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Mehr Ausreisen als Asylbewerber abgelehnt werden

München, 15.10.2015

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: Noch mehr Rückführungen nur mit rascher Bearbeitung der Asylanträge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Zahl der Ausreisen übersteigt zum Stichtag 30. September 2015 die Zahl ablehnender Asylentscheidungen bayernweit um mehr 2.000

+++ Erneut mussten heute 81 abgelehnte Asylbewerber über den Münchner Flughafen in den Kosovo zurückkehren. Bayern Innenminister Joachim Herrmann bekräftigte: „Bayern wird abgelehnte Asylbewerber weiterhin rasch und konsequent in ihre Heimatstaaten zurückzubringen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zügig entscheidet und den Rückstand von mehr als 300.000 unerledigten Asylanträgen nun schnell abarbeitet.“ Insbesondere Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern wie den Balkanstaaten müssen Deutschland so rasch wie möglich wieder verlassen.“ Zum Stichtag 30. September 2015 überstieg die Zahl der Ausreisen die Zahl der ablehnenden Asylentscheidungen um mehr als 2.000. +++

Die Zahl der bayernweiten Rückführungen in diesem Jahr erhöhte sich mit der heutigen Sammelrückführung auf knapp 2.900 Personen, die Zahl der aus Bayern freiwillig Ausgereisten liegt bei weit mehr als 8.500. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge traf heuer für Bayern bis zum Stichtag 30. September 2015 etwas mehr als 9.000 ablehnende Asylentscheidungen. Zum gleichen Stichtag betrug die Zahl der Abschiebungen knapp 2.600 und die Zahl der freiwilligen Ausreisen mehr als 8.500, zusammen also mehr als 11.100 Ausreisen.

Der Bayerische Innenminister betonte außerdem, dass Bayern im kommenden Jahr allein 580 zusätzliche Stellen bei der Polizei, rund zusätzliche 750 Stellen bei den Zentralen Ausländerbehörden und über neue 60 Stellen bei den Verwaltungsgerichten schaffen werde.