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München, 03. Juli 2005

Pressemitteilung Nr. 283/05

Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien in Nürnberg
Beckstein: "Bayern steht zu berechtigten Anliegen der
deutschen Heimatvertriebenen"

"Das Zusammentreffen der Volksgruppe halte ich für sehr wichtig, um die berechtigten Anliegen öffentlich kund zu tun, auf das Unrecht der Vertreibung hinzuweisen, für Heilung des Vertreibungsunrechts einzutreten und die Hand zur Verständigung auszustrecken. Ich versichere Ihnen ausdrücklich, dass der Freistaat Bayern zu den berechtigten Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen steht", betont Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Hauptkundgebung des Deutschlandtreffens der Landsmannschaft Schlesien am 3. Juli 2005 in Nürnberg.
Der Minister hob auch hervor, dass das Gedenken an eigene Kriegsopfer und an das Leid des eigenen Volkes keine Relativierung der deutschen Schuld und kein Versuch, Geschichte umzuschreiben, sei: "Jedes Opfer von Gewalt steht in seiner Würde und in seinem Mensch sein für sich. Deshalb ist die Vertreibung der Schlesier aus ihrer angestammten Heimat ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein schweres Unrecht". Bayern setzte wichtige Zeichen der Solidarität mit den 15 Millionen aus den Osten vertriebenen Deutschen. So wurde etwa in Nürnberg ein Denkmal für Vertriebene errichtet und in der Staatskanzlei eine Erinnerungstafel angebracht. "Eine berechtigte Forderung ist die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen. Ich halte das Gedenkjahr 2005 für ideal, dieses Projekt endlich auf den Weg zu bringen. Daher werde ich mich auch ganz persönlich für dieses Projekt weiterhin nachdrücklich einsetzen", versichert Beckstein.

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