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München, 04. Januar 2005

Pressemitteilung Nr. 3/05

2004 in Bayern vorläufig 219 Drogentote – Rückgang gegenüber 2003

Nach den vorläufigen Zahlen sind die Rauschgifttodesfälle im Freistaat Bayern im vergangenen Jahr zurückgegangen. Mit 219 Drogentoten wurden 2004 in Bayern bisher um 11 Fälle weniger registriert als im Vorjahr, in dem 230 Drogentote gezählt wurden (Abnahme um 4,8 %). Im Vergleich der letzten Jahre bleibt die Zahl der Drogentoten damit auf dem Niveau von 1991 (220 Drogentote). Nach einer vorläufigen Auswertung liegt der Rückgang auf Bundesebene bei 13,9% mit einem Stand von 1.271 Rauschgifttodesfällen. Bleiben die neuen Bundesländer unberücksichtigt, liegt Bayern mit der Häufigkeitszahl 1,8 (Drogentote bezogen auf 100.000 Einwohner) exakt im Bundesdurchschnitt. Dazu stellt Innenminister Dr. Günther Beckstein fest: "Die bayerischen Ergebnisse belegen, dass rein politisch motivierte Lösungen wie die Einrichtung von Fixerstuben oder die Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige, mit der die Bundesregierung inzwischen auch in München begonnen hat, nicht zur Lösung der Problematik beitragen. Dagegen bietet die Drei-Säulen-Konzeption Bayerns, die im Kampf gegen den Drogentod neben Prävention und Therapie auch auf Repression setzt, für die Zukunft eine vernünftige Handlungsgrundlage.
Innerhalb Bayerns ist mit Ausnahme des PP Schwaben in allen Präsidialbereichen ein Rückgang zu verzeichnen: So sank die Zahl der Drogentoten im Bereich der Polizeipräsidien München (Stadt und Landkreis) (von 72 auf 65), Oberbayern (von 40 auf 39), Niederbayern/Oberpfalz (von 36 auf 34), Unterfranken (von 19 auf 14), Mittelfranken (von 20 auf 14) und Oberfranken (von 8 auf 6). Währenddessen meldet das Präsidium Schwaben einen Anstieg (von 35 auf 47).

Ebenso stellt sich die Entwicklung in den 3 größten bayerischen Städten München, Nürnberg und Augsburg dar: In Augsburg erhöhte sich die Zahl der Drogentoten von 17 auf 22 (Zunahme um 29,4 %). Auffällig in Augsburg erscheint dabei der Anteil der nichtdeutschen Drogentoten; bei jedem dritten Todesfall handelte es sich um einen Nichtdeutschen (7 von 22). Sowohl München (von 69 auf 61) als auch Nürnberg (von 13 auf 6) verzeichnen einen Rückgang um 11,6 % bzw. 53,8%. Der Durchschnitt des erreichten Lebensalters liegt in allen drei Städten über dem Gesamtdurchschnitt in Bayern (32,3 Jahre). Im Einzelnen sind dies in München 33,6 Jahre, in Nürnberg 33,5 Jahre und in Augsburg 34,1 Jahre.

Nach einer starken Zunahme im Vorjahr (+ 62,5 %), ging die Zahl der an den Folgen von Drogenkonsum verstorbenen Aussiedlern (in Bayern 14 Todesfälle – Vorjahr: 26) um 53,8 % zurück. Wie auch im Vorjahr stammen sie insbesondere aus Kasachstan (9) und Russland (3). Bezogen auf den geschätzten Bevölkerungsanteil von 3 % ist diese Personengruppe trotz des Rückgangs überrepräsentiert (Anteil an Rauschgifttoten 6,4 %).

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