München, 26. Januar 2005
Pressemitteilung Nr. 32/05
Beckstein: "Kritik der Deutschen Polizeigewerkschaft nicht nachvollziehbar – Bayern liegt bei DNA-Identitätsfeststellung bundesweit an der Spitze"
"Als nicht nachvollziehbar" hat Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein die Kritik des bayerischen Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) , Hermann Benker an angeblich langen Wartezeiten bei DNA-Analysen zurückgewiesen. Beckstein: "Bayern liegt bei der DNA-Identitätsfeststellung bundesweit an der Spitze. Von den in der bundesweiten DNA-Analyse-Datei gegenwärtig erfassten über 380.000 Datensätzen haben bayerische Polizeidienststellen etwa 73.300, also rund ein Fünftel aller Datensätze zugeliefert. Die so genannte Retrograd-Erfassung der DNA-Identifizierungsmuster, also bei verurteilten Straftätern, ist bereits vollständig abgeschlossen. Auch bei der Retrograd-Erfassung von Spuren im Zusammenhang mit schweren Straftaten bestehen keine Rückstände. Nur bei Spuren im Zusammenhang mit leichteren Straftaten bestehen Wartezeiten. Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung auch in diesem Bereich sind bereits auf dem Weg. Bayerns Polizei wird die DNA-Analyse auch weiterhin mit Hochdruck zur Kriminalitätsbekämpfung einsetzen."