Weitere Optimierung der Polizeiausstattung geplant

Nürnberg, 6. März 2019 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann betont, wie wichtig die Ausstattung der Bayerischen Polizei mit modernster Ausrüstung und innovativer Technik für die professionelle Polizeiarbeit ist.

Innenminister Joachim Herrmann nimmt am Empfang im Rahmen des Fachmessen-Duos 'Enforce Tac' und 'U.T.SEC' in Nürnberg teil.
© NürnbergMesse

Beim Empfang im Rahmen des Fachmessen-Duos 'Enforce Tac' und 'U.T.SEC' heute Abend im Nürnberger Messezentrum hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die hohe Wertschätzung für die beiden Messen rund um das Thema Sicherheit in Expertenkreisen betont: "Vertreter von Sicherheitsbehörden haben hier die Möglichkeit, sich umfassend über die neuesten Produktentwicklungen im sicherheitstechnischen Bereich zu informieren."

Innovative Einsatzmittel und zukunftsweisende Ermittlungsinstrumente

Laut Herrmann ist die Ausstattung der Bayerischen Polizei mit modernster Ausrüstung und innovativer Technik Grundvoraussetzung für professionelle Polizeiarbeit. Deshalb seien im Entwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 weitere Steigerungen der Mittel für die Modernisierung und Optimierung der Ausstattung vorgesehen. "Neben der Verbesserung der persönlichen Schutzausstattung und der Bewaffnung optimieren wir die Ausstattung unserer Polizei mit innovativen und wertvollen Einsatzmitteln wie der Body-Cam, Tasern oder Multicoptern", so der Innenminister, und weiter: "Aber wir setzen auch auf zukunftsweisende Ermittlungsinstrumente wie beispielsweise die biometrische Gesichtserkennung oder die 3D-Technik."

Moderne Spurensicherung

Gerade bei der Aufklärung, Ermittlung und gerichtsfesten Beweisführung nach Kapitaldelikten spiele die Spurensicherung eine herausragende Rolle.

"Tatorte werden bereits heute nicht mehr nur fotografisch gesichert, sondern mittels 3D-Verfahren aufgenommen", erklärte Herrmann. Der Tatort werde durch die 3D-Erfassung zum Zeitpunkt der Aufnahme detailliert abgebildet und bleibe dadurch auch für eine nachträgliche Inaugenscheinnahme reproduzierbar. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, den Tatort mittels VR-Brillen in der virtuellen Realität darzustellen. "Dabei kann der User in das Modell 'eintauchen' und befindet sich sowohl psychisch als auch virtuell-physisch zum Aufnahmezeitpunkt 'am Tatort'. Aktuell entwickeln wir die 3D-Technik fort und beabsichtigen, langfristig ein 'Holodeck' zu errichten, in dem sich mehrere Personen gleichzeitig aufhalten, arbeiten, sich sehen und miteinander kommunizieren können", führte der Innenminister aus. Hierdurch können laut Herrmann weit entfernte Spezialisten wie Gutachter zusammenarbeiten. Neue Erkenntnisse könnten unmittelbar überprüft, Theorien diskutiert und der einmal gesicherte Tatort beliebig oft neu 'aufgesucht' und strukturiert aufbereitet werden.

Mobiler Zugriff auf alle polizeilichen Anwendungen

Für eine moderne Polizei sind nach Herrmanns Worten auch zeitgemäße mobile Endgeräte von entscheidender Bedeutung, mit denen die Einsatzkräfte auch unterwegs Zugriff auf alle polizeilichen Anwendungen haben. Details hierzu wird Herrmann morgen im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema "Bayerische Polizei – mit Sicherheit mobil und vernetzt" in München vorstellen.

Die internationale Fachmesse für Führungs- und Einsatzmittel der Behörden mit Sicherheitsaufgaben 'Enforce Tac' ist aus der 'IWA OutdoorClassics' hervorgegangen und findet heuer bereits zum 8. Mal als eigenständige Messe statt. Die parallel dazu stattfindende 'U.T.SEC' (Summit for Drones, Unmanned Technologies & Security) bildet das Thema unbemannte Fahrzeuge mit Schwerpunkt in der Anwendung durch Sicherheitsbehörden ab. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.enforcetac.com und www.utsec.de.