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Auszeichnung 'Fahrradfreundliche Kommunen' - Ergebnisse Wettbewerb 'Stadtradeln 2015'

München, 26.10.2015

Bayern Radlland Nummer Eins: Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zeichnet gemeinsam mit der AGFK Bayern Augsburg und Erlangen als neue 'Fahrradfreundliche Kommunen' aus - Bayern beim bundesweiten STADTRADELN 2015 mit Abstand vorne

+++ Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute in München die begehrte Auszeichnung 'Fahrradfreundliche Kommune' an die Städte Augsburg und Erlangen verliehen. Auf der gemeinsamen Auszeichnungsveranstaltung mit der 'Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern' (AGFK) sagte Herrmann: "In Augsburg und Erlangen wird Fahrradfreundlichkeit großgeschrieben. Damit gehören die beiden Städte zu den Aushängeschildern Bayerns beim Radverkehr." Der Verkehrsminister überreichte den Vertretern der beiden Städte neben der Urkunde 'Fahrradfreundliche Kommune' auch ein symbolisches Zählgerät. "Bei der Anschaffung eines echten Zählgerätes zur Messung des Radverkehrsanteils kann es gegen eine Prämie von bis zu 5.500 Euro eingetauscht werden", erklärte Herrmann. +++ 

Augsburg hat laut Herrmann beim Radverkehr in den letzten Jahren viel erreicht. Beispielsweise werden mit dem Projekt 'Mobilitätsdrehscheibe Augsburg' Fahrten vom Auto auf den ÖPNV verlagert und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer geschaffen "Dass die Bemühungen der Stadt bereits Früchte tragen, hat sich eindrucksvoll beim Fahrradklimatest des ADFC gezeigt", ergänzte Herrmann. Augsburg habe deutschlandweit den zweiten Platz in der Kategorie 'Aufsteiger' errungen. "Augsburg wird seinen Weg in der Radverkehrsförderung konsequent weitergehen und sein selbstgesetztes Ziel erreichen, bis 2020 den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent zu steigern", ist Herrmann überzeugt.

Diese Marke hat Erlangen mit 27 Prozent bereits übertroffen und  als nächstes Ziel bereits 32 Prozent Radverkehrsanteil angepeilt. Nicht umsonst ist Erlangen laut Herrmann schon lange als die 'Fahrradstadt Bayerns' bekannt. Auch heuer hat sie im Fahrradklimatest des ADFC wieder den ersten Platz in der Kategorie '100.000 – 200.000 Einwohner' belegt. Neben den laufenden Anstrengungen zur Förderung des Radverkehrs hat sich Erlangen wie auch Augsburg vorgenommen, die Abstellsituation für Räder am Bahnhof durch eine neue Fahrradstation deutlich zu verbessern. "Zudem arbeitet Erlangen mit den Nachbarstädten und Landkreisen daran, in der Region Radschnellwege zu etablieren", so der Verkehrsminister. "Meine Unterstützung dafür habe ich bereits zugesichert."

Mit seinem gut ausgebauten Radwegenetz und der gezielten Radverkehrsförderung durch den Freistaat zählt Bayern seit Jahren als Radlland Nummer Eins in Deutschland. "Wir haben neue Programme zum Ausbau der Radwege an Bundes- und Staatsstraßen aufgestellt", erläuterte Herrmann. "Insgesamt wollen wir dafür in den nächsten fünf Jahren 200 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel investieren." Außerdem arbeite die Oberste Baubehörde derzeit an dem 'Radverkehrsplan Bayern', um die Radverkehrsförderung noch weiter zu verbessern. Besonders stolz ist Herrmann daher auch auf die bayerischen Ergebnisse der bundesweiten Kampagne 'STADTRADELN 2015': "Bayern hat auch dieses Jahr bundesweit wieder die meisten Beteiligten am STADTRADELN gestellt." Von den 341 teilnehmenden Kommunen kamen 151 aus Bayern. Dabei haben die 40.000 bayerischen Radlerinnen und Radler über acht Millionen Kilometer erradelt. "Das ist mehr als 200-mal auf dem Äquator um die Erde", verdeutlichte Herrmann. "Im Vergleich zur Autofahrt entspricht das einer CO2-Ersparnis von knapp 1.200 Tonnen."

Die AGFK Bayern ist ein Zusammenschluss von 45 Kommunen unter der Schirmherrschaft Herrmanns. Nähere Informationen zu den begehrten Auszeichnungen 'Fahrradfreundliche Kommune' und die Ergebnisse des diesjährigen bundesweiten STADTRADELN-Wettbewerbs können unter  www.agfk-bayern.de/auszeichnungsveranstaltung abgerufen werden.