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München, 22. Juli 2010

Pressemitteilung Nr. 277/10

Innenminister Joachim Herrmann: "Erneut erfreulicher Rückgang bei Verkehrsunfällen – Verkehrssicherheitsprogramme mit Kontrollen und Prävention wirken"

"Die Zahl der verletzten und getöteten Personen im Straßenverkehr in Bayern ist im 1. Halbjahr 2010 erfreulicherweise erneut deutlich zurückgegangen", so Innenminister Joachim Herrmann und führte diesen Trend unter anderem auf das bis Ende 2012 laufende erfolgreiche Verkehrssicherheitsprogramm "Sicher und Fair im Straßenverkehr" zurück. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind auf Bayerns Straßen 302 Menschen ums Leben gekommen (2009: 343), 29.205 Personen sind verletzt worden (2009: 32.035). Insgesamt gab es im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent weniger Verunglückte, dabei fast 12 Prozent weniger Getötete und mehr als acht Prozent weniger Verletzte. "Die Verkehrssicherheitsarbeit der bayerischen Polizei ist erfolgreich, unser Programm wirkt. Wir werden alles dafür tun, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt und uns trotz der erfreulichen Entwicklung mit dem Erreichten nicht zufriedengeben. Jeder Verkehrstote ist ein Toter zuviel. Wir lassen deshalb nicht locker und arbeiten weiterhin konsequent für die Verkehrssicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Dazu gehören auch regelmäßige Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen", betonte Herrmann.
Gerade der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden sei auf die Bemühungen der vorbeugenden Verkehrsaufklärung und der konsequenten Verkehrsüberwachung zurückzuführen. Zeitgleich habe sich die Zahl der Unfälle mit Sachschäden leicht erhöht.

Erfreut zeigte sich der Innenminister über die abnehmende Beteiligung von Fußgänger und Radfahrer an den Verkehrsunfällen. "Im 1. Halbjahr haben wir bei den getöteten Fußgängern einen Rückgang um 21 Prozent und bei den verletzten Fußgängern um zehn Prozent. Die Zahl der getöteten Radfahrer ging um 38 Prozent, die der verletzten Radfahrer um 16 Prozent zurück."

Ebenso erfreulich sei der Rückgang bei den Verkehrsunfällen mit Alkoholeinwirkung um 16 Prozent. Alkohol ist seit Jahren eine der Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen.

Auch die ''jungen Erwachsenen'' (von 18 – 24 Jahren), eine der Hauptzielgruppen des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms, verursachten fast 11 Prozent weniger Verkehrsunfälle. Herrmann: "Hier zeigt sich, dass Programme wie ''Könner durch Er-fahrung'' der Landesverkehrswacht und das Modellprogramm ''Begleitetes Fahren mit 17 – (BF 17)'' unverzichtbar sind und mit Nachdruck weitergeführt werden müssen." Das Unfallrisiko nach der Teilnahme an einer solchen Maßnahme sinke deutlich. Deswegen sei es richtig, dass insbesondere das Modellprojekt "BF 17" nach Ablauf des Versuchszeitraums am 31. Dezember 2010 auf Dauer eingeführt wird.

Es gibt allerdings auch einen negativen statistischen Trend. So stiegen die durch Kleintransporter verursachten Unfälle um 13 Prozent und die durch den Schwerverkehr verursachten Verkehrsunfälle um sechs Prozent. Herrmann: "Wir werden dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen und unsere präventiven und repressiven Maßnahmen gezielt bei Lkw und Kleintransportern ausbauen", betonte der Innenminister.

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