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München, 11. November 2004

Pressemitteilung Nr. 472/04

Deutlicher Anstieg bei Cannabis-Delikten in Bayern
Beckstein warnt vor hohem Wirkstoffgehalt: "Dem Märchen von der angeblich harmlosen Droge keinen Glauben schenken!"

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der allgemeinen Verstöße mit Cannabis und deren Zubereitungen im Jahr 2004 bis einschließlich Oktober in Bayern deutlich gestiegen (2003: 14.443 Fälle; 2004: 16.729 Fälle; Steigerung um 18,8 %). Ebenso zugenommen hat auch die Zahl der Delikte des illegalen Handels und Schmuggels von Cannabis (2003: 4.034 Fälle, 2004: 4.422 Fälle; Steigerung um 9,6 %). Innenminister Dr. Günther Beckstein warnt angesichts dieser Zahlen vor der Verharmlosung der von sogenannten weichen Drogen ausgehenden Gefahren: "Der illegale Rauschgiftmarkt in Bayern wird derzeit geradezu überschwemmt mit Cannabis vor allem aus den Niederlanden. Cannabis ist nicht so harmlos wie manche falschen Propheten es weismachen wollen. Haschisch und Marihuana haben nachweislich schädliche Auswirkungen auf Körper und Psyche. Sorgen bereitet vor allem, dass der Wirkstoffgehalt bei Cannabisprodukten ständig ansteigt. Hat die Konzentration des Rauschmittels Tetrahydrocannabinol (THC) vor Jahren im Durchschnitt lediglich 2 % betragen, so liegt sie heute bei Cannabisharz bei durchschnittlich 9,5 %, mit einem Höchstwert von 20,8 %". Bei Cannabiskraut betrug der Durschnittsgehalt 7,1 %; der höchste Wert lag bei 41,7 %. Beckstein kritisierte in diesem Zusammenhang die Niederlande scharf: "Mit Coffee-Shops und nachlässigen Kontrollen am Amsterdamer Flughafen vor allem gegen Schmuggler von Kokain aus dem karibischen Raum, haben sich die Niederlande mehr und mehr zur Drehscheibe des internationalen Rauschgifthandels gemacht. Wegen der offenen Grenzen im vereinten Europa leiden auch die übrigen EU-Mitgliedstaaten unter dem laissez faire der niederländischen Drogenpolitik."

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