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München, 01. August 2007

Pressemitteilung Nr. 262/07

Schmid: "Integrationsabsichten einer in der Landeshauptstadt München geplanten "Islamischen Akademie" zweifelhaft"

Innenstaatssekretär Georg Schmid bewertet die unter Führung des Imams der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V. (Islamisches Forum Penzberg) in der Landeshauptstadt München geplante Errichtung einer Islamischen Akademie (ZIEM) äußerst kritisch: "Das Ausbildungskonzept erkennt den meisten Muslimen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa, die "richtige" Kenntnis ihrer Religion ab. Um die aus ihrer Sicht konstatierte Schieflage zu korrigieren, beabsichtigen die Initiatoren des ZIEM, einen Lehrgang für islamische Fächer einzurichten. Muslime sollen in der Lage sein, ihren Kindern den "reinen Islam" weiter zu geben. Die Initiatoren des Projektes bekräftigen zudem, dass Muslime in einer nichtislamischen Gesellschaft als Minderheit leben und daher "einigermaßen gezwungen" seien, mit der nicht muslimischen Mehrheitsgesellschaft zusammen zu leben. Das ZIEM sieht sich damit offenbar in erster Linie der islamischen Welt verpflichtet, als den europäischen Werten. Ich bezweifle deshalb, ob die in München geplante Akademie wirklich eine echte Integration verfolgt."
Unter dem Namen "Zentrum für Islam in Europa München (ZIEM)" soll, begleitet von einem eigenen Wissenschaftsprogramm und facettenreichen Studienprogramm, eine Ausbildung für Imame und Religionspädagogen angeboten werden. Außerdem möchte sich die Einrichtung auf dem Gebiet der Integration, dem Dialog sowie der Kunst und Kultur betätigen – so die Eigendarstellung des ZIEM.

Staatssekretär Schmid wurde in letzter Zeit verstärkt auf Aktivitäten der Penzberger Moschee und des ZIEM aufmerksam. Dem Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz liegen Erkenntnisse über die Zuordnung der Islamische Gemeinde Penzberg e.V. (Islamisches Forum Penzberg) und von Führungsmitgliedern dieser Gemeinde zu der in der Bundesrepublik Deutschland mitgliederstärksten islamistischen Organisation, "Islamische Gemeinschaft Milli Görüs" (IGMG), vor. Die IGMG ist eine wegen verfassungsfeindlichen Bestrebungen vom Verfassungsschutz beobachtete Organisation. Die Vizedirektorin des Penzberger Moscheevereins vertritt das ZIEM nach außen und wurde als Funktionärin der IGMG bekannt. Momentan haben sowohl die Islamische Gemeinde Penzberg e.V. als auch das Zentrum für Islam in Europa München einen gemeinsamen Sitz in Penzberg. Dem Imam können die Verbindungen dieser Gemeinde zur IGMG nicht verborgen geblieben sein, zumal er sich öffentlich positiv zur IGMG äußerte.

Finanziert werde das Vorhaben des ZIEM durch ausländische Geldgeber. Eine finanzielle Abhängigkeit lässt allerdings die Einflussnahme durch ein fundamentalistisch geprägtes Islamverständnisses befürchten.

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