Diese Seite speichert Informationen in sog. Cookies in Ihrem Browser. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen und Widerruf

Ergebnis Schwerverkehrskontrolltag

München, 12.10.2015

Schwerverkehrskontrolltag in Bayern - Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zum Ergebnis: 5.300 Lkw und 130 Omnibusse kontrolliert - 47 Mal wegen erheblicher technischer Mängel oder massiver Lenkzeitüberschreitungen Weiterfahrt untersagt - Weitere Polizeikontrollen angekündigt

+++ Die Bayerische Polizei hat vom 7. bis zum 8. Oktober im Rahmen einer 24-stündigen bayernweiten Schwerverkehrskontrollaktion rund 5.300 Lkw und 130 Omnibusse kontrolliert, mit zum Teil erschreckenden Ergebnissen. Wie Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann heute mitgeteilt hat, musste die Polizei in 47 Fällen wegen erheblicher technischer Mängel oder massiver Überschreitung der Lenkzeiten die Weiterfahrt von Lkw untersagen. "In einigen Fällen waren regelrecht rollende Zeitbomben unterwegs", verdeutlichte Herrmann. "Das ist absolut unverantwortlich und eine enorme Verkehrsgefährdung." Der Verkehrsminister kündigte deshalb weitere intensive Schwerverkehrskontrollen durch die Bayerische Polizei an. +++

Insgesamt hat die Bayerische Polizei an den beiden Tagen rund 640 Fahrzeuge und Fahrer zum Teil wegen mehrfacher gravierender Verstöße beanstandet. Darunter befanden sich auch 40 Gefahrguttransporter. Gut 730 Verstöße wurden unter anderem wegen überschrittener Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Beispielsweise zog die Polizei in Furth im Wald einen 30-jährigen tschechischen Sattelzugfahrer aus dem Verkehr, der missbräuchlich die Fahrerkarte eines Bekannten verwendet hatte. Anhand der festgestellten Fahrtstrecke zeigte sich, dass der Fahrer knapp 29 Stunden ohne die erforderliche Ruhezeit am Steuer unterwegs war. Die Fachleute der Verkehrspolizei stellten insgesamt auch über 150 technische Mängel an Lkw fest. Neben unzureichenden Beleuchtungseinrichtungen gab es vor allem deutliche Mängel an Lkw-Reifen, am Fahrgestell und an den Bremsen.

Die bayerischen Schwerverkehrskontrollen fanden im Rahmen der europaweiten Schwerverkehrskontrollaktion 'Truck und Bus' statt, an der auch ein Großteil der anderen deutschen Bundesländer teilnehmen. In ganz Europa fanden in der Zeit vom 5. bis zum 11. Oktober Schwerverkehrskontrollen statt. Koordiniert werden die Kontrollen vom Traffic Information System Police (TISPOL). TISPOL ist eine Nicht-Regierungsorganisation, die aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union hervorgegangen ist und ihren Hauptsitz in London hat. Dieses europäische Verkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Verkehrsvorschriften zu koordinieren. Das Hauptziel ist die Anzahl der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu reduzieren.