compoint GmbH & Co. KG in Forchheim.

„Unser sehr gut aufgestelltes Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem in Bayern setzt den Einsatz unserer engagierten Ehrenamtlichen voraus“, sagte Herrmann. „Dafür braucht es aber verständnisvolle Arbeitgeber, wenn ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit zum Einsatz gerufen werden.“ Der Bayerischen Staatsregierung sei es deshalb ein wichtiges Anliegen, Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen. „Nur so kann der Schutz unserer Bevölkerung rund um die Uhr, sieben Tage die Woche sichergestellt werden“, so Herrmann.

"Doppelt engagiert"

Aus diesem Grund gibt es die bayernweite Kampagne "Doppelt engagiert" (www.doppelt-engagiert.de) des Innenministeriums. Sie zeigt Arbeitgebern auf, dass ehrenamtliches Engagement Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Stressresistenz und hohe Motivation des Mitarbeiters beweist. „Diese hervorragenden Eigenschaften und Fähigkeiten kommen natürlich auch dem Unternehmen zu Gute“, stellte Herrmann fest. Grundsätzlich ist laut dem Minister der Freistaat in Punkto freiwilliger Einsatz und Ehrenamt einsame Spitze: "Von den rund 450.000 Einsatzkräften, die bei Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und freiwilligen Hilfsorganisationen aktiv sind, engagieren sich rund 430.000 ehrenamtlich. Wir können also mit Stolz sagen: Bayern ist Ehrenamtsland!" Daher unterstütze Bayern das ehrenamtliche Engagement mit hoher Priorität: So habe die Staatsregierung in den letzten fünf Jahren mehr als 184 Millionen Euro an Fördergeldern für Gemeinden und Landkreisen beim Erwerb von Feuerwehrfahrzeugen und der Errichtung von Feuerwehrgerätehäusern ausbezahlt. „Davon flossen knapp 60 Millionen Euro in die drei fränkischen Regierungsbezirke“, sagte Herrmann.

Förderung von ehrenamtlichem Engagement

Mit Sonderförderprogrammen möchte der Freistaat außerdem die Gemeinden für die Zweitausstattung von Atemschutzgeräten mit Einsatzbekleidung unterstützen und laut Innenminister Herrmann dafür rund 9 Millionen Euro bereitstellen. Den Berg- und Wasserrettungsstationen werden des Weiteren die Kosten für zahlreiche Einsatzmittel erstattet, 2018 seien dies rund 5,7 Millionen Euro.

Für den Katastrophenschutz ist seit 2009/2010 ein mehrjähriges Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro aufgelegt. Für die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen freiwilliger Hilfsorganisationen und Feuerwehren wurden daraus bereits 23 Millionen Euro verwendet.

Zur Nachwuchsarbeit sagte Herrmann: „Um die Zahl der freiwilligen Aktiven trotz des demographischen und gesellschaftlichen Wandels konstant zu halten, fördern wir zudem die Jugendarbeit ganz gezielt.“ So unterstütze die Staatsregierung beispielsweise die Kampagnen des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes und der freiwilligen Hilfsorganisationen zur Nachwuchsgewinnung mit insgesamt 375.000 Euro jährlich.