Herrmann empfängt kroatischen Innenminister Davor Božinović

München, 9. Mai 2019 (stmi). Bayern und Kroatien möchten ihre erfolgreiche Polizeizusammenarbeit weiter fortsetzen und künftig stärker im Katastrophenschutz kooperieren. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit dem kroatischen Innenminister Davor Božinović in München.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann empfängt den kroatischen Innenminister Davor Božinović
© Sammy Minkoff

Im Hinblick auf die Anfang 2020 beginnende EU-Ratspräsidentschaft Kroatiens und den anschließenden Vorsitz Deutschlands betonten Božinović und Herrmann übereinstimmend die Bedeutung einer wirksamen Sicherung der EU-Außengrenzen. "Die weitere Verbesserung des Grenzschutzes bleibt auch künftig aus migrations- und sicherheitspolitischen Gründen unerlässlich", betonte Herrmann. Insbesondere ging es in dem Gespräch um die Migrationslage auf dem Balkan und die Belange der großen kroatischen Gemeinde in Bayern – mehr als 110.000 Kroaten leben hier.

Übereinstimmend sagten Herrmann und Božinović, dass die Beziehungen zwischen Bayern und Kroatien gerade bei der Inneren Sicherheit hervorragend seien, dass man sie auf sehr hohem Niveau fortsetzen und punktuell weiterentwickeln wolle. Konkret vereinbarten die Minister einen Austausch von Polizisten. So sagte der bayerische Innenminister zu, das kroatische Programm "Sicherheit im Urlaub" mit bayerischen Polizisten zu verstärken. In dem Programm helfen deutsche Polizisten in den Hauptreisemonaten ihren kroatischen Kollegen, die Sicherheit in den dortigen Ferienregionen zu gewährleisten. Im Gegenzug sagte der kroatische Innenminister Božinović zu, die Bayerische Polizei beim Münchner Oktoberfest mit kroatischen Kollegen zu verstärken.

Der Freistaat Bayern und die Republik Kroatien pflegen traditionell freundschaftliche Beziehungen und eine ausgezeichnete bilaterale Zusammenarbeit. Neben politischen Begegnungen besteht ein ständiger Austausch zwischen einzelnen Fachbehörden. So beteiligt sich Kroatien an der Strategie der Europäischen Union für den Donauraum und wirkt hier insbesondere bei der Kooperation gegen international agierende Strukturen der Organisierten Kriminalität, Rauschgift- und Einbrecherbanden intensiv mit.

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